Das iPhone in Deutschland:
Das T-Mobile-Setup im Test

Florian Steglich, 9. November 2007 12:37 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Seit heute vormittag liegt das iPhone ganz regulär in den deutschen “T-Punkten”. Klappt alles reibungslos? Funktioniert das Setup bei T-Mobile ohne Probleme? Wir haben es ausprobiert.

Heute morgen, 20 Minuten vor Ladenöffnung, standen vor dem T-Punkt in München-Laim keine Menschenmassen, sondern lediglich der orangene Laster der Müllabfuhr. Keine Spur von iPhone-Hype – jedenfalls nicht draußen. Immerhin sah man drinnen ein halbes Dutzend Mitarbeiter relativ hektisch hinter dem Verkaufstresen wuseln.

Safari auf dem iPhone

Gute eineinhalb Stunden später bin ich wieder auf dem Heimweg, das Gerät in der Tasche. Warten musste ich eine ganze Weile, aber das sei vergeben. Neuverträge brauchen nun mal ihre Zeit. Acht iPhone-Käufer habe ich vor mir gezählt, und als ich mit meiner Tüte den Laden verlasse, scheint der “Ansturm” erstmal vorbei zu sein. Die Verkäuferinnen fanden’s trotzdem beeindruckend. Die Wartezeit vertrieb mir ein junger Promotion-Mann, der mir versuchte, die spektakulären iPhone-Eigenschaften nahe zu bringen – an einem Testgerät, an dem das Abspielen der Musik hakte und Google Maps überhaupt nicht funktionieren wollten. Ja, nee, is’ klar: Vorführeffekt.

Der eigentliche Kauf ging dann flott. Die üblichen Fragen: Möchte ich meine Rechnung per Post oder online, möchte ich Werbung zugeschickt bekommen, möchte ich im Telefonbuch stehen, möchte ich Einzelverbindungsnachweis und meine Verbindungsdaten gespeichert wissen? Das war’s. Ein kurzer Kampf zwischen meiner Kreditkarte und dem Kartenlesegerät, den meine Karte leider verlor, dann darf ich beglückwünscht den Laden verlassen und mich dem zweiten Teil des Versuchs widmen: Der Aktivierung und Registrierung des iPhone über den iTunes-Store.

Und im Gegensatz zum USA-Start gibt es vom T-Mobile-Setup keine größeren Probleme zu berichten. Das – wirklich schick gestaltete – Päckchen geöffnet, den Rechner hochgefahren. Ich datiere schnell auf iTunes 7.5 auf und schließe über das mitgelieferte Kabel (das natürlich im Gegensatz zur Aussage aus dem T-Punkt auch ohne zwischengeschaltetes Dock funktioniert) das iPhone an. Weiter geht es nicht.

Klar. Denn die SIM-Card steckt noch nicht im Telefon. Ich weiß, dass sich der Schacht für die Karte an der Oberseite mit einer Büroklammer öffnen lässt, stelle mich aber erstmal dumm und durchforste die mitgelieferten Anleitungen von Apple (“Finger-Tipps”) und T-Mobile (“Starter-Anleitung”) nach Hinweisen.

Aber da steht nichts. Kein Wort dazu, wie man die SIM-Karte ins “revolutionäre Telefon” bringt. Die Schritte zur Aktivierung des iPhone lauten:

1. Laden Sie die neueste iTunes-Version von der Website www.apple.com/de/itunes und installieren Sie sie.
2. Verbinden Sie Ihr iPhone mit Ihrem Mac oder PC (…).
3. Folgen Sie der Anleitung auf dem Bildschirm, um das iPhone zu aktivieren und Ihre Kontakte (…) und vieles mehr zu snychronisieren.

Aber gut, ich besorge mir eine Büroklammer, schiebe die grüne Gummi-Ummantelung weg, damit sie in das Loch des SIM-Schachtes passt und drücke. Und schiebe. Und stochere. Nach mehreren Versuchen und gefühlten 40 cm, die ich die Büroklammer ins iPhone versenkt habe, springt mir endlich der SIM-Schlitten entgegen.

Der Schlitten für die SIM-Karte beim iPhone

Also, liebe Käuferkollegen: Auch wenn Ihr schon Angst bekommt, das kostbare Teil damit zu zerstören – weiterdrücken (Haftung übernehmen wir trotzdem nicht).

Während ich im T-Punkt wartete, kam übrigens ein Kunde herein, der sein iPhone bereits erstanden hatte und nun bei ebendiesem Problem mit der Büroklammer Hilfe brauchte. Das scheint also ein gängiges Problem zu sein.

Danach gab es dann keine weiteren Hürden. iPhone ans Macbook angeschlossen und ohne Verzögerung beginnen die beiden Apple-Spielzeuge zu kommunizieren. Entfernt man gleich zu Anfang das Häkchen fürs “automatische Synchronisieren”, hat man danach die Möglichkeit, einzeln auszuwählen, was man synchronisieren möchte, etwa nur die Organizer-Funktionen und (noch) nicht die Musikbibliothek.

Büroklammernkampf und T-Punkt-Schlange abgezogen schätze ich die benötigte Zeit fürs iPhone-Setup auf eine Dreiviertelstunde; Vertragsabschluss aber einberechnet. Es läuft sehr rund. Und die erste Aktion, der Aufruf von neuerdings.com im iPhone-Safari, klappt problemlos.

Ich geh’ jetzt spielen.

» Alles übers iPhone – vom Schlangestehen zum US-Launch bis zu den neuesten Hacks.

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6 Kommentare

  1. Alexis Brion
    schrieb am 9. November 2007 um 13:46 Uhr (#)

    So schoen… aaahhhh

  2. Jürgen
    schrieb am 9. November 2007 um 19:05 Uhr (#)

    Kleiner Tip: Auf der Innenseite der schwarzen Pappe, in der die Finger-Tipps sind, ist extra das passende Werkzeug untergebracht, mit dem ging das ganz entspannt. ;-)

  3. Norland
    schrieb am 9. November 2007 um 23:42 Uhr (#)

    möchte ich Einzelverbindungsnachweis und meine Verbindungsdaten gespeichert wissen?

    Die Fragen erübrigen sich ja ab nächstes Jahr.

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