Asus EEE PC 701 Test III/IV Startklar mit Haken

Der Asus EEE PC 701 wird mit Linux und einem modifizierten grafischen KDE – Benutzerinterface ausgeliefert. Die Bedienung ist auch für Linux-ungewohnte Benutzer sehr einfach. Stolpersteine gibts, wenn Zusatzaufgaben zu lösen wären, und wenn sich der Bildschirm mal wieder als zu klein erweist.

Test Asus EEE PC Teil I: Auspacken
Test Asus EEE PC Teil II: Die Hardware
Test Asus EEE PC Teil IV: Das Fazit

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Asus hat auf dem EEE PC 701 den KDE-Desktop angepasst, um das Systemmenu erleichtert und mit einer Startoberfläche für sechs Hauptbereiche zugepflastert. Damit finden sich absolute Laien (noch) zurecht.

Der Asus EEE PC 701 ist von Haus aus eine Linux-Maschine. In der Default-Konfiguration sollte die alle wichtigen Aufgaben erledigen können – dreimal einfacher als alles andere, verspricht Asus ja indirekt.

Deshalb schauen wir uns die Maschine hier aus der Perspektive eines durchschnittlich erfahrenen Windows-Benutzers an, der erstmals mit Linux zu tun hat. Vor Konsolen-Aktionen etc. bleibt der Nutzer ohnehin insofern “verschont”, als wir keine Möglichkeit gefunden haben, auf die Kommandozeilenebene zu wechseln (wobei wir die Suche auf ein paar Tests mit einschlägigen Tastenkombinationen und das Handbuch beschränkt haben).

Eine Installation von Windows XP ist möglich und im Handbuch beschrieben; nach zwei Tagen des Herumspielens mit dem Asus EEE PC 701 halten wir diese Option allerdings für verzichtbar: Wer nur die Grundfunktionen braucht, ist mit dem System bedient; wer deutlich mehr will, bohrt wohl eher das ressourcenschonende Linux-System auf und ergänzt es mit zusätzlichen Anwendungen.

Der Asus EEE PC kommt wie die meisten modernen Maschinen mit der Software in einer Installationsroutine auf einer eigenen Partition und startet das Setup beim ersten Hochfahren. Wir haben der Tastaturbelegung entsprechend Englisch als Systemsprache gewählt. danach fragt das System nach einem Benutzernamen und einem Passwort, unter dem der Rechner aber inskünftig automatisch gestartet wird [und ins entsprechende home-Verzeichnis wechselt]. Nach eingabe der Uhrzeit und des Standorts kanns losgehen.

Der Desktop, von dem der Benutzer erstmals begrüsst wird, ist eine simplifizierte KDE-Benutzeroberfläche mit sechs reitern zu den Themen Internet, Arbeit, Bildung, Spielen, Einstellungen und Favoriten. Ein Blick erster Blick auf das Speichertool unter Einstellungen fördert folgendes Bild zu Tage:

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Mehr als die Hälfte des Speicherplatzes der 4GB-Version des Asus EEE PC 701 wird durch das Linux-System belegt.

Eher unerfreulich ist daran die hohe Belegung durch Systemdateien. Der Reiter “Extra Drive” macht Hoffnung auf eine Erweiterungsoption, denn hier wird nicht etwa die Kapazität von Wechselmedien wie USB-Harddisks oder SD-Karten angezeigt.

Der Asus EEE ist konzipiert als kleiner Begleiter für unterwegs und als Surfmaschine – also wollen wir raschestmöglich ins WLAN. Es ist standardmässig aktiviert, lässt sich aber auch über eine Fn-Taste ein- und ausschalten. das Systemfesnter zeigt nach dem Aufruf des Tools die gefundenen Netze an:

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Der Asus EEE PC will ins Funknetz. Die Antenne ist mässig empfindlich – mit einem andern Notebook sehe ich ein halbes Dutzend Netze mehr.

Das eigene Netz auswählen, WPA-Schlüssel eintippen, und schon ist der kleine im heimischen Windows-Netz, holt sich DNS und Gateway und bietet Zugriff aufs Internet. Ich bin drin!

Übrigens findet der EEE das Netz nach einem Neustart oder beim Aufwachen aus dem Standby (nur suspend-to-RAM) automatisch wieder und loggt sich selbstätig ein. das ist etwas verwirrend, weil das System gleichzeitig meldet, dass Netze gefunden worden seien und auf Klick das Auswahlfenster anbietet, ohne klar zu zeigen, dass bereits eine Verbindung besteht.

Internet

Wir untersuchen die übrigen Icons in der Oberfläche “Internet” und stellen fest, dass als Browser eine zusätzliche Firefox-Installation definiert ist. Ebenfalls bereits installiert ist Skype, in der Linux-Version 1.4 ohne Kameraunterstützung, aber ansonsten optisch und funktionell weitgehend identisch mit den gängigen Windows- und MAC OS-Versionen. Auch hier ist die Anmeldung eine Sache von Sekunden; ein Skype-Testanruf in die Schweiz bestätigt die hervorragenden Eigenschaften der Audio-Hardware – mit einer kleinen Ausnahme: Idealerweise halte ich den Rechner zum Telefonieren mit dem Mauspad vor den Mund, weil das Mikrofon darunter auf der Gehäuseunterseite sitzt – das sieht aus, wie wenn ich nächstens in meinen Rechner beissen möchte – aber das macht nichts, denn leider unterstützt diese Skype-Version die eingebaute Webcam nicht.

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Die Webcam (0.3MP) des Asus EEE PC liefert auf dem kleinen Display ein kristallklares Bild. Die Framerate unten links sackt bei einer Aufnahme sofort auf 5-10 Bilder pro Sekunde ab. Der Schwarze Balken ist ein Feature von neuerdings.com, nicht von Asus…

Der “Messenger”, eine Linux-Multiclient-PIM-Anwendung namens “Pidgin”, unterstützt neben GoogleTalk und Yahoo 11 weitere IM-Dienste. Die Einrichtung eines Gtalk-Accounts ist ebenfalls eine Sache von Sekunden – aber Pidgin kann nur Messages und Dateien verschicken, keine Audio-Verbindungen erstellen.

Die restlichen Icons, zeigt sich danach, sind allesamt nichts mehr als Links – entweder zu Dokumenten auf dem EEE (Ebooks öffnet das entsprechende Verzeichnis im Dateimanager) oder im Internet, selbst der Knopf “Internet-Radio” öffnet lediglich eine hässliche Webseite des Dienstes mediayou.net.

Die Netzwerk-Einrichtung scheint im Tab “Internet” deplatziert, sie gehörte wohl zusammen mit dem Wireless-Netzwerk Tool eher zu den “Einstellungen”. Übrigens lassen sich die Icons weder verschieben noch editieren.

“Arbeit”

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Warum müssen diese drei Anwendungen in einem Untertab versteckt werden? Namentlich die KDE-PIM ist eine mächtige Arbeitsumgebung mit Kalender, Adressdatei, Mailclient, Taskliste und einer endlosen Reihe von Erweiterungstools und verdient einen Paradeplatz.

Umso weniger verständlich erscheint es, dass im keineswegs voll gefüllten Reiter-Fenster “Arbeit” drei Anwendungen in einem Unterfenster (Untericon) “Zubehör” erscheinen: Der Taschenrechner, das Screenshot-Tool (auch Aufrufbar via Fn-PrntSc-Taste und heute extrem häufig benutzt…) und das ausserordentlich mächtige PIM-Tool von KDE, das neben einem Task- und einem Adressmanager auch eine Email-Anwendung enthält. Diese Anwendung ist inzwischen mit etlichen Zusatzmodulen ausgestattet, beispielsweise ist KPilot integriert worden, das den Abgleich mit Palm-Geräten erlauben würde.

Das haben wir natürlich mit dem Treo sogleich ausprobiert – und wurden bitterlich enttäuscht. Zwar wird der Treo 650 nach dem Anschliessen, einem Druck auf die Abgleichen-Taste am Treo und gleichzeitigem Starten der automatischen Gerätesuche auf dem EEE gefunden. Aber einen Abgleich führt der Rechner nicht durch. Ein bisschen Linux-Verständnis oder das Graben in Informationsseiten im Internet macht klar, dass dazu ein Daemon (kleines Hintergrundprogramm) laufen müsste, was offenbar nicht der Fall ist. Einem vollständigen Linux-Laien bleibt wohl sogar das verborgen, mich ärgert die Sache, weil ich keine Möglichkeit finde, den Daemon aufzuspüren oder zu starten.

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Alles vorhanden, KPilot ist in Kontakt integriert, der Palm Treo erkannt und als dev/ttyUSB1 gemountet – aber mangels eines kleinen Zusatzprogramms kommt keine Synchronisation zu Stande. Ausserdem hier das Beispiel eines Fensters, das zu gross ist für den EEE-Bildschirm und sich nicht verkleinern lässt.

Zu den übrigen Produktivitäts-Anwendungen gibts nicht sehr viel zu sagen – sie sind hinlänglich bekannt und für Ihre Zwecke bestens geeignet: für Text-Dokumente, Tabellenkalkulationen und Präsentationen ist OpenOffice installiert, das kaum Wünsche offen lässt. Ein PDF-Viewer namens Acrobat erledigt seinen Job genau gleich gut wie unter irgendeinem OS – Dokumente können beliebig vergrössert und verkleinert werden, Text lässt sich markieren und kopieren.

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PDF-Dokumente lassen dank Adobe-Acrobat Reader keine Wünsche aufkommen.

Für den grossen Mailverkehr ist Thunderbird, der Mailclient von Firefox, installiert, was vielleicht das verschämte Verstecken der KDE-eigenen PIM-Software erklärt, die ich allerdings vorziehen würde, da sie Mail und Kontakte und Termine und Tasks integriert – und theoretisch mit meinem Treo abgleichbar wäre…

Ein Englisch-Chinesisches Wörterbuch hilft mir nicht viel, lässt mich aber die wunderbaren chinesischen Schriftzeichen bewundern; eine Anwendung namens Notes mit dem Design der Post-It-Zettelchen finde ich so überflüssig auf dem EEE wie irgendwo sonst.

Ein paar Worte mehr würde der Filemanager verdienen. Dieses Dateimanagement-Tool bietet alle Ansichten, die man sich wünschen kann, Vorschauen auf Inhalte von Files, Thumbnails auf viele bekannte Formate; es stellt den Rechnerinhalt im bekannten Baum-Schema dar und blendet dabei auf Wunsch die zugrundeliegende Linux-Ordnerstruktur aus, zeigt dafür aber die gefundenen Netzwerke und Zusatzmedien wie SD-Cards so an, wie das ein Nicht-Linuxer gewohnt ist. Das Browsen im Windows-Netzwerk ist damit ein Kinderspiel, [Samba ist installiert und funktioniert auf Anhieb]. So müsste sich Linux für den durchschnittlichen User präsentieren. Leider tut es das auch unter KDE nur in einzelnen Anwendungen. Anderswo trifft der Benutzer auf das vermeintliche Chaos der Systemverzeichnisse, Symbollinks und temporären Dateien, die Geräte repräsentieren.

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So zeigt der Filemanager einen Rechner im Windows-Netzwerk an. Viele Anwendungen, beispielsweise OpenOffice, benutzen ihn als Dateiverwaltungstool, wenn man ein File öffnen möchte. Andere Anwendungen tun das leider nicht…

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…und die Dateiauswahl sieht dann, wie im Programm Paint, so aus. Vollkommen unverständlich für Linux-Laien, für Halbwissende einen Versuch mit dem Zugriff via Adresszeile und “smb://” wert – funktioniert aber nicht.

Wir meinen, hier hat Asus sein Versprechen mit den drei EEE nicht erfüllt. Es würde dem EEE gut anstehen, überall konsistente Bedienung anzubieten.

Lernen

Hier böte sich die einzige Erklärung, warum Asus die beiden Malprogramme Paint und Tux Paint unter “Lernen” versteckt und nicht in der Oberfläche Arbeit platziert hat – man muss zuerst lernen, damit umzugehen… Schade ausserdem, dass nicht wenigstens ein etwas leistungsfähigeres Grafikprogramm für Bildmanipulationen mitgeliefert wurde. Es muss ja nicht gleich Gimp sein, der freie Photoshop-Konkurrent, aber in dieser Sparte gibts doch zweifellos genug Linux-Software für Fotomanipulation.

In diesem Reiter finden sich ausserdem Wissenschaftprogramme – ein detailreiches Periodentabellen-Programm und das umwerfende “Planetarium”, das Himmelskörper relativ zum Standort des Benutzers anzeigt und allein ein Buch wert wäre – grossartige Sache.

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Zeigt den Sternenhimmel und alle Himmelskörper relativ zum Nutzer in Echtzeit wandernd oder beschleunigt oder zu jedem denkbaren Tag an, benennt Himmelskörper auf Mauspointing etc – “Planetarium” ist eine spannende und lehrreiche Meisterleistung in Open Source-Software.

Ausserdem finden sich hier ein Zehnfinger-Tipplehrgang und ein paar andere Lernspiele, eine Hand voller Matheprogramme für Geometrie, Bruchrechnen und ein Funktionsplotter; ein Link “Internet-Lernen” zu einer Lernwebseite – alles sieht etwas lieblos und zusammengewürfelt aus.

Spielen

So wie “Malen” oder “Grafik” offenbar zu “Lernen” gehört, sind Musik und Fotos “Spiele”. jedenfalls liegen die Verwaltungsprogramme für Musik, Videos und Fotos, der Mediaplayer, der Soundrekorder und die Webcam-Anwendung alle unter dem gleichen Reiter wie eine Hand voller netter Games, von Tetris über Solitaire bis Sudoku und ein wunderhübsch gemachten 3D-Pinguin-Rutscht-Bergrunter-Rennspiel.

Wirklich interessant sind aber die Medien-Programme, der Photo-, Musik- und der Videomanager. Alle drei sind äusserst mächtige GPL-Anwendungen, die einen Vergleich mit iTunes als Musikverwalter oder iPhoto kaum scheuen müssen. Der Foto-Manager ist ein umfangreicher Viewer mit Zusatzfunktionen und links zu externen Bearbeitungsprogrammen, aber auch Kommentarvergabe und Bilderdrehung etc.

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Asus EEE PC: Fotomanager. Jetzt wirds deutlich zu gedrängt auf dem kleinen Bildschirm.

Angesichts der vielen Funktionen und Layout-Möglichkeiten dieser mächtigen Programme fallen zwei Dinge besonders stark auf: Zusammen mit der relativ grossen Systemschrift überfüllen sie den kleinen Bildschirm eindeutig. Der Fotomanager verwendet ausserdem nicht den erweiterten Dateimanager – wobei hier wenigstens mit der direkten Adresseingabe für Samba-Netzwerkshares (smb://RechnerimNetz/Ordner/) auf die externen Maschinen zugegriffen werden kann – was allerdings nirgendwo im Handbuch Dokumentiert ist.

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Der MusicManager kann geschlossen werden und bleibt in der Taskleiste aktiv. Beim Wechsel zu einem neuen Lied oder auf Mausover zeigt er die Infos des Stücks.

Der Musikmanager kann Soundfiles ab verschiedensten Geräten in Playlists einbinden, er bezieht sie als Streams von der Quelle, brennt CDs (nicht auf dem EEE ohne CD-Brenner…) und verfügt über einen Equalizer etc. Er ist ausserdem für die Einbindung von externen Playern (iPod etc) vorbereitet – aber wir kriegten den EEE weder dazu, einen angeschlossenen iPod Classic noch einen iRiver Player (für beide sind Einstellungen im Musicmanager vorgegeben) zu erkennen.

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Der angeschlossene iPod wurde nicht erkannt. Auch hier steht der Laie am Berg: Daemons? KDE? Was ist das? Und was ist ein Konsolen-Fenster?

Der Mediaplayer sieht aus wie derjenige unter Windows und versteht sich auf diverse Formate von Ogg bis WMV. Er spielt nur lokale Dateien ab.

Das Webcam-Program erlaubt es, Filme aufzunehmen – keine andere Anwendung greift derzeit auf die Kamera zu. Auch Flash kann sie nicht finden – im Gegensatz zum Mikrofon – weshalb auch keine Flash-Videokonferenzen über entsprechende Webseiten möglich sind. Das ist doch ein ärgerlicher Punkt, zumal die Webcam als einziges das billigste EEE-Modell “Surf” vom nächsten unterscheidet, aber in der Schweiz mit 50 Franken zu Buche schlagen wird.

Multimediamässig verdient der Asus EEE PC demnach die Note genügend, wenn es um den Konsum geht; bei der Kommunikation allerdings dürfte es – in Sachen Video – ein bisschen mehr sein. Ob Windows XP mit der proprietären Hardware mehr anfangen kann als Linux bleibt auszuprobieren.

Einstellungen

Zu diesem Tab gibts wenig zu sagen – er vereint die wichtigsten Systemeinstellungen, wobei beispielsweise die Systeminfo ebenso wie das Disk-Tool absolut rudimentär sind. Die Bildschirmauflösung lässt sich nur nach dem Anschluss von externen Geräten einstellen. Wir habens ausprobiert und eine Maximale Auflösung von immerhin 1280 * 1024 hingekriegt – und plötzlich war da auch Platz auf dem Display…

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AHAAAA! Mit einem externen Display gibts endlich Platz – 1280*1024 Pixel maximal. Das ändert leider nichts an der gähnenden Leere im Tool zum “Hinzufügen und Entfernen von Software”.

Die Einstellungsmöglichkeiten sind stark beschränkt. Am Desktop lässt sich ausser dem Farbthema nichts verändern; die Personalisierung lässt nur die Veränderung von Name, Firma und des Passworts zu; eine Benutzerverwaltung für mehrere Accounts gibt es nicht. Ein nettes Gimmick ist das Voice-Command-Programm, mit dem sich an Hand einiger vorgegebener Sprachbefehle Pogramme starten lassen, und schliesslich findet sich in diesem Panel auch ein Virenscanner, der sich zwar automatisieren lässt, so dass er einmal täglich einen Scan durchführt und automatisch ein Update holt – aber auf dem manuellen Start reagierte er mit einer Fehlermeldung: Er fand die Virendatenbank nicht, obwohl wir unmittelbar zuvor ein Update durchgeführt hatten.

Die grösste Enttäuschung hier ist aber sicherlich das Tool “Software hinzufügen/entfernen”. Wer von grossen Linux-Distributionen eine schier endlose Liste von Programmen gewohnt ist, die sich meist per Mausklick direkt von Servern aus dem Internet installieren lassen, starrt hier ungläubig auf ein mageres Fenster, das die bekannten Panels des Asus EEE anzeigt – und in jedem vielleicht ein Programm, das erneuert oder gelöscht werden kann.

Auch wenn dieser Rechner für den unveränderten Gebrauch konzipiert ist und man die Nutzer nicht mit Konsolen und virtuellen Desktops verwirren will – zumindest bei den Einstellungen hätte man dem Nutzer ein bisschen mehr bieten können. Linuxfreaks werden rasch nach Wegen suchen, den EEE aufzubohren; bleibt zu hoffen, dass sich jemand aller andern annimmt und ihnen bald ein Tool zur Verfügung stellt, mit dem sie das gleiche einfach und ohne Abtauchen in die Linuxtiefen bewerkstelligen können. Dieser Dechner wäre ideal dazu geeignet, eine sachte Einführung in Linux zu bieten – dass er die Türe so verschlossen hält, ist ein kleines Trauerspiel. Aber das sparen wir uns für das folgende Fazit.

 

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11 Kommentare

  1. “Benutzerface” noch so nen Wort das man im Deutschen Sprachgebrauch unbedingt benötigt oder??

  2. Adde doch einen debian repository (richtig geschrieben?). Anleitungen gibt es zur Genüge auf

    http://www.eeeuser.com

    Wie wär es mit Zattoo?

  3. Hört sich ja alles dann doch nicht so gut an.
    Hätte mir doch mehr erwartet.

  4. Welches Windows?
    Ich habe schon an anderen Orten gefragt, bekomme aber irgendwie keine Antwort:
    Welche Windows XP Version wird von Asus für EEE empfohlen?
    Windows XP?
    oder
    Windows XP Professional?
    Es soll ja eine Anleitung zur Windows Installation beiliegen und auch eine Treiber CD.

  5. @haru:
    Das Handbuch spricht nur von “Windows XP”, betont aber, dass du eine “offizielle Windows XP ServicePack 2″-CD brauchst (weil die älteren kein Booten via USB-CD-ROM unterstützen.

    Ich sehe nicht, warum ein Pro nicht funktionieren sollte.

  6. Danke Peter!
    Ich kenne mich betreffend Unterschied XP und XP Pro nicht aus. Ev. braucht XP weniger Ressourcen als XP Pro?
    Wie auch immer: Dann such ich mir bei E-Bay / ricardo eine Windows XP (normal) mit Service Pack 2 Version.

  7. Mein EEE nach 4 Tagen Testbetrieb
    Lange Vorfreude und endlich doch noch geklappt- der EEE ist da.
    Nach einigen Tests kann ich nur den Softwaretestbericht unterstützen, es ist genau so, wie es Peter Sennhauser beschrieben hat.
    Die Software ist etwas lieblos zusammengewürfelt, so kann man z.B. PDF- Dokumente nicht drucken – weil man den OK- Button nicht anscrollen kann usw.
    Ich hoffe für die Zukunft, dass ASUS hier entscheidend nachbessert, um die Fans nicht zu enttäuschen.
    Vieleicht hätte man besser eine abgespeckte KNOPPIX Version nehmen sollen, die belegt nur ca. 300 MB und bietet deutlich mehr.

  8. Ich habe den eee gekauft aber nächsten Tag zurückgebracht. Bullshit ist es.
    Kam mit schweizer Tatstatur an, aber in der SW ist eine deutsche eingestellt, verstellen lässt sich es nicht, der Keybors Modul des KDE ist nicht installiert. Auch das root Passowrd zum Linux um alles einstellen zu können wurde nicht mitgeliefert.
    Statt versprochemen Modem war nur ein Stück Gummi in der RJ11 Buchse.
    Ich dachte so was soll ‘eee’ also easy sin? Man kann nicht einmal ein Mail schreiben wenn man nicht weiss wo sich @ befindet.

  9. Ich weiss der Kommentar von Otto ist schon etwas älter, muss aber trotzdem meinen Senf dazu geben.

    Was du da schreibst ist nicht korrekt, zumindest das mit dem Tastaturlayout umstellen. Es gibt im Internet genügend Anleitungen wie man die Sprache auf Deutschschweiz umstellen kann.

    Wegen dem Modem, das ist bekannt. Asus verzichtet in der europäischen Version auf ein integriertes Modem. Seien wir ehrlich, wer braucht noch ein 56k Modem?

    Das Root-Passwort ist das, welches du beim ersten Start des Eee PC eingibst. Beim Eee PC von Orange ist es so viel ich weiss etwas anders, dort wird das Root-Passwort bereits vergeben.

  10. Also, ich habe das Teil heute erstmalig im Kaufhaus ausprobiert und war durchaus angetan: Von der Größe her ein guter Kompromiss zwischen Packmaß und Arbeitsfähigkeit (in erster Linie meine ich damit schreiben und Tabellen) – also genau das, was Handhelds immer versprochen und nie gehalten haben.

    Wer einen 701 besitzt und unzufrieden ist, darf mich gerne mal anmailen … jk [at] dashdotcom [.] de

  11. >Die Software ist etwas lieblos zusammengewürfelt, so kann >man z.B. PDF- Dokumente nicht drucken – weil man den OK- >Button nicht anscrollen kann usw.

    An andi,
    also wenn ein Fenster nicht ganz auf den Bildschirm passt, und du deswegen nicht an die Buttons kommst, halte doch einfach mal die ALT Taste gedrückt, und verschiebe dann mit der Maus das Fenster, vielleicht ist dir damit geholfen!

    Grüße FLo

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  5. GALLIEN sagt:

    Mein EEE PC ist DA !…

    Genauer gesagt íst dieses nerdige Spielzeug bereits eine Woche bei mir, nur Dank Prüfungen, Arbeit und Weihnachtsstress ist erst jetzt Zeit für ein erstes Review mit Bildern. Herzlichen Dank gilt dem Kasperl, der mir das geniale Gerät aus Englan…

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