Das Küchen-Internetradio

Wolf-Dieter Roth, 16. Oktober 2007 16:11 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Webradio ist für manchen das Höchste, weil er mit dem Programmangebot auf UKW schon lange nicht mehr zufrieden ist und keine Satellitenschüssel aufstellen kann. Was aber benutzt man am besten in der Küche?

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So eine schicke Streaming-Musikbox mit glänzender Oberfläche gehört nach Ansicht der Philips-Fotografen aber auch ganz nah an den Herd – der klebrige Fettschmierfilm rundet wohl den Klang ab (Bild: Philips)

Mittlerweile soll es ja sogar schon Fernsehen in der Küche geben – zumindest von einem Touchscreen sehen die Hersteller in diesem Ambiente bislang ab. Doch was, wenn man nicht fernsehen, sondern nur Radio hören will, doch kein Freund von Dudelfunk ist? Im Gegensatz zu Fernsehen ist Radio über IP ja inzwischen durchaus real, wenn auch kein Massenmedium.

Das oben zu sehende Philips-Gerät dürfte nur in Küchen Freude machen, in denen es nur Sushi gibt. Es ist nichts für ein Bratkartoffelverhältnis. Viele andere Internet-Radios sind ebenfalls viel zu wertvoll für die Küche. Terratecs Noxon war dagegen ursprünglich nur zum Anschluss an der Stereoanlage gedacht. Mittlerweile gibt es hiervon jedoch auch eigenständige Modelle, die wie ein Radio der 50er-Jahre aussehen oder gar einen iPod aufnehmen können.

Mit seinem Plastikgehäuse erscheint das Noxon iRadio durchaus küchentauglich, auch wenn sich der Lautsprecher samt Grill voll Fett saugen dürfte. Dank WLAN ist kein Strippenziehen nötig, außer für das Netzteil. Der Klang ist ebenfalls küchentauglich: etwas dumpf, auch bei Webradios mit hohen Bitraten, kein HiFi, aber auch nicht blechern.

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Noxon iRadio (Bild: W.D.Roth)

Nur der Sinn des Netzschalters íst unklar: einerseits versteckt er sich unsichtbar auf der Geräterückseite und lässt den Benutzer vor einem stummen Gerät verzweifeln, andererseits ist er auch zum Energiesparen ungeeignet, weil er ja erst nach dem Steckernetzteil den Stromkreis unterbricht.

Im Originalzustand frisch aus der Schachtel funktionieren nur die fünf Stationstasten, auf denen der von Terratec aufgekaufte Musikdienst Besonic programmiert ist. Die restlichen Sender müssen erst aus dem Internet nachgeladen werden. Beim Testgerät scheiterte dies zunächst, die Fritzbox musste upgedatet werden, bevor das Radio selbiges auch tun konnte.

Danach kann man aber bei Vtuner einen Account anlegen und auch weitere Programme abspeichern, die das Gerät dann kennt. Mit den neuesten Softwareupdates kann das iRadio sogar die Mediathek (Online-Archiv) der Deutschen Welle und Musicload.de oder eine im Netz hinterlegte Musikbibliothek nutzen. Einiges davon kostet allerdings nach 30 Tagen. Und die Musik von musicload.de läuft nicht auf dem iPod…

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