iPod touch im Test (II/III):
Der Intensivtest

Im ersten Teil beschäftigten wir uns mit dem generellen Handling des iPod touch, im zweiten Teil dieser Test-Reihe widmen wir uns nun den Hauptfunktionen des Musikplayers und deren Zusammenspiel mit iTunes.

kernkompetenzen_thumb.jpg
Die Hauptfunktionen des iPod touch

Musik

Das Standard-Auswahlmenü, worin Musik gesucht werden kann, bietet die Auswahlpunkte Listen, Interpreten, Titel und Alben. Diese Reihenfolge kann beliebig verändert werden, indem man auf “weitere” und “Bearbeiten” tippt.

musikmenue_standard_thumb.jpg
Das Musikmenü, fabrikneu

musikmenue_veraendern_thumb.jpg
Falls einem die gegebene Anordnung nicht gefällt,
kann man Symbole beliebig ersetzen.

Die Listen werden entweder in iTunes, oder aber auch direkt auf dem iPod mittels der “On-The-Go”-Playlist-Funktion erstellt. Intelligente Wiedergabelisten aus iTunes – zB “Meine Lieblingstitel” – können ebenfalls auf dem iPod “live” editiert werden, jedoch sind die Änderungen erst nach einem Playlist-Wechsel (zB. von “Meine Lieblingstitel” zu “Zuletzt gespielt” und wieder zurück) sichtbar.

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Titel (hier in grau) zur On-The-Go-Playlist hinzufügen…

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…die Reihenfolge verändern…

otg_loeschen_thumb.jpg
…oder wieder entfernen.

In fast allen Auswahlfenstern ist rechts eine Spalte mit Buchstaben (plus “#” für Zahlen & Symbole) sichtbar. So wird schnell zum zugehörigen Anfangsbuchstaben gesprungen, ohne dass man sich durch das gesamte Menü schnippen muss. Leider erweist sich die Bedienung dieser Spalte vielfach als zu fein. Da muss man mit Übung dahinter, damit die Buchstabensuche auch klappt.

buchstaben_thumb.jpg
Die Buchstabenleiste rechts für den Schnellzugriff

Wenn der iPod touch an beliebiger Stelle im Musik-Menü um 90° gedreht wird, erscheint CoverFlow. In diesem Modus hat man Zugriff auf den gesamten Albuminhalt, wenn das zugehörige Cover angetippt wird. Dies ist zwar schön anzusehen, aber das Kippen klappt nicht immer auf Kommando. Der iPod wird vielfach in einem zu flachen Winkel gehalten, so dass die Sensoren im Gerät nicht sauber reagieren. Gemäss unseren Kommentaren funktioniert CoverFlow auch nicht, wenn man sich mit erhöhter Geschwindigkeit fortbewegt. Schön: unten links befindet sich im CoverFlow-Modus ein Play/Pause-Berührungspunkt, womit die Wiedergabe auch gestoppt werden kann. Nicht so schön: der Doppelklick für das Auftauchen des Onscreen-Menüs funktioniert hier nicht, so kann erst mit einem Zurückdrehen um 90° die Lautstärke verändert werden.

coverflow_thumb.jpg
CoverFlow in Aktion

Ein Tippen auf das Cover im Normalmodus bewirkt das Einblenden der Wiedergabeleiste, Repeat-Modi- und Shuffle-Schalter.

Während in gewissen einschlägigen Foren von einem Hintergrundrauschen berichtet wird, welches ohne Zweifel sowieso nur Audiophilen auffallen würde, muss man sagen, dass ausser einem Knacksen beim Einschalten audiotechnisch keine Einbussen ausgemacht werden können. Die hierzu verwendeten Kopfhörer sind Sonys MDR EX90. Im Allgemeinen mutet der iPod touch lauter an als seine Kollegen, übersteuert aber, falls der Equalizer eingeschaltet ist und die Tracks sowieso nicht sauber normalisiert wurden.

Videos

Im Video-Menü werden mit iTunes synchronisierte Filme und Podcasts angezeigt. Da zurzeit immer noch keine Serien für die Schweiz erhältlich sind, werden von DVD gerippte Serien ebenfalls als “Filme” markiert.

videomenue_thumb.jpg
Videos und Video-Podcasts zusammengefasst.

Eigene Videos müssen zuerst mit Helfer-Programmen ins richtige Format gebracht werden, bevor sie auf den iPod touch übertragen werden können. Eine Suche auf Versiontracker bietet da Abhilfe. Es sei aber vor der relativ langwierigen Transkodierungszeit gewarnt, kurz Serien umwandeln und auf den iPod laden ist da nicht.

Sobald das Video geladen wurde, was einige Sekunden in Anspruch nimmt, ist die Videodarstellung brillant und knackig. Beim Testmodell waren keine berüchtigten “negative Blacks” festzustellen, das Bild erscheint ausgewogen und kontrastreich.

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Überzeugende Bildqualität

Ein Tippen auf den Bildschirm blendet das Menü ein, mit den üblichen Player-Kontrollsymbolen. Ein “Doppeltipp” auf das Bild passt die Bildhöhe an den Bildschirm des iPods an, die Seiten können dadurch abgeschnitten werden, dies fällt jedoch nicht auf.

video_osm_thumb.jpg
Ein Doppeltipper lässt die On-Screen-Steuerung erscheinen.

Der Batterieverbrauch beim Video-Schauen ist merklich höher. Mehr als 2-3 Filme liegen da pro Session nicht drin. Beim Konsum der Videos fehlten zum vollständigen Genuss eingebaute Lautsprecher. Filmen und Serien mit Kopfhörern zu folgen, bedarf einiger Gewöhnung. Vielleicht ist das eine Änderung für eine zukünftige Generation des iPod touch?

Fotos

Das Betrachten von Bildern ist auf dem iPod touch eine reine Freude. Fotos blühen auf den 480×320 Pixeln Bildschirmfläche so richtig auf. Auf unserer Testmaschine hatte iTunes jedoch Mühe mit der Synchronisierung der Alben, ein in iPhoto ’08 erstelltes Album wollte nicht in der Auswahl auftauchen, ob das Problem genereller Natur ist oder nicht? Feedback aus der Leserschaft wird auf jeden Fall begrüsst. Wir wählten aus diesem Grund einen separaten Ordner auf dem Computer zur Foto-Synchronisierung.

fotoarchiv_thumb.jpg
Das Fotoarchiv lädt schnell und präsentiert gute Vorschauen.

Ein Tippen auf das gewünschte Bild öffnet unmittelbar nach dem Befehl das gewünschte Bild in voller Bildschirmauflösung. Das eingeblendete Steuerungs-Menü verschwindet nach 5 Sekunden und lässt sich mittels einmaligen Tippens wieder einblenden. Aus diesem On-Screen-Menü kann ebenfalls das Hintergrundbild gewählt werden. Ein “Kneifen” mit zwei Fingern vergrössert oder verkleinert das Bild. Der Bildausschnitt kann nach Belieben herumgeschoben werden und voilà, das Hintergrundbild für den Sleep-Bildschirm steht.

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Besonders narzisstisch Veranlagte dürfen ihren iPod touch mit dem eigenen Antlitz schmücken.

Auch hier treten die Bewegungssensoren des Gerätes in Aktion. Wird der iPod um 90° gedreht, dreht das Bild mit, so dass es wieder aufrecht steht. Bilder im Breitbild-Format werden so bildschirmfüllend dargestellt.

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Ein Foto im Hochformat…

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…und im Querformat

Wird auf der Onscreen-Anzeige der Play-Knopf gedrückt, startet die Diashow. Die Übergänge sind jedoch relativ unspektakulär. So kann aus den Varianten “Würfel”, “Überblenden”, “Welle”, “Wischen quer” und “Wischen unten” gewählt werden. Einen Menüpunkt, um die Diashow mit Musik zu hinterlegen, haben wir leider nicht gefunden.

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Der “Würfel” in Aktion.

Eine schöne Funktion, kann man abschliessend sagen. Ob der Synchronisierungs-Fehler der iPhoto-Alben an unserem Powermac liegt oder nicht, wird die Zeit zeigen.

iTunes Mobile Store

Wer genug Geld auf der Kreditkarte zum Ausgeben hat, oder aber von Apple mit 30 CHF Gutschein beschenkt wird (dankeschön!), kann genüsslich im iTunes Mobile Store unterwegs gewünschte Songs laden.

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…Na, na, wer wird denn für “Neuerscheinungen” zu wenig Platz haben?

Leider bietet der iTunes Mobile Store (noch?) nicht die vollständige Auswahl des uns bekannten iTunes Stores – also musste sich der Tester auf die Kategorie “Dance” beschränken, um fündig zu werden.

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So, und schon hat man etwas zum Laden gefunden…

Der Einkaufsvorgang ging problemlos von statten: Gewünschtes Lied oder Album auswählen, erneut bestätigen, Passwort eingeben, und schon werden die gekauften Tracks via WLAN auf den iPod geladen.

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…gewünschtes Album gefunden…

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…ja, kaufen, bitte…

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…Kennwort eingeben…

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…und ab dafür!

Die geladenen Lieder bleiben aber nicht für alle Ewigkeit im iPod eingesperrt, beim nächsten Synchronisieren werden diese automatisch auf die Playlist gebannt. Falls Auto-Sync ausgeschaltet ist, geht dies selbstverständlich auch manuell.

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“Einkäufe übertragen”, und man ist in Besitz der unterwegs gekauften Songs.

Ein nettes Feature, funktioniert tadellos, jedoch wäre ein vollständiger iTunes-Katalog wünschenswert, die Suche führt bei Musikgeschmäckern, die vom Mainstream abweichen, oftmals ins Leere.

Dies wären die Haupt-Applikationen aus dem “Dock” des iPod touch. Im nächsten Teil werden wir die Zusatzfunktionen durchnehmen, sowie das abschliessende Fazit nach der Testreihe abgeben.

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iPod touch im Test: 1. Teil, 3. Teil

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