Im Vorbeigehen bezahlen

Visa hat sein “PayWave”-System lanciert, einen Zusatz zur Kreditkarte, mit dem Kleinbeträge kontaktfei überwiesen werden können.

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Es wird immer bequemer, seine Kröten loszuwerden. Jetzt schon fast buchstäblich im Vorbeigehen: Mit Visas “PayWave”-Schlüsselanhänger können Inhaber von Visa-Karten in den USA ihr Sixpack Bier im Cornerstore künftig bezahlen, ohne eine Unterschrift oder eine PIN abzuliefern oder auch nur ein Gerät anzufassen. In Europa wird das System zunächst getestet, unter anderem in Frankfurt durch das Verkehrsverbundsprojekt RMV2go.

Ganz freihändig gehts aber nicht:

Das System basiert auf der nicht unumstrittenen RFID-Technologie, den passiven Funkchips, deren Allgegenwart in Form von Klebern uns seit zehn Jahren unmittelbar bevorsteht und die Welt auf den Kopf stellen wird (ebenfalls seit zehn Jahren).

Aus Sicherheitsgründen kann der “PayWave”-Anhänger nur aus extrem kurzer Distanz vom Lesegerät des Hackers Händlers erfasst werden, weshalb das System vollkommen sicher sei, wie Visa betont. Das wiederum bedeutet, dass die 1000 Giants-Fans, die In San Francisco zur Lancierung des Systems je einen der Anhänger mit aufgeladenen 15 Dollars erhalten haben, eine herbe Enttäuschung erlebt haben dürften: Nix wars mit sieben Hotdogs in der Linken, drei Bier in der Rechten und dem Bezahl-Anhänger in der Hosentasche. Statt der Kreditkarte mussten sie nun genauso umständlich den Anhänger hervorklauben, um die exorbitanten Preise für den Baseball-Food zu bezahlen.

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