Ambilight fürs WohnenPhilips Living Colors getestet
Philips’ Lampe “LivingColors” soll “Ambilight” zur Stimmung statt zum TV-Bild in die Wohnung bringen. neuerdings.com hat ein Testgerät unter die Lupe genommen. Es sei angemerkt, dass dieses Modell nur im EU-Raum erhältlich sein wird.

Der Hingucker von einer Lampe hat sich dabei als Zubehör für Design-Erleuchtete erwiesen, der aber seinerseits den eigentlichen Zweck - Dinge zu erleuchten - nicht besonders kräftig erfüllt.
Ausgepackt
Die Lampe trumpft als Hingucker auf. Die transparente Erscheinung mag zwar nicht ganz jedermanns Geschmack zu treffen, eine befragte Mehrheit äussert sich aber wohlwollend zum Design der 20 cm hohen Lampe.
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Bietet Durchblick: “Living Colors”
Video: Die Einschaltprozedur
Beim ersten Anschliessen der LivingColors ans Stromnetz wird der Verlauf durch das gesamte Farbspektrum ein Mal durchgespielt, bevor die Lampe betriebsbereit ist.
Fernbedienung
Ebenfalls mitgeliefert ist die funkgesteuerte Fernbedienung. Nach anfänglicher Eingewöhnungszeit verspürten die Tester nicht mehr den absoluten Drang, sich so auszurichten, damit Mensch die Farbkombination neu einstellen kann.
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Nur mit Symbolen beschriftet: Die Fernbedienung
Die Bedienung an sich ist simpel: Zuoberst wird die Lampe ein- oder ausgeschaltet, mittels des Farbkreises wird der gewünschte Beleuchtungs-Tonwert ausgewählt, die zwei Symbole in der Mitte des Rings steuern die Farbsättigung, und darunter lässt sich die Helligkeit regulieren. Welches Symbol welche Wirkung erzielt, muss aber zuerst “gelernt” werden, da vor allem die Symbole der Farbintensitäts-Steuerung nicht logisch beschriftet sind. Ein Farbaufdruck anstatt “Kreis mit Punkten” und “Kreis ohne Punkte” würde hier für Abhilfe sorgen.
Technik
Der stufenlose Wechsel zwischen unzähligen Farbmöglichkeiten wird mittels 4 LEDs erzeugt - zwei roten, und je einer blauen und einer grünen Diode.
Effekt
Primärer Verwendungszweck ist das farbige Ausleuchten von Wohnungsdetails, diese Aufgabe erfüllt die Lampe ohne zu murren.
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Alle Farben des Spektrums - in der Kombination entsteht daraus Weiss
Durch vollständiges Entfernen der Sättigung lässt sich auch ein kombiniertes, weisses Licht erzeugen. Zu beachten sei hier der unvermeidbare mehrfarbige Schattenwurf. Dieser entsteht in jedem Fall, ist aber bei weissem Licht am offensichtlichsten. Durch die Erzeugung der Beleuchtung mittels 4 je einfarbigen LEDs, und da diese auch einen gewissen Abstand zueinander haben, wird der Schatten immer von farbigem Halbschatten begleitet.
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Additives Lichtfärben => Additive Schatten< /EM >
Im grossen und ganzen ist die LivingColors-Lampe ein schöner Zusatz zur Definition der Stimmung in einer Wohnung. Für mehr als zur Stimmungsbeleuchtung reicht’s aber leider nicht. Die Leuchtkraft der LEDs ist auch bei maximierter Helligkeit eher begrenzt.
Mängel
Einige Mängel, welche sich hauptsächlich auf die Bedienung beziehen, überschatteten leicht die Freude am Testen.
Diese Lampe bietet tatsächlich abendfüllende Unterhaltung, da zu hastiges Einstellen oftmals zu einem Glücksspiel beim Regeln des gewünschten Farbtons mutiert. Die Bedienung erfolgt durch berührungsempfindliche Sensoren auf der Fernbedienungsoberfläche. Diese reagieren aber einen Tick ungenauer als wir es uns gewünscht hätten.
Ein “Scrollen” im Farbkreis, so wie wir es vom iPod-Durchsuchen kennen, ist nicht möglich. Der Farbkreis reagiert nur auf punktuelle Änderungen, nicht auf ständiges Berühren. Auch vor Abstürzen durch zu heftiges Herumspielen ist man leider nicht gefeit. Das Test-Gerät musste nicht nur einmal vollständig vom Stromnetz getrennt werden. Ebenfalls ist es nicht zu empfehlen, “LivingColors” leicht verschwitzt bedienen zu wollen - durch die veränderte Leitfähigkeit feuchter Haut verweigert die Fernbedienung den Dienst. Vielleicht reagiert die Steuerung bis zur definitiven Markteinführung das gewünschte Stück genauer. Weibliche Testerinnen hatten sich ausserdem eine Programmierfunktion gewünscht, so dass ein sich ständig änderndes Lichtspiel den Besitzer entzücken mag. Eine solche Automatisierung fehlt; einmal eingestellt, verharrt die Lampe auf der eingerichteten Farbe.
Fazit
Wer schon immer mittels LED-Technik seine Wohnung durch Setzen von Farbakzenten aufpeppen wollte, für den ist die Philips Living Colors eine sehr gute Wahl. LEDs sind auf dem besten Weg dazu, sich als langlebige Beleuchtungslösung zu etablieren. Dass die Lampe in einem sehr ansprechenden Design daherkommt, steigert den Genuss dieses Geräts ungemein.
Die Freude trübt die eher sensible, aber dennoch teils willkürliche Bedienung, sowie die doch ein wenig enttäuschende Leuchtkraft der LEDs. Die Möglichkeit, den Farbwechsel zu programmieren, wäre ein willkommener Zusatz gewesen.
Wer ein Auge für schöne Inneneinrichtung besitzt, genug Geduld, um sich mit der Bedienung auseinanderzusetzen und ca. 180 Euro ungenutzt auf der hohen Kante liegen hat, soll zugreifen.
Ab jetzt im EU-Raum, und ab nächstem Jahr in der Schweiz erhältlich.
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10 Kommentare zu diesem Artikel
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Zum Thema Farbwechsel: Ein längerer Druck auf den “Einschaltknopf”, lässt die Lampe einen Farbwechsel vollführen bis man sie wieder ausschaltet.
Michael Bechmann
Vorab: Ein Scrolling ist möglich, wenn man langsam und gleichmäßig den Farbkreis abtastet.
Weil die Lampe aber relativ langsam reagiert, stimmt die Farbe der Position des Fingers auf dem Spektrum der Fernbedienung dann nicht mit der Farbe des dem tatsächlich ausgestrahlten Lichtes überein.
Eine Lichtfarbe nach Wunsch ist nur sehr ungefähr einzustellen, die Fernbedienung ermöglicht keine genauen Einstellungen. Eine Speichermöglichkeit für einmal eingestellte Farben ist leider auch nicht vorhanden.
Darüberhinaus kommt man bei der Einstellung des Weißanteils stets unwillkürlich an den Farbring, sodass sich fast immer eine ganz andere Farbe ergibt, als man möchte - die Einstellung der Farbe wird zum Glücksspiel oder zur Geschicklichkeitsübung.
Die 17 Mill. Farben, mit der das Gerät beworben wird, sind Quatsch: Hier wurde einfach und im Sinne bewusst irreführender Werbung das RGB-Modell aus der PC-Bildbearbeitung übernommen und darauf gezielt, dass sich die “17 Millionen” im Kopf des potentiellen Nutzers festgesetzt haben.
Im Gegensatz zu Photoshop lassen sich aber an der Lampe keine 3 Farbkanäle gemäß des RGB-Modells einstellen, die
unabhängig einstellen: das Farbmodell ist nicht umsetzbar - man darf froh sein, wenn die Farbe nach hinrecihender Fummelei irgendwann überhaupt ungefähr so ist, wie man sie haben wollte.
Ansonsten ist die Lampe allenfalls als Nachttisch- oder Lese-Lampe zu brauchen, um einen Raum auszuleuchten, braucht man mehrere - und man wird in der Anleitung auch deutlich dazu angehalten (am besten gleich 6 Stück). Die Dimmer-Taste ist daher absolut überflüssig.
Nando
also ich bn recht zufrieden mit dem leuchtenden Ei, das “scrollen” am farbkreis funktioniert recht gut - mangelhaft ist aber tatsächlich dass man beim verstellen der intensität meistens auch gleich die farbe wieder verändert da die bedienelemente einfach etwas zu nahe beieinander platziert wurden.
wenn maqn das licht auf eine weisse wand wirft, kann man mit einer einzigen lampe schon recht beeindruckende farbeffekte erzielen, ich werd mir aber sicher noch eine 2. anschaffen :-)
Jürgen
Kann mir jemand sagen ob man 2 dieser lampen auch mit einer fernbedienung bedienen kann?
Nando
JA. man kann bis zu 6 Lampen mit einer fernbedienung “pairen” also synchron bedienen…
HaHo
Tach auch! Was ich an der Lampe wirklich nicht gut finde, ist der zu schnelle Farbwechsel im “Automatik-Modus”, da wird man echt nervös! Wäre echt angenehm, wenn der Farbwechsel hier wesentlich langsamer und fließender von statten gehen würde. Eine Einstellmöglichkeit scheint es laut Bedienungsanleitung nicht zu geben…. Schade!!!
trendlicht
Eine günstigere alternative an TV Hintergrundbeleuchtungen gibt es bei http://www.trendlicht.de
chrisitan
bei der Firma Trendlicht kommt bals ein ähnliches Produkt raus, jedoch besseres Preis Leistungsverhältniss. Da gibts jetzt auch ein Ambilight Aureau Nachrüstsystem für jeden Fernseher.
toby
Hallo!
also ich bin sehr zufrieden mit der living color…..
wenn man etwas auzusetzen hat, ist es nur der anschaffungspreis……
aber lege dieser bei 30 euro , hätte dieses objekt wieder jeder!
und dann wird ein stylisches wohnobjekt wieder nur verramscht!
in dem sinne!!
Toner
Bin vollauf zufrieden mit der living color, wie vorher bereits erwähnt ist der etwas zu heftige farbwechsel jedoch ziemlich stressig. Schön wäre es, wenn man die möglichkeit hätte, hier selber etwas zu programmieren. Da das ganze jedoch per Funk gesteuert wird, würde es mich nicht wundern, wenn ein findiger Programmierer hier nicht eine lösung finden wird.