Die dreifach genurbte Wäsche

Die WASH2O ist die erste Waschmaschine, die kein Seifenpulver mehr braucht. An dessen Stelle setzt sie elektrolytisch gespaltenes Wasser ein.

Haier hat einen weiten Weg zurückgelegt: Der chinesische Haushaltapparate-Konzern wurde 1984 gegründet und stellte damals genau ein Modell eines Kühlschranks her.

Und jetzt das: Die erste Waschmaschine, die keine Seife mehr braucht. Wenn man jetzt noch das Wasser und die Energie weglassen könnte, wär das ganze wirklich umweltschonend.

Ehrlich gesagt haben wir das Prinzip etwa so gut verstanden wie die Kollegen von Engagdet. Gemäss der französischsprachigen Haier-Webseite spaltet die Waschmaschine das Wasser zunächst in negativ geladene HO- und positiv geladene H-Ionen. Erstere ziehen den Dreck aus dem Gewebe, zweitere töten die Bakterien ab. Und so soll am Ende des Waschgangs (ein 25-Minuten “Sport”-Programm gehört zu den elf Voreinstellungen) selbst bei tiefsten Temperaturen alles porentief rein sein.

Mal sehen. Dass die Maschine bei den lockeren Franzosen lanciert wird und nicht im etwas mehr auf Reinlichkeit versessenen deutschsprachigen Raum oder gar den hysterisch-antibakteriellen Amerikanern, kommt wohl dem Beta-Test von Software gleich.

Und selbst wenn die Maschine zur vollen Zufriedenheit funktioniert: Den frischen Zitrusduft bringt die frisch ioniosierte Unterwäsche jedenfalls nicht aus der Maschine mit. Ferner fragt sich, wie die elektrolytische Spaltung des Wassers die Energiebilanz der Maschine beeinflusst.

Weiss jemand mehr zum Thema?

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2 Kommentare

  1. Chregi
    schrieb am 30. Juli 2007 um 18:57 Uhr (#)

    “Dass die Maschine bei den lockeren Franzosen lanciert wird und nicht im etwas mehr auf Reinlichkeit versessenen deutschsprachigen Raum oder gar den hysterisch-antibakteriellen Amerikanern, kommt wohl dem Beta-Test von Software gleich.”

    Ich bin ja aus dem Alter eigentlich raus, aber hier ausnahmsweis, weils so gut ist: *rofl*, *lol* und *full ack* ;-)

  2. Monjolo
    schrieb am 13. Dezember 2007 um 12:17 Uhr (#)

    die idee ist sensationell. lässt es sich wirklich so einfach umsetzen mit einer elektrolyse? ausserdem interessiert mich, was mit dem Wasserstoff-proton passiert!!! OH-Radikale an der anode zu generieren ist nichts einfacher als das, doch dafür braucht es ein ganz spezielles material welches extrem teuer ist. alles andere ist ein aufspalten in O2 und H2 das zu Knallgassexplosion führen kann!! wie kann O2 alleine reinigen? Warum werden keine enzyme oder tenside verwendet. viel fragen und noch mehr hätte ich dazu, jedoch fast keine antworten. idee gut, ausführung?????????? monjolo

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