iSkoot:
Skype auf dem Handy

Peter Sennhauser, 7. Juli 2007 09:03 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Voip-Anrufe funktionieren jetzt auch mit dem Handy. Dabei wird die Datenkommunikation nur für die Initiierung des Anrufs gebraucht – iSkoot nutzt ein raffiniertes System, das sogar eingehende Skype-Anrufe aufs Handy bringt – zu minimalen Gebühren.

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Ich wollte nur wissen, ob es denn für Symbian-, Palm und PocketPC-Handys Client-Software für die Chatprogramme wie Skype, MSN, Gtalk etc gibt. es gibt sie – Fring haben wir hier ja schon vorgestellt. Ich kam drauf, nachdem ich rausgefunden habe, dass auf dem iPhone Flash und Java offensichtlich genau deshalb gesperrt sind, weil die Kunden ansonsten statt teurer SMS kostenlose Skype-Messages verschicken würden. Und statt der noch teureren Gesprächsminuten gleich eine Videokonferenz im Webbrowser nutzen würden, wie sie von dieser Webseite ganz einfach via Flash angeboten wird.

Es gibt die Clients. Aber nicht nur das. Das Startup iSkoot bietet Unterstützung für eine ganze Reihe von Smartphones (Nokia, Motorola, Palm) für die Nutzung von Skype – inklusive Internetanrufen. Das funktioniert so:

In der Mitte jedes Gesprächs steht der iSkoot-Server (und wahrscheinlich bereits der amerikanische Horchdienst NSA, aber wen kümmert’s). Wenn ich ab meinem Palm Treo via Skype einen meiner Kontakte anrufe, meldet die Software auf dem Handset das dem iSkoot-Server. Der startet via Internet den Anruf zum Skype-Partner – und ruft mich zeitgleich übers Mobilfunknetz zurück. Allerdings geschieht das unter Verwendung meiner Skype-Daten als “Skypeout”-Anruf – und der kostet auch auf ein Handy in den USA einen Bruchteil von dem, was ich meinem Mobilfunkanbieter berappen müsste (wobei auch eingehende Anrufe die pauschal gekauften Minuten wegfressen).

Noch interessanter ist die Umleitung von Skype aufs Handy.

Snap2Wenn mich jemand auf meinen Skype-Namen anruft und ich am Handy die Einstellung “zum Handy durchstellen” aufgewählt habe, fängt iSkoot den Anruf ab (der Server ist ja an meiner statt bei Skype angemeldet) und leitet ihn (auf meine Skypeout-Kosten) weiter auf mein Handy – oder jede Telefonnummer, die ich in der iSkoot-Anwendung eingegeben habe: Sie lässt sich jederzeit wechseln.

Zwei eingehende Testanrufe haben perfekt funktioniert: Einer von einem Fruen in New York, der andere aus der Schweiz. Beide Gespräche dauerten rund zehn Minuten und kosteten mich nur wenige Cents auf meinem Skype-Konto – und die Gegenseite gar nichts. Die Tonqualität war etwas schlechter und wies verzägerungen auf – das gleiche habe ich mit einem Skype-Out-Anruf ab Handy auf meine Festnetznummer festgestellt – das funktioniert nämlich auch. Dieser Anruf hat mich keinen Cent meines Skypeout-Guthabens gekostet, aber ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob er nicht auf meiner Handy-Rechnung zu Buche schlägt – ich glaube, die iSkoot-Anwendung hat via Telefonanwendung meines Treos den Server angerufen.

Genau kann ich das leider derzeit nicht sagen, weil T-Mobile die Online-Rechnungsdaten vermasselt hat.

Snap3Aber selbst wenn man keine der Skype-Anrufoprionen verwendet, macht iSkoot ganz einfach als Chatprogramm unterwegs Spass. Selbst parallele Chats mit mehreren Kontakten sind möglich, die Anwendung schaltet das Fenster auf dem Palm jeweils um zu dem Kontakt, der als letzter eine Anwtort gegeben hat. Da kann es allerdings vorkommen, dass man der falschen Person antwortet, wenn man nicht aufpasst und das Fenster zur gewünschten Gesprächspartnerin zurückwechselt…

Über GPRS funktioniert die Chatterei ganz leidlich, auch wenn die Anwendung manchmal mit dem Nachladen der Gesprächsdaten (alle 15 Sekunden) etwas nervt.

Ich habe das Internet nach einer Anwendung für den Treo abgesucht, mit der ich das Datenaufkommen der Chatanwendung messen könnte. Mir kann zwar egal sein, wieviele Bytes beim Chatten über den Äther gehen – ich habe eine Flatrate für unbeschränkten Datenverkehr. Aber sowas gibts ja in Europa noch kaum, und so könnte die Chatterei plötzlich teurer werden als ein Dialog via SMS (was angesichts der paar versandten Buchstaben nicht wirklich zu erwarten ist.)

Informationen über unterstützte Telefone, Länder etc bietet die iSkoot-Webseite. Der Dienst steht in der Betaphase.

iSkoot

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