iPhone im Test:
Die Hardware

Das iPhone ist ein wirklich schönes Gerät, das sieht man schon auf den Bildern. Doch wie fühlt es sich in Wirklichkeit an? Ein Blick auf die Hardware.

Dass Apple vermutlich der Gadgethersteller mit dem höchsten Designanspruch ist, ist bestens bekannt. Vom iMac über die MacBook-Serie und den iPod bis hin gar zu Apples Servermaschinen, immer haben die Produkte aus Cupertino einen hohen ästhetischen und funktionalen Anspruch.

Das ist natürlich auch beim iPhone nicht anders. Im Gegenteil: Apples unbescheidenes Ziel, das Mobiltelefon neu zu erfinden, stellt natürlich höchste Ansprüche ans Produktdesign. Und die kann das iPhone grösstenteils erfüllen.

Von Grösse und Gewicht her ist es vergleichbar mit gängigen Smartphones anderer Hersteller. Neben einem Nokia E61, das bereits zu den kompaktesten Smartphones gehört, wirkt es allerdings um einiges schlanker und eleganter.

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Die Vorderseite des iPhone besteht vollständig aus Glas. Wir haben bisher noch keinen Kratztest mit dem teuren neuen Gadget durchgeführt, aber die Befürchtung liegt natürlich nahe, dass diese grosse Fläche sehr empfindlich auf Beschädigungen sein könnte. Die meisten Testberichte bisher sind allerdings beruhigend: Offenbar hat Apple sehr hochwertiges Glas eingebaut, nicht das billige Plastik, das man von einigen iPod-Modellen her kennt.

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Natürlich ist diese Glasfläche aber sehr empfindlich für Fingerabdrücke, zumal das iPhone ja per Finger bedient wird. Praktischerweise wird auch gleich ein offizielles iPhone-Wischtuch mitgeliefert, das man wohl besser mindestens täglich einsetzen sollte. Schicke Gadgets brauchen halt Pflege…

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Das 3.5-Zoll-Display mit seiner Auflösung von 480×320 Pixeln ist phantastisch und wirklich eine Klasse für sich. Fotos können die Bildschärfe und Leuchtkraft nicht adäquat wiedergeben. Man findet vergleichbar gute Displays nur auf wenigen, meist japanischen oder koreanischen Telefonen, aber das in deutlich kleinerem Format. Apple gibt die Pixeldichte mit 160dpi an, was deutlich höher als die üblichen Computerdisplays liegt.

Die Rückseite ist in einem matten Alu-Look gehalten, ähnlich wie beim MacBook Pro. Diese Oberfläche ist erstaunlich griffig, und darum liegt das iPhone trotz seiner geringen Dichte sehr sicher in der Hand. Man will das gute Stück ja auch nicht fallen lassen, darum ist das beruhigend.

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An der Unterkante findet sich ein iPod-Connector. Der Stecker ist identisch mit dem der neueren iPod-Generationen, aber es laufen trotzdem nicht alle Zubehörteile mit dem iPhone. Apple hat ein neues “Works with iPhone”-Logo vorgestellt, auf das man beim Zubehörkauf achten sollte. Ausserdem sind unten ein Lautsprecher und ein Mikrofon angebracht.

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Oben am Gerät findet man die Kopfhörerbuchse (Standard 3.5mm Klinke), den Slot für die SIM-Karte sowie den Sleep-Button, mit dem man das Gerät sperren und entsperren kann.

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An der linken Seite befinden sich der Lautstärkeregler und eine kleine Wippe, mit der man das Telefon auf Vibra-Modus stellen kann. In Meetings muss man also nicht lange nach Menüpunkten suchen, sondern kann wie beim Treo die Klingeltöne per Hardwareschalter stummschalten.

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Die typischen iPod-Kopfhörer weisen eine Neuerung auf, und zwar ein winziges Kästchen am rechten Hörer, das ein Mikrofon und einen Schalter enthält. So dienen die Kopfhörer auch als Freisprecheinrichtung. Der Schalter hat je nach Anwendung eine unterschiedliche Funktion: Anrufannahme beim Telefon, Pause beim iPod usw.

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Das mitgelieferte Dock ist ideal für die wohl sehr empfehlenswerte tägliche Synchronisierung und Batterieaufladung. Wie die ähnlich gebauten iPod-Docks enthält auch dieses Ding eine Line-Out-Buchse zum Anschluss an die Stereoanlage.

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Insgesamt macht die iPhone-Hardware samt mitgeliefertem Zubehör einen exzellenten und sehr stabilen Eindruck. Das hat nicht zuletzt auch damit zu tun, dass am Gerät selbst keine Klappen und Slots zu finden sind (bis auf den für die SIM-Karte).

Und damit wären wir auch schon bei den Nachteilen: Die Batterie des iPhones lässt sich nicht vom Benutzer austauschen, wenn sie mal defekt sein oder nicht mehr die volle Ladekapazität haben sollte. Für den Batteriewechsel muss man das Gerät in die Werkstatt schicken. Auch für Speichererweiterungen ist kein Platz vorgesehen. Das ist für Geräte dieser Preisklasse schon sehr ungewöhnlich.

Kommen wir noch zu den sonstigen technischen Daten: Das iPhone enthält ein Quadband-GSM-Modul mit EDGE-Datenfunk, aber kein 3G/UMTS. Letzteres soll gerüchtehalber in der europäischen Version angeboten werden. Apple sagt dazu, dass 3G-Chipsets grosse Energiefresser seien und die Batterielebensdauer über Gebühr verkürzen würden. Mag sein, aber angesichts der vielen Datenfunktionen des iPhone ist das schon ein gewichtiger Nachteil.

Des weiteren gibt es Wireless LAN mit 802.11b/g und Bluetooth 2.0. Bisher unterstützt die Software aber nur Bluetooth-Headsets, keine weiteren Verbindungen. Als Drahtlosmodem für unterwegs kann man das iPhone zumindest derzeit nicht nutzen.

Die eingebaute Kamera bietet 2.0 Megapixel Auflösung und entspricht qualitativ etwa dem, was man aus Kameraphones mit dieser Auflösung kennt. Nichts Revolutionäres also.

Und die Speicherkapazität schliesslich beträgt je nach Modell 4 oder 8 Gigabyte Flash-Speicher, wovon schon ordentlich was vom Betriebssystem in Anspruch genommen wird. Für den User stehen bei der 4GB-Version noch 3.46GB für eigene Daten zur Verfügung, was angesichts der iPod-Funktionalitäten nicht gerade luxuriös ist.

Eine echte Besonderheit sind zwei Features, die auf die Umgebung reagieren: Das Accelerometer merkt, wie das iPhone gerade gehalten wird, hochkant oder quer. Die Software passt dann die Bildschirmausrichtung sofort an, selbst bei laufenden Videos. Und ein Lichtsensor passt laufend die Bildhelligkeit dem Umgebungslicht an. Das spart nicht nur Batterie, sondern optimiert auch das Bild.

Insgesamt: Tolles Design, sehr solide Verarbeitung, gute technische Leistungsdaten mit auffallenden Lücken.

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9 Kommentare

  1. Martin Hiegl
    schrieb am 30. Juni 2007 um 18:14 Uhr (#)

    Jo, das mit dem Speicher ist echt ein Unding. Ich hoffe, dass es für Europa anders aussieht, entweder mit mehr Speicher oder mit Slot.

    Für was eine wechselbare Batterie gut sein soll, versteh ich nicht ganz. Ich wechsel bei meinen Handies eigentlich nie die Battrie. Einzig im Schadensfall mag das schlecht sein.

  2. Daniel Maurer
    schrieb am 30. Juni 2007 um 19:29 Uhr (#)

    Ich habe bei einem Handy noch nie die Batterie gewechselt. Ich ärgere mich bloss immer darüber, dass ich sie entfernen muss um die SIM-Karte zu wechseln.

    Ich habe bei meinem iPod noch nie eine Speichererweiterung vermisst. Ich bin mit meinen 8 GB zufrieden und rechne damit, auch beim iPhone mit 8 GB auszukommen.

    UMTS nutze ich noch kaum. In der Schweiz ist die Abdeckung noch äusserst mangelhaft, meistens steht nur EDGE zur Verfügung. Ich hoffe aber, das UMTS-Netz wird ausgebaut.

    Wirklich ärgerlich finde ich, dass man das iPhone nicht per Bluetooth synchronisieren kann. Beim bisherigen Handy schätzte ich diese Art der Synchronisation, denn störende Kabel habe ich schon genug.

  3. supeermario
    schrieb am 30. Juni 2007 um 20:10 Uhr (#)

    mich stört eigentlich nur, dass man es hier (in d) noch nicht kaufen kann… ;-)
    syncen wird wohl per wlan oder kabel viel schneller gehen, als per bluetooth (wir reden hier immerhin von bis zu 8gigabyte “daten”).

  4. applefan
    schrieb am 1. Juli 2007 um 12:05 Uhr (#)

    Naja das mit der Batterie finde ich an scih auch nicht so toll, außer man hat die Garantie das die auch noch in 5 Jahren gut läuft. So ein teures Gerät will man ja wohl nicht nach nem Jahr wegwerfen weil der Akku schlapp macht.
    Ansonsten hoffe ich schon das für Europa eine UMTS/HSDPA Version kommt und dann am besten noch ein paar GB mehr Speicher. 20 sollten es chon sein.

  5. Schreibt hier auf dem Blog Andreas Göldi
    schrieb am 1. Juli 2007 um 15:28 Uhr (#)

    Stimmt natuerlich schon, meistens will man die Batterie nur wechseln, wenn was kaputt ist. Man kann die Batterie allerdings von Apple austauschen lassen, muss dafuer aber das Geraet einschicken.

  6. Jan
    schrieb am 2. Juli 2007 um 13:42 Uhr (#)

    Da kaufen 95 % der Amis ein 8GB iPhone und wir Andi kauft das 4 GB. Wie ist es dazu gekommen ?

  7. Schreibt hier auf dem Blog Andreas Göldi
    schrieb am 2. Juli 2007 um 13:58 Uhr (#)

    Stand doch da in meinem Livebericht: Als ich drankam, hatte der daemliche AT&T-Laden nur noch 4GB-Versionen. Vor die Wahl gestellt, die zu kriegen oder moeglicherweise gar kein iPhone (zu diesem Zeitpunkt dachten wir alle noch, dass die Verfuegbarkeit sehr knapp sein wuerde), entschied ich mich fuer ersteres.

  8. martin2801
    schrieb am 2. Juli 2007 um 22:53 Uhr (#)

    Also ich denke, dass das iphone ein riesen Sprung nach vorne in der Mobilbranche ist. Ich möchte mir auf jeden Fall eines besorgen, sobalt das iphone in Österreich erhältlich ist. Um den Speicher mach ich mir keine Sorgen, da ich eh einen ipod mit 60 Gb habe und auch bei meinem alten Handy standen mir insgesamt nur 512mb zur verfügung. Auch das mit dem Akku ist mir relativ egal, da ich mit dem Akku von meinem ipod sehr zufrieden bun und ich ihn vielleicht 2Mal pro Monat aufladen muss, obwohl mein ipod fast jeden Tag läuft. Und sollte er wirklich mal ausgewechselt werden, dann kann man das iphone sicher einschicken oder man macht es selber zu Hause mit der Anleitung aus dem Interner *ggg*

    MfG
    MArtin

  9. peter
    schrieb am 2. Juni 2009 um 12:48 Uhr (#)

    Ich finde das IPhone mega mega lässig und voll toll.!!

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