Vodafone erfindet das Handy 2.0

Vodafone möchte auch ganz modern sein und baut sein Vodafone-Life-Portal um. Dazu gibt es eine Internet-Flatrate für 9,95 Euro im Monat, die aber doch einige Haken hat.

vodafone Handy 2.0

So preist Vodafone sein Angebot:

Eine DVD ersteigern, während Sie in der Bahn sitzen? Die neuesten Videoclips auf dem Weg zur Arbeit anschauen? Vodafone macht es möglich. Halten Sie die Welt des Internets auch unterwegs in Ihrer Hand. Ab dem 15. Juni 2007 ist es soweit: Dann bietet Vodafone das ?echte Internet? auf dem Handy an – und das auch noch zu einer Flatrate für 9,95 Euro extra pro Monat*. Möglich ist dies beispielsweise durch die Suchmaschine von ?Google?, die im Vodafone live!-Portal zu finden ist. Vodafone hat zudem strategische Partnerschaften mit den angesagten Internetanbietern Google Maps, YouTube, eBay und MySpace geschlossen, so dass kaum ein ?Surferwunsch? offen bleibt.

Das klingt eigentlich ganz nett und ist wahrscheinlich für viele der Nutzer auch ausreichend – bis sie merken, dass sie mehr wollen, als ein wenig Surfen. Und dann bleiben doch ein paar Wünsche offen. Hier die Details:

  • Das Angebot funktioniert ausschließlich über den neuen Browser von Vodafone. Laut Golem ist dies Opera Mini.
  • Obwohl Opera Mini auf sehr vielen Telefonen funktioniert, unterstützt die Vodafone-Variante nur ausgewählte Modelle: Nokia E65, Nokia N70, Nokia N73, Nokia N95, Motorola V3, Motorola V980, Samsung U700, Samsung ZV60, Samsung D900i, Sony Ericsson K750i und Sony Ericsson K800i. Es sollen aber noch weitere dazu kommen.
  • Die Flatrate gilt ausschließlich für den Aufruf von Internetseiten mit dem Vodafone-Browser und über einen bestimmten Zugangspunkt.
  • Alle Dienste, die außerhalb des Browsers laufen, kosten extra. Dazu gehören zum Beispiel: E-Mail, Bildupload zu flickr, Instant Messenger, kurz, ziemlich viele der sozialen Dienste, die das Web 2.0 prägen.
  • Der Vodafone-Browser ist nicht schlecht, er bietet jedoch nicht das echte Internet, wie behauptet, sondern passt die aufgerufenen Seiten immer über einen Serverdienst an, bevor sie auf den Browser des Anwenders kommen. Die Originalbrowser, zum Beispiel die der Nokia N- oder E-Serie, können da weit mehr.

Dieses Produkt ist nicht neu. Solche Angebote gab und gibt es auch bei anderen Anbietern. Das einzig neue ist hier die Zwangsverknüpfung mit dem Vodafone-Browser. Und die macht die Sache noch weniger sexy, als sie sowieso schon ist.

  • Wer das Handy 2.0 trotzdem haben will: Hier geht’s zu Vodafone.
  • Opera Mini ist kostenlos und läuft auf sehr vielen Mobiltelefonen unabhängig vom Anbieter.

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1 Kommentar

  1. Dominik
    schrieb am 8. Juni 2007 um 08:40 Uhr (#)

    Also macht Vodafone jetzt quasi das, was sich O2 seit Jahren “Wap Flat” nennt? Ich bin überwältigt ;-)

    Dann doch lieber für 10 Euro im Monat ein uneingeschränktes UMTS und/oder GPRS Volumen von 200MB – für’s surfen auf dem Handy/PDA und den ganzen Web 2.0 Krams sollte das locker reichen.
    Und für diejenigen die mehr Traffic brauchen gibt es den 5GB Traffic Tarif – für nur 25 Euro. Finde ich nicht unbedingt zuviel verlangt für eine “Quasi-Flatrate”.

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