“Bamboo” erfindet den Stift neu

Hans Dorsch, 16. Mai 2007 09:51 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Werden wir alle unsere Computer mit dem Stift bedienen? Werden wir die versteckten Möglichkeiten nutzen, die Microsoft in Windows eingebaut hat? Werde ich nach Jahren wieder Freudentränen weinen über jedes Wort, das die Handschrifterkennung erkennt?

wacom-bamboo.jpg
(Kunststoff ist das neue Bambus)

Wenn es nach Wacom geht schon, denn Wacom nennt das Gerät mit Absicht nicht Grafiktablett, sondern Stifttablett und hat auch eine Erklärung für den Namen parat.

Bamboo heißt das Ding, weil die ersten Zeichenstifte in China aus Bambus (mit einer Spitze aus Tierhaaren) hergestellt wurden. Und dieser Stift diente dem Hersteller als Vorbild.

Mit Bamboo erfindet Wacom, der führende Hersteller von Stifttabletts und Interactive Pen Displays, den Stift nun neu für das 21. Jahrhundert.

Das sind große Worte, und ob das kleine digitale Tablett tatsächlich einmal die Nachfolge seines flexiblen analogen Vorgängers antreten kann, wird sich erst noch zeigen. Vielleicht schon bald in einem Test. Wir haben schon ein Testexemplar bestellt.

Wacom sagt, das Tablett sei ideal für handschriftliche Eingaben, zum Skizzieren und Markieren oder zum Navigieren im Web. Zeichnen soll man aber immer noch damit können. Unter Windows Vista (und mit Zusatzsoftware auch unter XP) kann man zum Beispiel Office-Anwendungen verwenden. Unter Mac OS X kann man endlich wieder die phantastische Schrifterkennung des Newton nutzen, um mit Inkwell handschriftlich Text eingeben und diesen zum Löschen einfach durchstreichen.

Hier kurz die technischen Daten für alle Interessierten:

  • 16:10-Format 14,7 × 9,2 cm
  • Touchring zum Zoomen und Scrollen (leuchtet blau)
  • Nicht aus Bambus, sondern aus schwarzem Kunststoff
  • Für Vista und Mac OS X
  • zirka 100 Euro teuer

Link zur unübersichtlichen und langatmigen hübsch animierten Bamboo-Website.

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