Samsung Blackjack im Test:
Die Funktionen
Teil II des Testberichtes über das schwarze Smartphone “Ultra Messaging” bzw. “BlackJack” von Samsung: Die Funktionen. Teil I befasste sich mit dem Gerät selber.
Edit: Unser Testgerät war ein Samsung BlackJack (US-Modell von Cingular) – hierzulande wurde vor einigen Wochen das fast baugleiche SGH-i600 Ultra Messaging auf den Markt gebracht, was mir leider erst nach der Veröffentlichung aufgefallen ist. Im Unterschied zum BlackJack verfügt dieses allerdings über eine Zweitkamera auf der Gerätevorderseits sowie (jetzt kommts) WiFi. Ansonsten ist beim Ultra Messaging jedoch alles gleich wie beim BlackJack. Insofern ist es nicht allzu abwegig, hier auch von einem Test des SGH-i600 Ultra Messaging zu sprechen. Deshalb habe ich im folgenden Bericht (wo es angebracht war) einfach “BlackJack” durch “Ultra Messaging” ersetzt und weitere Edits, damit der Text auch noch lesbar bleibt, nicht durchgestrichen.
Da dem UltraMessaging Windows Mobile zu Grunde liegt, unterscheidet sich die Menuführung nicht stark von derjenigen anderer Smartphones. Ich persönlich kann mich nicht für Windows Mobile erwärmen. Es ist einfach alles zu kompliziert aufgebaut und erinnert zu stark an Windows und zu wenig an ein Handy.
Ich will nicht drei bis vier Mal einen Knopf drücken müssen, bis ich ein SMS schreiben kann, und Wecker habe ich auch schon einfachere gesehen. Zudem finde ich ein Startmenu, welches man nicht individuell konfigurieren kann, äusserst unpraktisch, und auch die zur Auswahl stehenden Optionen für den rechten Softkey sind eher mager (“SMS schreiben” wäre zum Beispiel mein Wunschkandidat). Klar funktioniert die Synchronisation mit dem PC (bzw. einem Exchange Server) deutlich reibungsloser, wenn auf einem Smartphone auch Windows läuft. Aber: ActiveSync ist ja eine coole Sache und synchronisiert eigentlich die meisten Daten problemlos. “Die meisten” ist aber ein bisschen zu sehr relativ. So wurden zum Beispiel bei der ersten Synchronisation die Kontakteinträge meines besten Freundes sowie meiner Mitbewohnerin in Outlook gelöscht, was alles andere als lustig ist (man könnte nun argumentieren, dass ich die Adresse meines besten Freundes und vor allem diejenige meiner Mitbewohnerin wohl eh kenne, aber nervig ist es trotzdem).

Mühsam: Das Startmenu ist fix vorkonfiguriert und kann nicht den eigenen Wünschen entsprechend angepasst werden. Zudem kann man nicht einfach durch alle Programme hindurchscrollen, sondern muss mit “More” weiterblättern.

Charmant: empfängt man ein SMS, wird das Kontaktfoto angezeigt (noch viel charmanter: meine Mitbewohnerin lädt mich an eine Grillparty bei mir zu Hause ein …)
Softwaremässig sind die “usual suspects” vorhanden: Outlook, Internet Explorer, Mobile Media Player sowie der Picsel Document Viewer. Letzterer erlaubt es, Office Docs sowie PDFs anzuschauen. Bearbeiten liegt jedoch nicht drin, was mich persönlich nicht so stört, für Business-User jedoch ein Problem darstellen könnte. Use Case Nummer 1 wäre ja: Word File oder einer Powerpoint Präsentation per E-Mail empfangen (unterwegs natürlich), Datei kurz anschauen, gegebenenfalls bearbeiten und dann zurückschicken. Dabei geht es ja nicht darum, ein ganzes Strategiepapier auf dem Thumbboard einzutippen, sondern kleine Änderungen auch unterwegs vornehmen zu können. Leider konnte ich weder den installierten Feed Reader noch die Instant Messenger (AIM, MSN und Yahoo) testen, da ich mit dem BlackJack nicht aufs Internet zugreifen konnte (UMTS und EDGE hätten von den Frequenzen her eigentlich funktionieren sollen, ich konnte aber kein Verbindungsprofil importieren). Natürlich kann man auch weitere Programme nachinstallieren – dies funktioniert jedoch nur ziemlich harzig (anno dazumal auf meinem Palm Zire ging das jeweils viel reibungsloser). Der Media Player funktioniert zwar ohne Probleme, jedoch verfügt das BlackJack über keinen Kopfhöreranschluss. Will Musik nicht über den Lautsprecher hören, muss man entweder auf ein Bluetooth-Headset zurückgreifen oder aber Kopfhörer für den proprietären Pseudo-USB-Port kaufen.

Ein PDF im Picsel Document Viewer
So lange man bloss Schnappschüsse machen will, macht die 1.3 Megapixel Kamera keine schlechten Bilder. Vor allem in Sachen Schärfe und Farben wäre noch Verbesserungspotenzial vorhanden.
Testbild Outdoor
Beim Telefonieren ist die Sprachqualität wirklich sehr gut, sobald man aber die Lautsprecherfunktion verwendet, gehts bachab (dies ist aber nichts neues). Gemäss Samsung sollte eine Akkuladung für bis zu elf Tage Standby reichen. In meinem Test war jedoch nach drei Tagen (nach knapp zwei Stunden Telefonieren und circa 30 SMS) Schluss. Cool ist jedoch, dass ein zweiter, leistungsstärkerer Akku fix zum Lieferumfang gehört (da der etwas dicker ist, muss man auf der Rückseite eine andere Abdeckung installieren, was jedoch nicht gross stört). Aufladen kann man die Akkus entweder ganz normal via Ladegerät oder via USB (endlich!). Zudem legt Samsung auch noch ein “externes” Ladegerät bei, womit man einen Akku aufladen kann, ohne ihn im Handy eingelegt haben zu müssen.
In den USA kostet das BlackJack ohne Vertrag knapp $500, also umgerechnet gut ?350. Hierzulande kostet das Ultra Messaging ohne Vertrag um die ?430. Dies ist eigentlich nicht so viel Geld (ein Nokia E61i kostet ohne Vertrag um die ?500), ob sich die ?80 Differenz bloss durch WLAN und einer Zweitkamera für Videotelefonate erklären lassen, sei jedoch dahingestellt. Ich persönlich bin etwas hin und her gerissen: einerseits ist das Thumbboard ein grosses Plus – andererseits ist Windows Mobile einfach “too much” für ein Handy. Eine definitive Kaufempfehlung kann ich also nicht aussprechen, vom Kauf abraten kann ich jedoch auch nicht.
Added Value:
Samsung BlackJack
Samsung Ultra Messaging
























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Ja, die Sache mit den Klicks und Tipps. Was die Qualität der Organiserfunktionen angeht, ist der Treo mit PalmOS immer noch unschlagbar. Punkt.
Leider ist der Rest des PalmOS mittlerweile so hoffnungslos veraltet, dass selbst Palm es wohl nur noch aus Sentimentalität einsetzt. Aber mal im Ernst. Palm kann kein Multitasking. Man kann also praktisch immer nur eine Anwendung gleichzeitig laufen lassen. Deshalb gibt es den Treo 680 wohl auch nicht mit UMTS ? telefonieren und E-Mail empfangen gleichzeitig könnte zwar UMTS, kann aber PalmOS nicht.
Mein aktueller Kompromiss: Nokia E61.
Es sollte beachtet werden, dass das SGH-i607 bzw. BlackJack in Deutschland gar nicht erhältlich ist. Hier in Deutschland wird das baugleiche SGH-i600 verkauft, welches unter anderem WLAN bietet. Verkauft wird es übrigens seit dem 26. April 2007.
Danke – das haben wir auch gerade bemerkt (ich habe mir an der CeBIT sogar das Ultra Messaging i600 angeschaut und es auch fotografiert). Irgendwie ist mir dies jedoch durch die Lappen gegangen. Die Posts werden noch editiert …
Hi,
tja hättest mal die anleitung sowie das i600 vom deutschen markt testen sollen ;-)
dein test ist unzureichend. zu mal du es noch nicht mal geschafft hast es für netz zu konfigurieren.
nun gut .. mag daran liegen das du das amerikanische hattest.
wie auch immer .. dein test is kein test.
die navigation des menüs lässt sich nicht nur auf der startseite anpassen. es gibt auch andere optionen.
darüber ergibt sich sich die navigation logisch und schnell (wheel taste rechts ;-)
durch manuelles an-ausschalten des umts services erhöht sich übrigens deutlich die laufzeit. umts ist grundsätzlich ein stromfresser und muss auch nur bei bedarf zugeschaltet werden ;-)
na ja .. das waren nur so einige punkte.
zu sagen bleibt –> sorgfältiger testen .. wäre mein tipp..
Ohne da jetzt allzu fest Ausreden präsentieren zu wollen (eine eigene Meinung zu haben, ist schliesslich dein gutes Recht), aber wenn wir ein Testgerät kriegen, lehnen wir meistens nicht ab. Mit dem BlackJack haben sich halt einige Schwierigkeiten ergeben, weil es sich nicht bloss um ein US-Handy handelte, sondern vor allem weil es die Cingular-Version war. Die Internet-Einstellungen, welche die Swisscom für das SGH-600 zur Verfügung stellt, funktionierten auf dem BlackJack nicht, insofern konnte man dies nicht testen.
Bezüglich Navigation: entweder kann man es tatsächlich nicht anpassen, oder die Optionen sind so gut versteckt, dass ich sie auch nach einer Woche noch nicht gefunden hatte. Zudem finde ich die Navigation alles andere als “logisch und schnell”, aber das ist meine persönliche Meinung.
die navigation und registry anpassungen sind jedoch auf dem blackjack wie auch auf dem deutschen gleich.und vieles ist leider WM bedingt.
–> phm editor drauf und anpassen.
um diverse us settings zu ändern geh in den admin mode. das pw für die änderung der pre-settings lautet *#81230*#
es lässt sich auch der font cache anpassen.. (WM tweak). das macht die menü´s ein wenig schneller.
versteh mich nicht falsch. ist mir schon klar, dass einiges nicht ging oder von dir getestet werden konnte..
finde den test dennoch recht oberflächlich.
da noch nicht mal alle features erwähnt wurden. zb RSS reader
ob du diese testen konntest oder nicht.
es gibt ja schließlich ;-)
alles in allem läuft das gerät überraschend gut. auch wenn der prozessor zunächst anderes vermuten lässt. aber bisher das einzig mir bekannte smartphone mit diesen features in dieser größe.
der nachfolger wird ca. okt.2007 kommen – leistungsstärker und mit gps onboard.
ps : aber deine mitbewohnerin ist in der tat sweet ;-)
Könntest Du nicht ab und zu ein japanisches Handy testen? Die funktionieren bei uns zwar nicht, sehen aber sehr nett aus? :D