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Mist - hab das Nokia N800 verpasst

Von Peter Sennhauser am 5. Mai 2007 um 15:47 Uhr Kommentare (1)
Kategorien: Media-Player, Mobil, Portables, WLAN

Leider hats heute in San Francisco nicht geregnet. Sonst hätte ich das N800 nächste Woche anfassen dürfen.

Der Internet-Backstein von Nokia wurde nämlich heute in einer Wired-Promoaktion am Unionsquare vorgeführt. Und ich hab den Termin vergessen - weil ich ihn nur in mein Notizbuch geschrieben habe?

Jedenfalls hätte mich das Mini-Internet-Tablett interessiert - obwohl es, wie ich nach ersten Begeisterungsstürmen feststellen musste, kein Mobiltelefon ist.

Ich habe inzwischen auch rausgefunden, wo die Kamera für Videokonferenzen via Wifi angebracht ist: Als Pop-Out auf der linken Gehäuseseite, Damian.

Die Eingabemöglichkeiten auf dem 800*480-Pixel-Touchscreen scheinen gut gewählt - vom Stylus-Keyboard über ein Vollflächen-Fingerkeyboard bis zur Handschriftenerkennung ist alles drin. Ich würde mir zum Bloggen unterwegs aber wohl dennoch ein Bluetooth-Keyboard wünschen.

Genau für diese Leute scheint das Gerät ausgelegt zu sein: Blogger. Oder jedenfalls Menschen, die nicht mehr ohne Internet leben können.

Neben Browser, Email- und RSS-Client und VOIP-Funktionalität ist das Gerät offenbar vor allem ein Mediaplayer. Mir würde sowas heute noch nicht reichen, und deshalb frage ich nach dem Betriebssystem - vielleicht gibts ja Erweiterungen.

Gibts. Auf Maemo.org, einer Open-Source-Gruppenwebseite, die “Internet-Tablets von Nokia und anderen Linux-basierten Geräten” gewidmet ist. Zu der verlinkt Nokia offiziell, und dort ist auch zu lesen, dass die Finnen den Gratis-Entwicklern 500 N800 zum Discount-Preis von 99€ verkaufen. Offensichtlich hat hier ein Grosshersteller geschnallt, was andere wie MySQL oder Wordpress längst wissen: Am schnellsten wächst ein Produkt, wenn es der OpenSource-Gemeinde gefällt.

Wie gesagt: Ich hab das N800 noch nicht in den Fingern gehabt. Aber ehrlich gesagt: Linux hin, OpenSource her - Ein solches Gerät ohne Mobiltelefonteil und Wimax beult mir vorerst noch keine Jackentasche aus. Und schon gar nicht, wenn’s von Haus aus grade mal 512MB Memory mitbringt.

Allerdings habe ich nur den Termin am Union Square, Ost-Ende, von heute verpasst. Am 15 Juni hätte ich noch eine Chance. Gleiche Zeit, gleicher Ort. Augenblick - fast gleicher Ort: Union Square, Ost-Ende. Diesmal aber in New York.

Das ist das praktische an amerikanischen Städten. Sie haben alle einen Broadway und einen Union Square.

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