San Francisco - LA in 60 Minuten…

Peter Sennhauser, 4. April 2007 08:59 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Ich bin sicher, das hier ist längst über alle Europäischen TV-Sender gegangen: Frankreichs TGV hat den Geschwindigkeitsrekord für Überland-Züge mit 574.8 Stundenkilometern gebrochen. Dass dafür spezielle Loks und eine eigens präparierte Strecke ausserhalb von Paris nötig waren, ist Nebensache.

Wirklich. Denn was mich hat nachlesen lassen, war Gizmodos Zusatz, wonach Arnold der Österreicher eine Delegation zu dem Rekordversuch geschickt hat, die ihm im heimischen Sacramento (wohin der Goubernator jeweils per Jet von Los Angeles pendelt) Bericht erstatten sollen - Kalifornien träumt nämlich seit Jahren von einem Hochgeschwindigkeitszug.

Und mich macht das ganz kribbelig: Bei dem neuen Rekordtempo würde die Zugreise von San Francisco nach LA etwas mehr als eine Stunde beanspruchen. Heute dauert die Fahrt mit Amtrak nach Fahrplan glaub rund 9 Stunden und in Realität meistens etwa 12. Eine Stunde braucht der rostige “Caltrain” von San Francisco nur schon ans Südende der Bucht nach San Jose. Dann wiederum bemerkt ein Kommentator wohl ganz zu recht: “Erdbeben, Superschnellzug - Hochgeschwindigkeit, Erdbeben - irgendwas passt da nicht so ganz.” Mist. Stimmt.

Und dann gibts da noch einen gedanken: Wenn die Franzosen überland 575 kmh hinkriegen, wie schnell wird dann wohl erst die “Swissmetro” in ihrer Vakuum-Röhre von Genf nach Zürich sein? 10 Minuten, vorausgesetzt, die Bahngesellschaft verzichtet auf den Halt in Bern…

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6 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Pavlov

    schrieb am 4. April 2007 um 09:18 Uhr (#)

    Dann wiederum bemerkt ein Kommentator wohl ganz zu recht: ?Erdbeben, Superschnellzug - Hochgeschwindigkeit, Erdbeben - irgendwas passt da nicht so ganz.? Mist. Stimmt.

    Mist? Stimmt nicht, Japan!

  2. Peter Sennhauser

    schrieb am 4. April 2007 um 09:21 Uhr (#)

    Stimmt.

  3. Chregi

    schrieb am 4. April 2007 um 13:32 Uhr (#)

    Googeln hilft: Ein Zitat aus der Klett Geographie Infothek:
    “Japan wird relativ häufig von Erdbeben heimgesucht. Deshalb werden Bauwerke schon seit längerer Zeit erdbebensicher ausgelegt. So auch die Shinkansen-Trassen. Nahen Erdbebenwellen heran, wird in den betroffenen Leitungen sofort der Strom abgeschaltet, der Zug leitet daraufhin eine Notbremsung ein.”

    Das erinnert mich gerade auch ein bisschen an die heimische SBB. Da passiert das Gleiche, nur ohne Erdbeben :-0

  4. Marcel Marchon

    schrieb am 4. April 2007 um 21:51 Uhr (#)

    Ja, eine der kalifornischen Parlamentsabgeordneten war sogar im Zug mit dabei: http://trainblog.com/2007/04/california-legislator-fiona-ma-was-onboard-the-record-setting-tgv/

  5. Marcel Marchon

    schrieb am 4. April 2007 um 21:56 Uhr (#)

    PS. Guckst Du mal hier: http://www.cahighspeedrail.ca.gov/

    Die Planung ist ja schon sehr weit fortgeschritten, jetzt fehlen nur noch ca $40 Milliarden Cash …

  6. Peter Hogenkamp

    schrieb am 6. April 2007 um 10:08 Uhr (#)

    Für “Sekundenbruchteile” war man auf 574.8. Und der ganze Zug habe geschwankt und geschlingert wie ein Schiff auf hoher See. Das würde ich noch nicht direkt auf eine Stunde Fahrt hochrechnen.
    Aber die 300 oder so, die die SBB neulich auf der Neubaustrecke zwischen Bern und Zürich mit einem deutschen Spezial-ICE gefahren sind, sind doch auch nicht übel.


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