Dell-Rechner mit Linux

tuxWie der US-Computergigant bekanntgegeben hat, sollen in Zukunft auch Computer ausgeliefert werden, die Linux vorinstalliert haben. Dell hat jedoch weder die in Frage kommenden Distributionen noch einen ungefähren Launchtermin bekanntgegeben. Zur Zeit steht nur fest, dass in Zukunft sowohl Desktop-PCs als auch Notebooks mit Linux-Power erhältlich sein werden. Die Idee, Linux als Option bei der OS-Wahl anzubieten, ist mit sehr deutlichem Vorsprung seit einiger Zeit auf dem ersten Platz bei IdeaStorm anzufinden. Dabei handelt es sich um eine Plattform, auf der Dell-Kunden ihre Wünsche äussern können. Zudem hat Dell in ihrem Direct2Dell-Blog eine Umfrage durchgeführt, an welcher über 100’000 Leute teilgenommen haben. Anscheinend haben mehr als 70% der Befragten gesagt, dass sie einen Dell Computer mit Linux sowohl zu Hause als auch im Büro einsetzen würden. Auch wenn diese Zahlen ziemlich eindrücklich sind, glaube ich irgendwie nicht, dass diese Befragung repräsentativen Charakter hat. Da nehmen doch eh primär Linux-affine User teil, welche das Resultat dann nach oben “verfälscht” haben. Insofern glaube ich nicht, dass ein Normalo-User bloss deswegen auf Linux umsattelt. Für den Linux-Freak gibt es aber natürlich schon Vorteile: da Dell sicherstellen wird, dass in Sachen Hardware und Treiber alles rund läuft, muss der Enduser weniger rumbasteln (wobei viele Leute das ja angeblich gerne machen). Dies dürfte auch der deutlichste Vorteil gegenüber den n-Series sein, welche Dell heute schon ohne OS ausliefert (sprich, man kann sich selber was draufladen). Prinzipiell finde ich den Open-Source Gedanken ja super und begrüsse es auch, wenn die ganze Sache nicht mehr so kompliziert abläuft. Aber auf Linux werde ich wohl nie umsteigen – sorry Tux!

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7 Kommentare

  1. Sam
    schrieb am 29. März 2007 um 09:13 Uhr (#)

    Für den Linux-Freak gibt es aber natürlich schon Vorteile: da Dell sicherstellen wird, dass in Sachen Hardware und Treiber alles rund läuft, muss der Enduser weniger rumbasteln

    Genau deswegen ist das gut für NICHT-Linux-Freaks. Die Tatsache, dass alles läuft ohne Basteln wird definitiv Leute dazu bringen, umzusteigen. Niemand ist ja wirklich zufrieden mit Windows.

  2. atari
    schrieb am 29. März 2007 um 21:04 Uhr (#)

    “Aber auf Linux werde ich wohl nie umsteigen – sorry Tux!”

    Warum nicht?

  3. Schreibt hier auf dem Blog Peter Sennhauser
    schrieb am 30. März 2007 um 09:34 Uhr (#)

    Gute Frage, Atari, und wenn ich könnte, ich wollte eh meinen ST512 zurück…
    Allerdings zweifle ich dran, dass Dells Marktmacht ausreicht, Hersteller von Peripherie dazu zu bringen, endlich entweder Treiber für Linux zu schreiben oder wenigstens die nötigen Informationen offenzulegen, damit die Open-Source-Gemeinde das selber machen kann. Ich würde längst Linux nutzen, wenn ich meine ganze Peripherie brauchen könnte. Aber bei jedem gerätekauf zuerst mühsam abklären, obs dafür einen Linux-Treiber gibt, ist mir zuviel.
    Viel eher könnte man damit rechnen, dass der OLPC längerfristig die Hersteller dazu bringt, ihr Zeug auch für Linux aufzubereiten – wenn Millionen von Kids in Afrika, Südamerika und anderswo anfangen, die Möglichkeiten ihrer Geräte auszuloten.

  4. Schreibt hier auf dem Blog Damian Amherd
    schrieb am 30. März 2007 um 10:17 Uhr (#)

    Mir geht es genau gleich wie Peter. Ich habe vor ein paar Wochen mal mit Ubuntu rumgespielt und fand es prinzipiell wirklich cool, mag aber inzwischen ich nicht mehr gross rumspielen und auf Treibersuche gehen. Zudem bin ich auf gewisse Programme wie Lotus Notes, Dreamweaver oder InDesign angewiesen und mag auch dort nicht lange mit Emulation oder so rumspielen (und zwei OS parallel ist mir auch zu umständlich).

  5. Sam
    schrieb am 30. März 2007 um 18:55 Uhr (#)

    OLPC wird doch wegen fehlender Kaufkraft nicht wirklich grosse Veränderungen im Peripheriebereich bringen (denke ich).

    Mir geht’s ja im Prinzip ähnlich: ich habe externe Audiohardware, die wohl sicher nicht unter Ubuntu ohne Fummeleien funktionieren wird. Und die Welt ist mittlerweile soweit (jetzt, wo auch meine Grosi auf der Kanalinsel Jersey skypt) dass die Geeks nur noch einen Bruchteil der Users ausmachen. Was gut ist – vieles wird intuitiver. Es gibt auch immer mehr Ex-Geeks, die einfach nicht mehr Monate ihres Lebens dem PC verkaufen wollen. Da muss Linux (aber auch Vista) wirklich noch einige Schritte tun.

    Ja, da war noch mein Adobe Photoshop und Cubase SX3 – die laufen dann auch nicht mehr… aber Dell könnte da einen Stein ins Rollen bringen. Es gibt ja immer mehr unzufriedene Windows-Users hier draussen.

  6. Schreibt hier auf dem Blog Damian Amherd
    schrieb am 30. März 2007 um 18:57 Uhr (#)

    ich bin sicher einer davon, tendiere aber irgendwie eher in Richtung Apfel :-)

  7. popei
    schrieb am 23. Januar 2008 um 19:04 Uhr (#)

    Linux ist auf alle fälle eine coole Komboination, was man sicherlich ändern müsste ist eben die diskussion der kompatibilität der geräten oder Softwares zu linux. Ser Viele hersteller gehen davon aus das User entweder mit Microsoft oder zu Macintosh arbeiten. Dabei gibt es User wie die Linux User die weder das noch jenes brauchen, und doch schwierigkeiten haben zusätzliche wichtige Software oder Hardwares zu finden die sie benötigen können.

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