Suche Xbox, biete Pistole
Um die Gang-Kriminalität in Mexico City in den Griff zu bekommen, hat sich die lokale Polizei ein spezielles Programm ausgedacht: Schusswaffen können gegen PCs oder Xbox’s eingetauscht werden.
Der Bürgermeister von Mexico City, Marcelo Ebrard, ist zwar erst seit letztem Dezember im Amt, gibt in Sachen Verbrechensbekämpfung aber bereits Vollgas. Während im Februar Sondereinsatzkommandos das Barrio “Tepito” gestürmt und dabei einen als Drogenhölle bekannten Gebäudekomplex eingenommen haben, setzt er nun auf eine, sagen wir mal, eher diskursorientiertere Politik. Seit gestern läuft in besagtem Barrio nämlich eine Aktion, welche den Umtausch von Schusswaffen gegen von Microsoft gesponserte Geräte ermöglicht. Ist man bereit, sein Maschinengewehr einzutauschen, winkt einem ein PC inkl. Microsoft Software im Wert von knapp ?600. Für kleinere Waffen wie zum Beispiel Pistolen kriegt man eine Xbox (so wies scheint nicht die 360). Bislang wurden 17 Waffen umgetauscht. Dies wirkt auf den ersten Blick nicht gerade überwältigend, aber immerhin sind es … 17 Waffen. Dennoch wage ich irgendwie zu bezweifeln, dass das Programm ein grosser Erfolg werden wird. Gangmitglieder gehören meist wohl nicht gerade zu den vermögendsten Bürgern von Mexico City und mit einer Xbox alleine ist es ja noch nicht getan. Man benötigt ja auch Spiele und die werden sich die meisten wohl nicht leisten können. Aber dennoch – wie wir in der Schweiz zu sagen pflegen: “nützts nüt, so schadts nüt”.























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Achtung, total politisch inkorrekter Kommentar: Ob es eine gute Idee ist, skrupellosen jugendlichen Gangstern gegen verrostete Revolver einen PC zur Verfügung zu stellen, wage ich angesichts der Megabyte grossen Logfiles meiner Firewall zu bezweifeln: Stundenlang versuchen da vornehmlich Clients aus Brasilien, Mexico, Belize und Russland via Brute-Force Passwortattacken in mein Netzwerk zu kommen.