Apple TV im Test, Teil 1:
Die Hardware
Bei der spektakulären Steve-Jobs-Show im Januar ging vor lauter iPhone-Hysterie das zweite neue Apple-Produkt fast etwas unter: Apple TV, die Multimedia-Box, die den PC bzw. Mac mit dem Fernseher verbindet. Auf das iPhone müssen wir noch ein paar Monate warten, aber den Apple TV gibt es seit letzter Woche zu kaufen. Zeit also für einen ausführlichen Test des multimedialen Wunderkästchens.
Auf den ersten Blick ist die Funktionalität dieser kleinen Set-Top-Box recht begrenzt. Sie hat eigentlich keine andere Aufgabe, als Content (Video, Audio, Bilder) vom PC auf den Fernsehschirm bzw. die Stereoanlage zu bringen. Damit soll sie also nicht einen vollwertigen Media-Center-PC ersetzen, sondern stellt eine Kompromisslösung für multimedialen Mediengenuss dar.
Ähnliche Produkte gibt es ja nun von anderen Herstellern schon länger. Aber wer sich schon mal mit einer dieser Lösungen herumgeärgert hat, weiss: Da ist noch viel Raum für Verbesserungen. Und Apple wäre nicht Apple, wenn bei dieser neuen Set-Top-Box nicht alles etwas einfacher gehen würde als bei der Konkurrenz.
Wie immer bei Apple kommt auch dieses Produkt in stilvoller Verpackung daher.
Wie praktisch alle Apple-Geräte ist auch der Apple TV einfach schön anzuschauen. Die kompakte Box wirkt edel verarbeitet und fällt garantiert auch in durchgestylten Wohnzimmern nicht negativ auf.
Der Verpackungsinhalt ist ausgesprochen überschaubar. Da ist natürlich das eigentliche Gerät, dazu eine der bekannten supersimplen Apple-Fernbedienungen und eine kurze Bedienungsanleitung sowie ein Stromkabel. Das war’s auch schon. Wer auf Video- und Audiokabel hofft, wird enttäuscht.
Das ist zwar unschön, aber angesichts der vielfältigen Anschlussmöglichkeiten einigermassen verständlich. Um alle Kombinationen abdecken zu können, müsste eine ganze Menge Kabelmaterial mitgeliefert werden, was natürlich den Preis unnötig hochtreiben würde. Darum beim Apple-TV-Kauf nicht vergessen: Kabel gleich mitbestellen.
Der Apple TV hat Ausgänge im HDMI-Format, Component Video und natürlich Stereo Audio. Ausserdem gibt es einen optischen Digitalaudioanschluss. Zum Internet verbindet sich das Gerät per Ethernet-Kabel oder drahtlos per WiFi, wobei bereits der neue, schnelle 802.11n-Standard zur Verfügung steht, passend zum Apple AirPort Extreme. Auch vorhanden ist ein mysteriöser USB-Anschluss, der laut Apple nur zu Servicezwecken genutzt wird. Wie immer jagen sich aber schon die Gerüchte, welche Erweiterungen dereinst an diesen Port angeschlossen werden könnten.
Offiziell werden laut Apple nur Breitbildschirm-Fernseher (16:9) unterstützt, nach anderen Aussagen läuft das Gerät aber auch an einigen älteren 4:3-Glotzen mit Component-Eingang. Für idealen Multimedia-Genuss empfiehlt sich so oder so ein High-Definition-Fernseher, denn der Apple TV liefert ein HD-Signal bis zu 1080i. Ursprünglich hatte Apple nur 720p angekündigt, aber das ausgelieferte Gerät beherrscht auch die höhere Auflösung.
Der Apple TV enthält eine 40GB-Harddisk. Im Gegensatz zu vielen Konkurrenzprodukten, die ganz auf Streaming vom PC setzen, speichert der Apple TV alles auf seiner Harddisk zwischen, um eine reibungslose Wiedergabe sicherzustellen. Zudem kann der Apple TV so auch Content wiedergeben, ohne dass der PC eingeschaltet sein muss. Im Innern tut ein nicht näher spezifizierter Intel-Prozessor seinen Dienst, und man kann zumindest vermuten, dass mit der ersten ausgelieferten Softwareversion die potentiellen Möglichkeiten noch nicht ausgeschöpft sind.
Im nächsten Teil: Anschliessen und Konfigurieren.
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(26. März 2007 21:06)
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