CeBIT Standtour:
Sony Ericsson
Am riesigen Messestand der schwedisch-japanischen Handyfirma gibt es nebst dem K810 und dem nigelnagelneuen W660 vor allem einen Star: das hauchdünne W880.
Auf den Besuch des Sony Ericsson Standes habe ich mich am meisten gefreut. Schliesslich war ich viele Jahre lang Besitzer eines dieser schwedisch-japanischen Handys, und seit ich das Nokia 6233 habe, bin ich mir absolut sicher, dass mein nächstes Handy wieder von Sony Ericsson sein wird. Oder anders ausgedrückt: Ich bin ein Sony Ericsson Fan. Am runden Stand in der Halle 26 stört zwar der DJ beziehungsweise dessen viel zu laute Musik, aber ansonsten ist der Messeauftritt von Sony Ericsson hübsch gestaltet und mit viel kompetentem Personal besetzt. Irgendwie ist es erfrischend, ausnahmsweise mal Röcke zu sehen, welche übers Knie gehen, deren Trägerinnen einem dafür auch etwas tiefer gehende Fragen (zum Handy natürlich) beantworten können. An verschiedenen kleinen Inseln kann man sich die Handys aus der Nähe anschauen und etwas auf ihnen herumdrücken. Beim W880 liegen sogar Kopfhörer bereit, mit welchen man die Musikfunktionen des Walkman-Handys testen könnte. Da die “Umgebungsmusik” von besagtem DJ jedoch so laut ist, muss man hier die Lautstärke schon ziemlich aufdrehen, um überhaupt was zu hören.
Als erstes Handy schaute ich mir das K810 an, welches (wie es die Nummerierung vermuten lässt) der Nachfolger des äusserst populären K800 ist (das wir ja auch schon mal kurz getestet haben). Eigentlich wurden nur kleine Details verändert, welche jedoch nichtsdestotrotz das Handy noch attraktiver machen. So gehört nun zum Beispiel ein 128MB Memory Stick fix zum Lieferumfang. Ferner wurden die Tasten etwas anders designt, was den Vorteil hat, dass nun im Kameramodus die Zweitbelegung der Tasten aufleuchtet (siehe Bild unten). Auch wenn man’s auf den ersten Blick nicht denken würde: Tippen ist mit diesen Tasten kein Problem. Zudem wurde die Kameraabdeckung etwas anders gestaltet, wodurch das K810 einen halben Zentimeter dünner ist als das K800 (17mm statt 22mm). Wie von den Cyber-shot Handys bekannt, sind die geschossenen Fotos wirklich absolute Spitzenklasse (weiter unten hat es ein von mir mit dem K810 geschossenes Foto). Die 3.2-Megapixel -Kamera sollte wirklich den meisten Ansprüchen genügen. Geblieben ist natürlich das 2-Zoll-Display mit QVGA-Auflösung. Leider wird auch das K810 noch mit einem Joystick gesteuert, aber der Sony Ericsson-Typ hat mir versichert, dass man das Problem mit dem Joystick erkannt hat (scheinbar mussten Tausende von K600 und K700 ausgetauscht werden) und die Technologie deutlich verbessert hat. Hoffen wir mal, dass das stimmt, denn das K810 ist wirklich ein Klassehandy.
Ausgeklügelt: Wenn das K810 im Kameramodus ist, leuchten diese Symbole auf und zeigen die Zweitbelegung der Tasten 1,4,7 und * (von links nach rechts: Album, Makro/Unendlich, Selbstauslöser und Blitz) auf.
Nützlich: Im BestPic-Modus werden in kürzester Abfolge neun Bilder geschossen. So sollte es eigentlich keine Fotos mehr geben, wo jemand gerade die Augen geschlossen hat.
Dieses Foto wurde mit dem K810 in maximaler Auflösung (2048 x 1536 Pixel) geschossen.
Als nächstes widmete ich mich dem W660, welches erst zur CeBIT vorgestellt wurde (wobei es die Pressemitteilung lustigerweise nicht bis in meine Inbox geschafft hat). Das W660 ist von der Ausstattung und vom Aussehen her dem W610 ähnlich, welches ja erst letzten Monat von Sony Ericsson vorgestellt wurde.
Das W660 gibts in einem komischen Rot sowie in einem klassischen Schwarz
Im Gegensatz zum W610 muss man beim W660 jedoch auf einen Fotoblitz für die 2-Megapixel-Kamera verzichten. Dafür enthält das W660 eine Zweitkamera auf der Gerätevorderseite (für Videotelefonate), 16MB internen Speicher sowie UMTS. Ein 512MB Memory Stick gehört fix zum Lieferumfang. Die Tasten des eigentlich schicken Walkman-Handys sind jedoch deutlich zu klein. Dies betrifft nicht so sehr den Ziffernblock, sondern viel eher die Steuerungstasten zwischen Display und Keypad. Ich hatte wirklich grösste Mühe damit, den richtigen Knopf zu erwischen.
Beim W880 sind diese Steuerungsbuttons zwar etwas grösser, dafür sind die Tasten des Ziffernblocks umso kleiner und auch etwas unvorteilhafter, wenn es darum geht, schnell zu tippen.
Natürlich muss man auch hier nicht auf eine Kamera (2 Megapixel) verzichten, und da man mit den 16MB des internen Speichers auf keinen grünen Zweig kommt, gehört ein 1GB-Memory-Stick-Micro gleich zum Lieferumfang dazu. Beim W880 finde ich das Design absolut überzeugend. Das Metallgehäuse gibt dem Handy einen coolen Look und bei einer Dicke von 9.4mm gibt’s wirklich nichts zu meckern.
Auch wenn die Walkman-Handys sicherlich grosse Fortschritte gemacht haben, irgendwie kann ich mich nicht so richtig damit anfreunden. Einerseits finde ich die Software Disk2Phone (mit dieser überträgt man die Musikfiles auf das Handy) alles andere als toll und irgendwie finde ich es mühsam, dass man die Kopfhörer über einen Adapter einstecken muss. Zudem ist es mir einfach zu schade, den Handyakku mit Musikhören zu belasten. Wenn mein iPod keinen Saft mehr hat, kann ich damit leben, aber wenn meinem Handy die Puste ausgeht, kann das je nach Situation ziemlich mühsam sein.





























Artikel per Feed
Artikel per E-Mail
Artikel bei Twitter
Facebook-Seite
Foursquare
Flickr-Profil





