CeBIT-Standtour:
Polycom – High-End Videoconferencing
Polycom präsentiert an der CeBIT eine Videokonferenzlösung in High-Definition.
Mir persönlich ist Polycom ja eigentlich erst seit dem Communicator ein Begriff. Im professionellen Voice- und vor allem Videoconferencing-Bereich hat sich Polycom jedoch schon längst als Key Player etabliert. Hier an der CeBIT hat Polycom einen verhältnismässig kleinen Stand und präsentiert eigentlich auch nur ein einziges Produkt – dieses hat es dafür aber wirklich in sich. Mit dem HDX 9002 bzw. 9004 Videoconferencing-Setup kann man Videokonferenzen in HD-Qualität (maximale Auflösung von 1280 x 720 Pixel) durchführen. Prinzipiell besteht das System (pro Konferenzzimmer) aus einem oder zwei Flatscreens, einer HD-Kamera, einem 360°-Mikrofon sowie einem Computer, welcher die ganze Sache steuert (dieser läuft zur Zeit noch auf einem UNIX-Derivat, spätere Versionen werden auf einem “anderen Betriebssystem” laufen). Die Kamera kann man natürlich per Fernbedienung steuern und zoomen (auch bei maximalem Zoom sind die Bilder noch gestochen scharf – echt beeindruckend). Auf den Flatscreens kann man dann wahlweise das eigene Bild, die Aufnahme der Kollegen im Konferenzzimmer in Übersee oder einen anderen Bildinput (zum Beispiel eine Powerpoint-Präsentation via VGA-Kabel) anzeigen lassen. Je nachdem erfolgt die ganze Sache dann in Splitscreens oder auf den Flatscreens im Vollbildmodus. Um das System halbwegs gescheit zu nutzen, benötigt man einfach mindestens einen Datendurchsatz von 1Mbit/s, bei grösseren Vorhaben gar 4Mbit/s. Kostenpunkt pro Konferenzzimmer: circa ?20’000. Dies mag zwar auf den ersten Blick teuer erscheinen, wenn aber dafür fünf Businesskaspers nicht mehrmals von Frankfurt nach London fliegen müssen, hat sich das System rasch amortisiert.

Die beiden Plasmas sind sogar zu breit für meine Digicam
Und was hat Polycom für uns Privatuser im Angebot? Leider nicht sehr viel. Gemäss Pressedame will sich Polycom wieder vollumfänglich den Geschäftskunden widmen und Lösungen für Privatanwender und Small-Office-Kunden, wie eben zum Beispiel den Communicator, in Zukunft nicht mehr entwickeln. Der Communicator soll aber nicht aus dem Angebot verschwinden und bald auch schon mit MSN und anderen IM/VoIP-Anbietern kompatibel sein (zur Zeit ist er ja “nur” Skype-zertifiziert). Die Kooperation mit Microsoft sei diesbezüglich schon am laufen.



















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