AirLaser macht 300 Mbit/s, mit Nebel-Backup

Peter Hogenkamp, 15. März 2007 18:06 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Das Lustige an der CeBIT ist immer, dass sich niemand gross Gedanken zu machen scheint, wie man die Aussteller nach Themen auf die Hallen verteilt. Zwar gibt es die grossen Überthemen wie “Communications” oder “Digital Equipment and Systems”, aber beide umfassen jeweils knapp zehn Hallen, also hunderte von Ausstellern.

So steht die Münsteraner Geek-Firma “CBL – Communication by Light Gesellschaft für optische Kommunikationssysteme mbH” in derselben Halle wie die consumer-lastige freenet, wenige Meter neben Zyxel und netlink.

Die Geräte sehen aber auch schon beeindruckend aus:

AirLaser

Aber das allein reichte nicht, sondern während ich an dem Stand vorbeilief, hörte ich eine Konversation, die mich innehalten liess. Der freundliche, etwas geekige Herr im Bild erläuterte gerade zwei Indern (leider nur mit der Nase auf meinem Schnappschuss), dass das System einen “Backup bei Nebel” habe.

CIMG1409

Sowas muss man sich natürlich etwas näher ansehen, auch wenn man es vermutlich nicht morgen (und auch nicht übermorgen) installieren wird.

Und tatsächlich: Der Laser strahlt mit bis zu 300 Mbit/s (auf der Website steht sogar 1250 Mbit/s, das ist etwa das 2000-fache von dem, was die meisten von uns als Internetanbindung zuhaus haben) zu der anderen, gleich aussehenden Kiste gegenüber. Und wenn’s neblig ist oder stark schneit, also die optische Verbindung unterbrochen ist, gibt es einen Fallback auf Richtfunk. Als “Endlich wetterunabhängiger Betrieb!” feiert man auf dem Web diese Errungenschaft. Ist auch nachvollziehbar, denn wer will schon plötzlich offline sein, wenn es schneit.

Auf der Website ist außerdem ein Screenshot des System Management Tools, das auch genauso aussieht wie etwas, das sich Typen ausdenken, die solche Laser entwickeln. Schön sieht man an den grünen Strahlen die Gesundheit des Haupt- und des Backup-Systems.

management airlaser

Will das jemand wissen? Nun, ich bin überzeugt, viele Mädels finden es total bizarr, wie man sich für sowas interessieren kann (es sei denn, sie gehören zu den vier weiblichen Technik-Fans, die ich kenne).

Jungs dagegen, wie wir und wie Matthias Kremp, der einen schönen Artikel über 21 Jahre CeBIT bei Spiegel Online (“Die goldene Nadel”) geschrieben hat, finden es eben cool. Das ist halt der kleine Unterschied, und deswegen werden die letzten 100′000 auch noch sehr lange an die CeBIT kommen, da bin ich völlig einverstanden mit Kremp.

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