Scharfschützen sollen GPS implantieren

Peter Sennhauser, 11. März 2007 03:55 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

“ID Sniper” der dänischen Firma Empire North ist ein Gerät zur Implantierung von GPS-Wanzen in Überwachungsopfer

 

Nette Aussichten. Demnächst werden staatliche und andere Spitzel ihren nichtsahnenden Opfern GPS-Tracking-Geräte einpflanzen können, ohne dass die etwas davon merken – mit einem gut gezielten Schuss aus der “ID-Sniper (TM) Rifle”.

Das unheimliche Scharfschützengerät ist ein halbautomatisches Gas-Gewehr mit Schalldämpfer und Digitalkamera: Die “markierte” Person wird während der Schussabgabe zugleich in hoher Auflösung fotografiert, damit die Schlapphüte angesichts der vielen Verdächtigen, die schon bald auf virtuellen Weltkarten als farbige Punkte auftauchen,nicht den Überblick verlieren. Ein zwölf-Schuss-Magazin sorgt dafür, dass der Schütze ganze Schulklassen markieren kann.

Die Opfer verspüren bei einem Treffer laut Hersteller nicht viel mehr als den Stich einer Mücke.

Genau genommen ist dieser Text insofern falsch, als das “Demnächst” überholt ist. Das Gewehr ist bereits vor fünf Jahren an einer Polizeiausstellung in China vorgestellt worden. Demnach sollten wir uns alle auf Narben von alten Mückenstichen untersuchen.

(Ach ja – und wer das hier alles für bare Münze nimmt, sollte sich die Homepage der Firma genau ansehen – es handelt sich zweifelsfrei um einen gut gemachten verfrühten Aprilscherz.)

[via Navigadget]

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5 Kommentare

  1. Paddy
    schrieb am 11. März 2007 um 11:02 Uhr (#)

    Hmpf, ich hab schon kopfschüttelnd nachgedacht, ob man das überhaupt machen könnte, dass das Opfer nur einen kleinen Stich verspührt. Da müsste ja die Entfernung zur Zielperson irgendwie berücksichtigt werden. Und mit Gasdruck ist die Reichweite bzw. die Zielgenauigkeit auch nicht wirklich unendlich.

  2. Mr.Henki
    schrieb am 11. März 2007 um 14:05 Uhr (#)

    Also mir ist so ein GBS-Gewehr egal, da wir sowie so schon in einem Überwachungstaat leben.

    Hunderte von Kameras und das Internet macht es möglich Alles über mich zu erfahren.

    Und in der Presse wird immer gepredigt,
    die Daten werden innerhalb von 24 h gelöscht. Das glauben wirklich nur die Erfinder solcher Überwachungsysteme.

  3. Tommy
    schrieb am 12. März 2007 um 17:39 Uhr (#)

    Irgendwie kommt mir die Meldung bekannt vor. *such*

    “Wie ein Däne die Waffenlobby foppte”

    http://spiegel.de/wirtsch…,1518,347596,00.html

  4. Schreibt hier auf dem Blog Peter Sennhauser
    schrieb am 13. März 2007 um 09:00 Uhr (#)

    @ Tommy: Hatt ich auch noch irgendwie im Hinterkopf. Aber ich bin grad frisch bei Navigadget wieder drüber gestolpert und hab nicht gegoogelt.

  5. Tommy
    schrieb am 13. März 2007 um 16:35 Uhr (#)

    Ich habe den Comment nicht wg. der Aktualität geschrieben sondern als Ergänzung zu deinem Text. Ist schließlich eine mehr als amüsante Aktion :-)!

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