Wie einen der eigene Vater am Telefon nicht erkennt

Peter Hogenkamp, 7. März 2007 18:00 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Normalerweise ein Ding der Unmöglichkeit, würde man meinen. Einmal geht’s aber.

Man melde sich bei sipgate.de an, besorge sich eine neue Nummer im Ortsnetz der eigenen Eltern (05232), konfiguriere das VoIP-Telefon, zahle 10 Euro per Überweisung ein, warte bis die gutgeschrieben sind (vier Stunden oder so, nachdem ich einen Screenshot der Onlineüberweisung gemailt hatte – coole Firma), rufe dann die Eltern an (die dank “Caller ID”-Service die Nummer des Anrufers sehen) und melde sich nur mit “Hallo!”…

Es entwickelt sich der folgende Dialog:

Vater: “Hallo?”
Ich (fröhlich): “Hallo!”
Vater: “Wer ist denn da??”
Ich (leicht empört): “Na, ich bin’s!”
Vater: “Peter?? Wo bist Du denn?”
Ich: “In St. Gallen.”
Vater: “Aber…”

Tolles Telekommunikationserlebnis! Jahrzehntealte Paradigmen, von denen wir wissen, dass sie nicht mehr gültig sind, aber unsere Eltern wissen es noch nicht, werden mal eben den Haufen geworfen. Und das nicht mit einem obskuren Headset am PC, sondern auf dem normalen Telefon.

Mein Vater, inzwischen auch sehr begeistert, schlug zum Abschied vor, er wolle meiner Mutter einen Zettel mit der lokalen Nummer hinlegen, sie solle bitte zurückrufen, er sei mit dem Anrufer nicht klargekommen. :-)

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