Philips VOIP841 im Test – Skypen ohne PC

Mit dem VOIP841 präsentiert Philips ein erstklassiges und gut designtes Schnurlostelefon, welches sowohl für normale Festnetzanrufe als auch für Skype-Telefonate benutzt werden kann.

Philips VOIP841 im TestEin wunderschönes Schnurlostelefon ist mir da zwecks Test geliefert worden. Das in trendigem schwarz gehaltene VOIP841 von Philips ist ein Hingucker, zumal das Handset inklusive Ladestation sicherlich auf jedem Designermöbel eine gute Figur macht und Besucher vor Neid erblassen lässt. Aufhorchen lassen aber auch die Techspecs: Das Gerät ist viel mehr als ein Schnurlostelefon: Nebst Gesprächen über die Telefonleitung kann man nämlich auch Audioverbindungen über das Internet oder genauer gesagt, via Skype aufbauen (ohne dass der Computer eingeschaltet sein muss!). Dies ist nicht nur cool (weil geekig) und komfortabel, sondern spart auch Geld.

Das VOIP841 wird mit einem Handset, einer Ladestation, einer Basisstation, einer Dokumentation (auf CD) sowie den entsprechenden Kabeln und Ladegeräten geliefert, und die Installation ist denkbar einfach. Man stöpselt das Netwerkkabel ins ADSL-Modem (bzw. den Netzwerkhub) und steckt das Telefonkabel in die Telefonbuchse. Dann gilt es nur noch sowohl die Basis- als auch die Ladestation mit Strom zu versorgen, und schon ist das VOIP841 einsatzbereit. Dadurch, dass die Basisstation schnurlos mit dem Handset kommuniziert und die Ladestation ausschliesslich als solche dient, kann man die beiden Geräte an verschiedenen Orten aufstellen. Dies ist zum Beispiel dann praktisch, wenn das Modem im Wohnzimmer steht, man das Telefon jedoch gerne im Schlafzimmer oder Büro hätte.

Basisstation VOIP841
Von oben nach unten: Telefon, Ethernet & Strom

Sobald alles installiert ist, kann man sich auf dem Handset mittels Skype-Name und Passwort einloggen (bzw. “einbuchen” – das UI ist teilweise ziemlich lustig übersetzt). Wenn man bei Skype noch kein Konto besitzt, kann man sich auch direkt auf dem Handset registrieren. Und dann kanns definitiv losgehen. Wenn man sich mit einem bereits bestehenden Skype-Account angemeldet hat, werden nun unter “Kontakte” (ja wo denn sonst?) alle Skype- und SkypeOut-Kontakte angezeigt. Natürlich kann man im Menu auch neue Kontakte suchen und hinzufügen oder ganz normale Telefonnummern speichern. Die werden automatisch als SkypeOut-Kontakt gespeichert. Wenn man sich das nächste Mal auf dem Computer bei Skype einloggt, sind die Kontakte aktualisiert (und natürlich umgekehrt, wenn man auf dem Computer neue Kontakte hinzufügt).

Das VOIP841 bietet viele Konfigurationsmöglichkeiten. So kann man zum Beispiel für normale Anrufe und für Skype-Anrufe verschiedene Klingeltöne auswählen (fünf klassisch-nervige und zehn modern-polyphone Meldodien stehen zur Auswahl) oder das Telefon so einstellen, dass alle abgehenden Anrufe automatisch via SkypeOut erfolgen (man kanns natürlich auch so einrichten, dass man bei jedem Telefonat wählen kann, ob man auf SkypeOut oder das normale Festnetz zurückgreifen will). Die gesamte Menuführung ist wirklich einfach aufgebaut – man findet immer die Funktion, die man will. Navigiert wird mit einem 4-Wege-Button und zwei Softkeys, wobei ich einen 5-Wege-Button bevorzugt hätte.

Hauptbildschirm VOIP841
Der helle Farbbildschirm ist zwar etwas klein aber
dennoch eine wahre Freude

Die Sprachqualität ist sowohl bei normalen Telefonaten als auch bei Skype-Gesprächen ausgezeichnet. Die Lautsprecherfunktion jedoch ist mangelhaft, weil der Ton dann für beide Gesprächsteilnehmer zu leise ist. Bemerkenswert finde ich andererseits, dass sowohl “Festnetzanrufbeantworter” als auch der Skype-Anrufbeanworter unterstützt werden. Ich habe auch genauestens getestet, wie es sich mit Mehrfachlogins verhält: Es ist absolut kein Problem, sowohl auf dem PC als auch auf dem VOIP841 bei Skype eingeloggt zu sein. Wenn ein Anruf reinkommt, klingelt es einfach an beiden Orten; wenn man den Anruf abweisen will, muss man dies allerdings sowohl auf dem PC als auch auf dem Telefon tun (andererseits genügt es natürlich, wenn man ihn entweder auf dem Computer oder mit dem Telefon entgegennimmt). Natürlich hat das VOIP841 auch überhaupt kein Problem mit SkypeIn. Ich glaube, dass jede und jeder für sich herausfinden muss, wie das ganze Setup am optimal funktioniert. Ich habe mich zum Beispiel auf dem Telefon bei Skype jeweils ausgeloggt, wenn der Computer lief.

Handset VOIP841

Sofortnachrichten kann das Philips VOIP841 nicht entgegennehmen (der Sender erhält dann eine Fehlermeldung), was jedoch meines Erachtens nicht weiter schlimm ist, da man mit einer Telefontastatur meist nicht gross chatten will.

Alles in allem finde ich das Philips VOIP841 ein Supergerät und wäre auch sofort bereit, dafür CHF279 bzw. ?200 zu bezahlen (ehrlich gesagt, würde ich lieber CHF279 als ?200 zahlen …). Sowohl die einfache Installation als auch die hervorragende Qualität sprechen für das VOIP841 und die Tatsache, dass man ohne PC skypen kann, finde ich einfach wunderbar.

Added Value:
Philips VOIP841

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15 Kommentare

  1. mds
    schrieb am 6. März 2007 um 11:37 Uhr (#)

    Das Gerät kostet in CHF und EUR fast gleich viel, der «Preisunterschied» ist im Wesentlichen das Ergebnis der unterschiedlichen Mehrwertsteuerbelastung in Deutschland und in der Schweiz.

  2. Björn
    schrieb am 6. März 2007 um 15:54 Uhr (#)

    Geiler Glastisch! Der hat sicher schon viel erlebt ;o)

  3. Schreibt hier auf dem Blog Damian Amherd
    schrieb am 6. März 2007 um 23:48 Uhr (#)

    @mds: Danke! So weit habe ich irgendwie gar nicht gedacht…

    @Björn: aus dir spricht der blanke Neid

  4. Schreibt hier auf dem Blog Peter Hogenkamp
    schrieb am 21. März 2007 um 19:49 Uhr (#)

    Heute aus aktuellem Anlass den Kommentar “Geiler Glastisch” nachgelesen. Gut, dass damals Dein Frauen-Fanclub noch nicht so gross war wie heute, sonst hätte ich ja sonstwas gedacht.

  5. Schreibt hier auf dem Blog Damian Amherd
    schrieb am 21. März 2007 um 22:37 Uhr (#)

    Damit keine Gerüchte entstehen:

    Den Glastisch haben meine Eltern anno dazumal gekauft, als sie in Zermatt geheiratet haben. Dann kam er beim Umzug nach Bern mit, stand dann zwischendurch in Avenches/VD sowie in Termen/VS. Als Björn (notabene mein Bruder) nach Zürich zog, ging der Tisch ebenfalls dorthin und nun steht er bei mir in St. Gallen. Der Tisch ist zwar mehr als 30 Jahre alt, sieht aber immer noch topmodern aus (Besichtigung auf Anfrage).

  6. Schreibt hier auf dem Blog Peter Hogenkamp
    schrieb am 22. März 2007 um 19:51 Uhr (#)

    Ich hatte nichts anderes erwartet…

  7. loxlay
    schrieb am 27. März 2007 um 13:17 Uhr (#)

    Verstehe ich das richtig, die Basisstation kann an einen Switch angeschlossen werden und erhält dadurch eine IP-Adresse via DHCP zugewiesen? Besteht die Möglichkeit eine IP-Adresse manuell einzugeben? Das Gerät direkt an ein DSL-Modem zu hängen macht ja wenig Sinn!

  8. Schreibt hier auf dem Blog Damian Amherd
    schrieb am 27. März 2007 um 13:25 Uhr (#)

    Wenn du wirklich nur ein Modem mit genau einem Ethernet-Port und ohne WLAN-Funktionalität hast, dann sicherlich nicht. Aber heutzutage haben ja die meisten Modems mindestens noch einen 4er-Switch eingebaut oder dienen automatisch auch als WLAN-Accesspoint. Von Haus aus kannst du dem VOIP841 keine IP manuell zuweisen, jedoch sollte es eigentlich über das Admin-Tool deines Routers gehen (ich kann bei mir zum Beispiel einstellen, einer bestimmten MAC-Adresse immer dieselbe IP zuzuweisen).

  9. loxlay
    schrieb am 29. März 2007 um 09:26 Uhr (#)

    Mit DSL-Modem meine ich eigentlich ein DSL-Modem :-) Ohne Routerfunktion. Dann müsste die Basisstation in der Lage sein eine Internetverbindung herzustellen, sprich einen Router beinhalten. Ist das nicht der Fall funktioniert das Telefon als “normaler” Netzwerkclient und bekommt die IP über DHCP oder man kann die IP eben hinterlegen.
    Laut Aussage von Philips muss das Gerät direkt an das ADSL-Modem angeschlossen werden – was ich nicht glaube! Philips ist ebenfalls der Meinung, dass es keine separat erhältlichen Mobilteile gibt. Nur in Verbindung mit der Basisstation.

  10. Schreibt hier auf dem Blog Peter Hogenkamp
    schrieb am 29. März 2007 um 09:33 Uhr (#)

    loxlay: Danke für die Präzisierung.
    Ich habe das Philips (bis nächsten Mittwoch, wenn ich es leider abbauen und der Gewinnerin schicken muss :-) im Moment noch bei mir.
    Es hängt an einem Switch, recht weit von Router und DSL-Modem entfernt (10 m Kabel plus 10 m Powerline-Verbindung) und bekommt wunderbar die IP via DHCP zugewiesen. Habe gerade nachgeschaut, eine manuelle IP-Adresse kann man auch eingeben.
    Die Aussage von Philips ist also falsch.

  11. loxlay
    schrieb am 29. März 2007 um 11:59 Uhr (#)

    vielen Dank für die Info.
    Jetzt noch ein weiteres Mobilteil und das Teil wäre gekauft :)

  12. Marcel
    schrieb am 17. März 2008 um 08:37 Uhr (#)

    Das Philips VOIPE841 intressiert mich sehr, doch bin ich nicht sicher, ob das Endgerät alle meine Bedürfnisse abdeckt und habe noch Fragen zur Installation. Wir haben heute ein SWITEL D8710 mit einer Basisstation inkl. Anrufbeantworter und zwei Endgeräten im Einsatz. Möchte die heutige Station beibehalten und nun parallel ein 841 installieren. Ist dies möglich und kann ich so den Telefonbeantworter weiterhin nutzen? Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz eines neuen VOIP Set analog dem 841 mit Anrufbeantworter und 3 Endgeräten doch habe ich bis jetzt kein Angebot gefunden. Kann mir jemand weiterhelfen?
    Gruss
    Marcel

  13. Frank
    schrieb am 17. April 2008 um 21:44 Uhr (#)

    Habe mir kürzlich das VOIP 841 gekauft und stelle fest, dass ich zwar skype Kontakte anlegen kann, aber kein “normales” Telefonbuch mit Festnetznummern – oder?

  14. Schreibt hier auf dem Blog Damian Amherd
    schrieb am 23. April 2008 um 23:09 Uhr (#)

    doch Frank, du musst sie einfach als “SkypeOut”-Nummern anlegen, dann gehts.

  15. Andrea
    schrieb am 19. Mai 2009 um 20:22 Uhr (#)

    Wo kann ich dieses Philips VOIP841 in der Schweiz wohl kaufen? Bzw. Online bestellen mit Lieferung in die Schweiz?
    Danke fuer einen guten Tipp! Scheint mir immer noch das attraktivste Modell fuer Skype und Festnetz auf dem Markt zu sein?

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