Vista Update DVD zu Vollinstallation zwingen

Bisher gings mit Vorinstallations-XP-CDs, also geht’s doch wohl auch mit Vistas “Update-Only” DVD: Eine saubere Vollinstallation nämlich, die nicht aus der Vorgängerversion mit all ihren Viren und Trojanern heraus gestartet werden muss. Ich zitiere hier Engadget, das seinerseits Daily Tech zitiert (mit andern Worten: Ich habs nicht ausprobiert. Könnt ich auch nicht. Auf meine “lahme” 3GHz-Kiste kommt mir vorerst kein Vista).

Also, der Kniff besteht ganz einfach darin, zunächst direkt ab der DVD die 30-Tage-Testversion zu installieren – das erledigt man angeblich, indem man den Produkt-Key nicht eingibt. Offenbar ist diese Installation auf einem frisch formatierten Drive nach Booten ab der DVD möglich.

(Nach der Pause gibt’s ausserdem einen Hinweis auf möglicherweise deftige Preisnachlässe beim Vista-Kauf)

Danach wird das Update aus dem neu installierten Vista heraus gestartet, und diesmal der Produktkey eingegeben. Voilà.

Demnach ist jede Update-DVD eine Vollinstallations-DVD, wobei MS dem wohl bald einen Riegel schieben wird. Deshalb sollten Updater wohl ihre XP-Installationsdisks behalten.

In der Schweiz gehts übrigens noch billiger: Gemäss einem Schweizer Bundes- oder sonstigen Gerichtsentscheid von vor einigen Jahren müssen Softwarehersteller und Retailer den Kunden Betriebssysteme auch in der OEM-Form anbieten (wie eine Vorinstallation auf einem PC – ohne gedruckte Handbücher und nette Box) – und zwar mit einem deftigen Preisnachlass. Das tun sie aber nur auf Nachfrage, aber sie tuns noch, wie eine Freundin kürzlich in einem Schweizer Mediamarkt auf mein Anraten hin herausgefunden hat. Der Verkäufer riet ihr zwar mit bedenkenswerten Argumenten wie “Keine Handbücher!” – “Kein Support!” ab, aber der Preis des XP Pro OEM war massiv günstiger als jener für die Version mit den völlig unbrauchbaren nützlichen Handbüchern und dem ohnehin nichtexistenten Support. Vielleicht mal im Laden nach Vista “Ohne Handbücher, Box und Support, zum OEM-Preis” nachfragen? Schliesslich braucht Ihr die Kohle für die Nachrüstung von Grafikkarte, RAM und Prozessor…

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6 Kommentare

  1. Schreibt hier auf dem Blog andreas
    schrieb am 1. Februar 2007 um 09:40 Uhr (#)

    Diese System-Builder-Versionen gibt’s in den meisten Online-Shops, ohne dass man mit verschwörerischer Stimme und hochgezogenen Augenbrauen und grossem Ausschnitt Verkäufer bezirzen muss.

  2. mds
    schrieb am 1. Februar 2007 um 10:20 Uhr (#)

    Jede Microsoft Windows Vista-DVD enthält alle Versionen; was an Installationen und Upgrades möglich ist, hängt vom Product Key ab.

  3. mds
    schrieb am 1. Februar 2007 um 10:20 Uhr (#)

    Die erwähnten OEM- (oder SMB)-Versionen sind tatsächlich empfehlenswert. Aktuell kostet Microsoft Windows Vista Home Premium bei Amazon.de als OEM-Version knapp 120 Euro, während für die reguläre Version knapp 315 Euro zu bezahlen sind.

  4. mds
    schrieb am 1. Februar 2007 um 10:21 Uhr (#)

    Abgesehen davon: Wieso kaufen, wofür man beim nächsten PC-Kauf vermutlich sowieso bezahlen muss?

  5. Schreibt hier auf dem Blog andreas
    schrieb am 1. Februar 2007 um 10:35 Uhr (#)

    Warum kaufen: Nicht jeder kauft PCs ab Stange und ausserdem kriegt man beim nächsten PC-Kauf nicht unbedingt das, was man will. HP, Dell usw. geben oft keine CDs, sondern nur noch halbgare Recovery Systeme mit, die voll mit Craplets sind. Da ist man fast gezwungen, sich ein sauberes Original-Windows zu besorgen.

  6. mds
    schrieb am 6. Februar 2007 um 10:17 Uhr (#)

    Noch eine Installationsanleitung: http://www.youtube.com/watch?v=LxQm3IsSKAo… ;-)

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