Sauberes Windows (Teil II)
Wer die Fenster sauber hält, leidet weniger unter Windows. Kurzserie zur PC-Hygiene. Teil II: Klon und Sicherheitskopie.
Im ersten Teil dieser Serie habe ich versucht zu zeigen, wie mit einer soliden Strategie zur Speicherung der Daten auf einem Windows-PC spätere Wartungsarbeiten extrem vereinfacht werden können.
Jetzt geht es darum, ein Sicherungsabbild zu erstellen, das jederzeit das gesamte System im gewünschten Ursprungszustand wieder herstellen kann.
Woher der Sand im Getriebe stammt
Systemrettungspunkte leisten nur halbe Arbeit
Was das Backup-Programm beherrschen muss
Zwei Programme als Empfehlung
Anlegen der Sicherungskopie des jungfräulichen Windows
Startknöpfe separat sichern
Lästige “Helfer” und anderer Sand im Getriebe
Selbst die strikteste und disziplinierte Vorgehensweise im täglichen Umgang mit Windows vermag leider nicht zu verhindern, dass die Registrierungsdatenbank (das ist die Zentrale, die alle Informationen über den individuellen Rechner, die installierten Programme benutzereinstellungen etc enthält) sich mit dem täglichen Gebrauch langsam aufbläht – zumal Softwarehersteller immer mehr der Unsitte verfallen, kleine “Helferlein” in ihre Programme einzubauen. Diese Dinger werden häufig bei der Installation so im System verwurzelt, dass sie bei jedem Neustart automatisch geladen werden und ständig im Hintergrund laufen – meist nur für idiotischen Kleinkram wie eine wöchentliche Überprüfung, ob eine neue Version des Urheberprogramms im Internet zu finden ist.
Das ist die gutartige Variante, nebenbei nisten sich grade bei dubiosen Gratisspielen und dergleichen aus dem Internet häufig Adware- oder gar Spyware ein: “Helferlein”, die Informationen über den Rechner ins Internet hinaussenden oder Werbung reinholen. Wir werden im dritten Teil der Serie sehen, wie man ihnen im Vornherein das Handwerk legen oder den Garaus machen kann.
Zunächst geht es mir darum zu verdeutlichen, dass auch ein sorgfältig gewartetes System mit der Zeit zugemüllt und das Betriebssystem “klebrig” wird: Bei Neustarts müssen immer mehr Programme geladen werden, die Registry wird durch verwaiste Einträge immer grösser. Ein weiteres Problem stellt die Inkompatibilität gewisser Programme dar: Irgendwann installiert jeder Benutzer etwas, was sich mit einer anderen, bereits laufenden Software nicht verträgt und den Rechner zum Absturz bringt oder in eine Todesschlaufe (Neustart, Fehler, Neustart) schickt.
Systemrettungspunkte: Nur die halbe Arbeit
Windows bietet hier zwar seit XP mit den “System-Wiederherstellungspunkten” Abhilfe. Es handelt sich dabei um eine Sicherungskopie der wichtigsten Systemdaten (Siehe Desktop-Menu Start, Hilfe, Systemwiederherstellung). Aber erstens vergessen die meisten Benutzer, vor jeder Installation einen solchen Punkt einzurichten, und die automatisch angelegten sind etwas weniger komplett; zweitens weiss ich aus eigener Erfahrung, dass diese Reparatur nicht immer von Erfolg gekrönt ist.
Lange Rede, kurzer Sinn: Die Viel zitierte regelmässige Sicherungskopie zumindest der eigenen Daten ist dringender denn je. Und das Anlegen einer einmaligen, für den “Frühlingsputz” reservierten Sicherung des taufrischen Systems ist ein kleiner Aufwand, der binnen Jahresfrist viel Erleichterung bringen kann.
Operation am offenen Herzen des wachen Patienten
Zu diesem Zweck lohnt sich die Anschaffung eines geeigneten Backup- Programms – geeignet heisst hier: Eines Sicherungsprogramm, das auch bei gestartetem Windows alle Dateien zu kopieren vermag. Backup-Programme gibt es wie Sand am Meer, und viele davon sind sehr leistungsfähig und noch dazu kostenlos. Aber nach Jahren des Herumprobierens schwöre ich inzwischen auf jene Dinger, die ich installieren und dann weitgehend vergessen kann. Das setzt voraus, dass sie wie gesagt mit Windows im laufenden Betrieb zu Rande kommen, was leider keine Selbstverständlichkeit ist. Denn das Betriebssystem “blockiert” zahllose Dateien auf dem Laufwerk C:, damit kein anderes Programm daran herumfummelt – und diese Hürde gilt es zu überspringen.
Die zweite Eigenschaft, die mir am Herzen liegt, ist die komplette Sicherung ganzer Partitionen (oder eben von “Laufwerken”). Das ist vor allem in unserem nächsten Arbeitsschritt von Bedeutung. Es geht darum, das soeben neu aufgesetzte, “saubere” Windows, nein: die ganze Partition C: in einem Abbild zu speichern und an einem sicheren Ort aufzuheben. Das erspart bei der nächsten Putzaktion die mühsame Komplettinstallation von Windows mit dem Download aller Updates, der Installation jedes einzelnen Treibers und den Dutzenden von Einstellungen für den individuellen Rechner. Der Arbeitsschritt besteht ganz einfach darin, das Backup-Programm zu starten, ihm mitzuteilen, dass man gerne das ursprüngliche Abbild der Partition C: wieder herstellen möchte, und den Rechner anschliessend neu zu starten.
Der Nachteil liegt, wie einige aufmerksame Leser bereits moniert haben, darin, dass danach etliche der nach wie vor auf der partition D: unberührt versammelten Programme nicht mehr starten wollen, weil keine Einträge mehr in der Registry vorhanden sind. Dazu ist folgendes zu sagen: Erstens war von Anfang an klar, dass dieser Leitfaden mit Arbeit verbunden ist – es gibt kein sauberes Windows-System umsonst. Zweitens ist es den meisten gut programmierten oder wenigstens den kleineren Programmen völlig egal, ob die Registry etwas von ihnen weiss oder nicht – sie laufen problemlos weiter, namentlich dann, wenn Sie, wie in Teil I empfohlen, unmittelbar nach der Installation den Pfad zu den Einstellungsdaten des Programms in dessen Optionen-Menü auf das Daten-Laufwerk D: umgeleitet haben. Allenfalls müssen Sie nach dem Einspielen der Sicherungskopie die Startknöpfe für die Programme wieder erstellen, wozu Sie sie einzeln zusammensuchen und neue “Verknüpfungen” anlegen müssen – es sei denn, sie haben vor der Säuberungsaktion daran gedacht, ihre gesamten Benutzereinstellungen des “verdreckten” Windows zu sichern – wir kommen darauf zurück.
Drittens verläuft die Nach-Installation der meisten Programme, die den Dienst nun verweigern, sehr viel schneller als eine “echte” Neuinstallation, weil die ganzen Dateien auf D: schon vorhanden sind. Bedingung: Sie müssen bei der Installation den gleichen Ordner als Ziel angeben und bei der Nachfrage, ob die vorhandenen Dateien überschrieben werden sollen, “nein” antworten.
Und Viertens schadet es nichts, sich zwischendurch auch mal klar zu werden, dass viele der installierten Programme gar nicht mehr gebraucht werden. Sie können jetzt, da sie ja nicht mehr in den Systemdateien von Windows “verwurzelt” sind, einfach ordnerweise gelöscht werden.
Das Sicherungsprogramm meiner Wahl ist Acronis’ “Trueimage” -es erfüllt alle meine Anforderungen, erstellt “Abbilder” kompletter Laufwerke in wenigen Minuten, erlaubt Zeitgesteuerte Sicherungskopien und so weiter. Ganz ähnliche Eigenschaften besitzt Symantecs “Norton Save & Restore”.
Meine Arbeitsschritte im Dezember bestanden also darin, das saubere Abbild meines Laufwerks C: aus dem Jahre 2004 wieder einzuspielen – und schon hatte ich ein sauberes Windows.
Sagen wir, in einem schönen Märchen wär das so gewesen. Zunächst einmal hat Microsoft seit Herbst 2004 gegen hundert (!) Softwareupdates veröffentlicht, die sich mein eben erfrischtes Windows in den nächsten drei Stunden immerhin weitgehend automatisch aus dem Internet selber nachinstallierte. Zugleich hat Sony, Hersteller meines Rechners, ebenso eine Reihe Updates für diverse Bestandteile wie die TV-Karte veröffentlicht – auch diese Nachinstallationen nahmen zwar Zeit in Anspruch, liessen sich aber weitgehend automatisch abwickeln. Das grösste Ärgernis war der “Treiber” für meinen Multifunktions-Drucker von Hewlett-Packard, den ich erst nach Anlegen der Sicherungskopie 2004 gekauft hatte.
(“Treiber sind gewöhnlich kleine Programme, die dem PC helfen, mit einem peripheren Gerät umzugehen. HP hat daraus eine völlig neue Philosophie gemacht: In der Plastikkiste unter meinem Tisch steckt offenbar überhaupt keine Rechnerleistung mehr, das ist nur noch Mechanik. Dafür pflanzt der “Treiber”, den ich von der HP-Seite in Form von 300 Megabyte Daten (!) herunterladen musste, weit über ein GIGABYTE meist völlig unbrauchbarer Software und Reihenweise selbststartende Winzprogramme auf meine Kiste. Der Clou war schliesslich, dass das einzige kleine Interface, das ich aus diesem Programmwahnsinn jeweils brauche, um meine Akten einzuscannen und die Texterkennung drüber zu lassen, unter keinen Umständen zum Funktionieren zu bringen war. Ich habe inzwischen einen bequemeren Weg gefunden und mir geschworen, nie mehr ein HP-Produkt zu kaufen.)
Jedenfalls verfügte ich nach einem Nachmittag wie gesagt weitgehend selbständiger Arbeit meines PC wieder über ein sauberes Windows, und in den kommenden Tagen mussten lediglich die eine oder andere Programminstallation nachgeholt werden: Die Programme sind ja alle noch vorhanden, zwei oder drei verweigerten allerdings den Dienst, weil sie nicht mehr in der Registry verzeichnet waren und schnell neu installiert werden mussten. Ich erledige das jeweils erst dann, wenn ich das Programm zum ersten Mal brauche.
Konservierte Jugend von Windows XP
Hier gehts jetzt aber eher darum, wie man ein möglichst sauberes, bequem einzuspielendes Abbild von C: für die Zukunft anlegt.
Zunächst sollte dazu Windows via Update-Funktion auf den neusten Stand gebracht werden. Dann installiere ich all jene Systemhelferlein, die auch in Zukunft sicherlich genutzt werden und die ausnahmsweise im Systemordner liegen dürfen: Den Virenscanner (ich schwöre auf das kostenlose “Antivir”) und die Soft-Firewall “Outpost” von Agnitum. Ferner die Treiber jener Geräte, die ich ganz sicher auch in einem Jahr noch nutzen werde – sonst kommt es bei der nächsten Säuberungsaktion zu einer CD-Einleg-Orgie, sowie der Rechner aufstartet und den ganzen Zoo an Tablets, Mäusen, Routern, externen Harddisks, Webcams und all dem anderen Kram entdeckt, der für den Kabelwust hinter meinem Computerpültlein verantwortlich ist…
Bei diesem Schritt ist indes Fingerspitzengefühl angesagt. Häufig ist es ein schlechter Treiber, der die Kiste irgendwann völlig ausbremst, und wenn Sie den Bösewicht schon in Ihrem Installationspaket integriert haben, ist das später “geputzte” Windows gleich frisch verseucht. Es gilt abzuwägen, wieviel Arbeit sie in einem Jahr oder so in Kauf nehmen wollen, um ein wirklich “jungfräuliches” System zu kriegen. Sollte sich auf dem Weg zum Idealzustand bereits ein hässlicher Fehler auftauchen, benutzen Sie die “Systemwiederherstellung”, um einen Schritt zurückzugehen, bevor sie das Sicherungsabbild anlegen.
Wenn die Kiste zufriedenstellend eingerichtet ist und schön schnell startet, installieren Sie eines der beiden Backup-Programme und brennen damit unmittelbar nach der Installation eine Start-CD, um in echten Notfällen für eine Wiederherstellung gewappnet zu sein.
Danach sichern Sie die gesamte Partition C: in eine Datei am besten auf einer externen Harddisk und geben ihr einen eindeutigen Namen wie “WindowsXPmitUpdatesabsolutsauber”. Das Abbild wird übrigens meistens etwas kleiner als der belegte Platz auf der zu sichernden Partition. ich habe heute meine neue Sicherungskopie von C: angelegt, und TrueImage hat mir binnen 10 Minuten die 14 Gigabyte Daten auf der knapp 30GB grossen Partition in eine 8GB-Datei gesichert. Danach habe ich die Sicherung überprüfen lassen: TrueImage vergleicht dabei jedes einzelne Byte der Kopie mit dem Original und bestätigt am Ende, dass die Wiederherstellung möglich ist. Diese eine Sicherungskopie lege ich jetzt beiseite und rühre sie nicht mehr an: Sie soll mit keinerlei inkrementellem Müll belastet werden, sondern mir in sechs oder zwölf Monaten binnen einer halben Stunde den Rechner wieder einrichten helfen.
Im Gegensatz dazu führe ich auf einer externen Harddisk zusätzlich wöchentliche Backups aller drei wichtigen Partitionen, also des Systems auf C:, der Programme auf F: und der Daten auf G:. Dieser Vorgang ist vollkommen automatisiert, wird Montagmorgens um 3 Uhr früh gestartet und sichert jeweils nur neue und veränderte Daten auf einem ursprünglichen Backup (“inkrementelle Sicherungskopie”). Dies ist meine Versicherung für Katastrophenfälle, wenn es nicht mehr um ein sauberes Windows, sondern um ein funktionierendes System nach einem Harddisk-Ausfall geht, etwa. Monatlich lege ich davo eine weitere Kopie auf einer tragbaren Harddisk an, die ich bei Freunden ein paar Häuser weiter deponiere – mein ganzes Leben hängt inzwischen an meinem Datenbestand, und den will ich bei einem Hausbrand nicht verlieren.
Eine Aufgabe bleibt trotzdem noch, wenn Sie den Aufwand der jährlichen Frühlingsputz-Aktion verringern möchten: Die regelmässige Sicherung Ihrer persönlichen Benutzereinstellungen (Programmordner etc.). Anders als Ihre Einstellungsdaten der Programme, die, wenn Sie nach jeder Installation die Speicherpfade auf Ihr Programm- oder Datenlaufwerk umgeleitet haben, nach einer Wiederherstellung des sauberen Windows noch immer vorhanden sind, gehen die vielen Startknöpfe im Programm-Menu von Windows beispielsweise verloren.
Deswegen kopiere ich einfach gelegentlich den Ordner “C:/Einstellungen und Dokumente/Meinname/Start Menu” zu den anderen Sicherungskopien. Er enthält nichts weiter als meine wohl geordneten Startknöpfe für alle installierten Programme. Sobald ich mein System mit dem “jungfräulichen” Sicherungssystem wieder hergestellt habe, kopiere ich diesen ordner über den neu angelegten drüber – und habe trotz “sauberem” System die Startknöpfe für die auf dem Laufwerk “Programme” installierte Software weiterhin zur Verfügung, obwohl Windows “von Amtes wegen”, sprich der Registry-Datenbank, nichts von ihnen weiss.
Jetzt kommt es beim Arbeiten hin und wieder vor, dass eins dieser programme nicht starten will, was meistens mit einer schnellen Neuinstallation behoben ist. Diese letzte kleine Mühe nehme ich gerne auf mich, wenn ich dafür eine Kiste benutzen darf, die wieder in einer Minute hochgefahren ist statt in vier und mit dem erfreulichen Tempo arbeitet, das sie an den Tag legte, als ich sie aus der Kartonschachtel hob.
Im dritten und letzten Teil werde ich mich mit Methoden befassen, wie sich das System vor Verunreinigungen durch Programminstallationen und dergleichen schützen lässt.















Artikel per Feed
Artikel per E-Mail
Artikel bei Twitter
Facebook-Seite
Danke für die vielen Tipps. Ein “sauberes” Windows ist wegen der vielen, monatlichen Patches allerdings eine Sisyphos Arbeit In manchen Monaten gibt es nur 3, in manch anderen gleich sechs oder mehr Updates. Die muss man dann jedes Mal wieder neu aufspielen, wenn man XP neu aufsetzt oder per Backup einspielt. Ich hab das auch lange mit Backup Programmen versucht aber habe das mittlerweile aufgegeben und mach das jetzt so wie viele andere: Ich hab auf der externen Platte einen Ordner mit allen benötigten Programmen und Treiberdateien. Einmal im Jahr schau ich mal durch, welche Programmversionen erneuert werden müssen, ansonsten liegt der halt dumm rum. Im Ordner ist auch eine Textdatei, auf der alle wichtigen Schritte einer Neuinstallation aufgeschrieben habe, damit ich nicht vergesse was zu sichern. Denn man vergisst gern mal gespeicherte Spielstände u.ä.
Einmal in der Woche kopier ich den Ordner in dem die Arbeit gespeichert wird einfach auf die externe Platte, bzw ab und zu auf eine CD/DVD.
Wenn bei Windows mal wieder nichts geht, nehme ich mir ein paar Stunden Zeit, gehe die Liste durch und setzte alles neu auf. Mittlerweile benötige ich für eine komplette Neuinstallation nur noch ein paar Stunden. Wobei zwei Stunden allein für die XP Installation bzw. die ganzen XP Updates drauf gehen. Das kostet alles etwas mehr Zeit als mit einem gespiegelten System, aber dafür braucht man auch keine weitere Software für viel Geld kaufen. Eine ganz gute Anleitung zur Neuinstallation von XP findet man hier
Ich bewundere Deine Fleissarbeit!
Was die erwähnte Personal Firewall betrifft: Weg damit, sie schützt Dich nicht und schafft neue Risiken! Die integrierte Personal Firewall von Windows XP SP2 genügt… damit ist nicht einmal mehr http://www.dingens.org/ notwendig! :-)
@DonDahlman: Ich habe allein in den letzten zwei Monaten sehr viel mehr Geld für unnütze Software ausgegeben als die 49$ für eine wirklich gute Backup-Software wie TrueImage.
Natürlich gibt es andere Lösungen Ich investiere einfach lieber einmal etwas Zeit und löse danach meine Probleme jeweils auf Knopfdruck, als dass ich Listen führe und mich dem Risiko Aussetze, meine Daten nicht oder falsch gesichert zu haben.
@mds: Wer redet denn bei Personal Firewall noch von Schutz? Ich habe einfach gern Kontrolle darüber, welche Programme “heimtelefonieren” dürfen.
Meinen Fleiss solltest Du nicht bewundern – ich bin ein fauler Mensch, und genau aus diesem Grund habe ich eine weitgehend automatische Sicherungsstrategie eingerichtet.
@Peter Sennhauser: Ich verstehe, dass Du gerne kontrollieren möchtest, welche Programme «heimtelefonieren» möchten. Eine Personal Firewall kann diese Kontrolle aber nicht gewährleisten, denn Programme, die nicht möchten, dass Du sie kontrollierst, umgehen sie schlicht und einfach. Die bessere Strategie ist, nur Programme einzusetzen, die vertrauenswürdig sind, sprich nicht gegen Deinen Willen «heimtelefonieren», sowie auf eine extra Personal Firewall zu verzichten, denn wie erwähnt birgt eine Personal Firewall neue Gefahren für ein System.
mds, Du bist der Fachmann – hast Du mal irgendwo erklärt, in welche Form die Softfirewall zusätzliche Risiken bringt? Das würd mich interessieren.
Überzeug mich, meinen Outpost mit dem Spywarescanner und all den anderen kleinen Features wie dem einfach abzurufenden Netzwerk-Logfile, dem Add-Blocker etc wegzuschmeissen.
Salu Pit
Lese immer mal wieder Deine Artikel hier.
Beneide Dich ja um Deinen Wohnort.
Kommst Du vor lauter Windows putzen und sichern überhaupt noch zum schreiben?
Folgender Tipp funktioniert auch:
Arbeitsrechner einmal sauber aufsetzen und nie mehr anfassen.
Alternative registry-lose OS, wie Linux oder Mac ins Auge fassen.
Bastelkiste(n) anschaffen und mit Wechseldisks ausrüsten. Diese Maschine(n) nach Herzenslust mit allem was es so gibt zumüllen und einfach ab und zu wieder aufsetzen.
Noch Besser VMWare oder ä. installieren.
Das GastOS lässt sich innert Minuten wieder in einen x belibiegen früheren Zustand zurücksetzen.(Hier funktionierts auch)
Noch ein Tip für Deine Backups
Ab und zu mal ein Test ob sich die Daten auch wirklich restoren lassen. Das kann sehr viel Ärger sparen.
Schon mal ein erfogreich ein Disaster Recovery gemacht?
Statt Images, welche meistens veralten kannst Du auch mittels eines unattendet Setup den Rechner wirklich sauber aufsetzen.
Mit Tools wie N-Lite(http://www.nliteos.com/) ist das relativ simpel machbar.
Gruss von einem ehemaligen Nachbarn Andi
@Peter Sennhauser: Ich bin diesbezüglich kein Fachmann, schon gar nicht _der_ Fachmann. Unter http://www.ntsvcfg.de/#_pfw beispielsweise findest Du wichtige generelle Gründe, wieso eine Personal Firewall kein empfehlenswertes Sicherheitskonzept ist. Nutzt man Microsoft Windows XP SP2 genügt wie schon erwähnt die integrierte Personal Firewall.
@ Andi: Hallo alter Freund. Danke für die vielen Alternativen. VMWare-ähnliches wollte ich im nächsten Teil vorstellen. Nicht mehr anfassen ist nicht sehr praktikabel, schon gar nicht angesichts all der Updates, die heute jede kleine Gugus-Applikation dreimal jährlich nachinstalliert haben will.
Ich bin mit meinen Images bisher recht gut gefahren, und der Aufwand für die Recoveries hält sich im Vergleich zu einem vollständig neuen Aufsetzen sehr in Grenzen – obwohl die Abbilder veralten.
Und ja, ich habe ein paar Disaster-Recoveries hinter mir, bis auf eines alle erfolgreich (immer mit TrueImage). Das eine Mal hat der Rechner nur verrückt gespielt, und es bedurfte einiger Hilfe von Freunden, bis ich kapiert habe, dass dies mit dem RAM-Upgrade zusammenhing, das ich zwischen Absturz und Recovery vorgenommen habe: Der eine Speicherriegel war nicht ganz sauber, was sich verblüffenderweise nur grade beim Einlesen des Images bemerkbar machte.
Einen weiteren Vorteil von Trueimage finde ich, dass sich die Abbilder jederzeit öffnen und wie eine externe Partition in das rechnersystem einbinden, das heisst auch einzelne Dateien aus dem Backup zurückkopieren lassen.
@mds Sorry, habe Dich velwechsert. eigentlich brauche ich ja gar keine Firewall, dafür habe ich ja einen Router mit NAT und sehr, sehr wenigen Pinholes.
Die Aussage des verlinkten Artikels kann ich durchaus nachvollziehen. Allerdings habe ich meine erste PFW auf der Kiste installiert, als wie noch mit Dialup und 1200 Baud “ins Netz” gingen – und da war von Schutz ansonsten überhaupt keine Rede.
heute benutze ichdas Ding wie gesagt in erster Linie als Informationsagent, der mir zum Beispiel immer mal wieder anzeigt, dass ein versteckter Service einer Software heimfunken will, den ich bisher noch gar nicht zur Kenntnis genommen habe – worauf ich auch gezielt den entsprechenden Service abschalten kann.
Hallo Peter,
ich bin sowieso kein Fachmann sondern ständiger Crash-Verursacher. Es wird mich interessieren ob es einen Programm gibt, der meine aktuelle Konfiguration (XP Prof)überprüfen kann (auch on-line)und eventuelle Fehler im Programm reparieren kann. Es soll so ein spezielles Windows Update Programm geben, aber so ein Zauberwerk habe ich niemals gesehen.
Schönen Gruß von einem Laie