Demnächst:
Lokale WordPress-Gratisblogs
“Meinblog.wordpress.de” oder “~.at” bald verfügbar – noch wenig Hoffnung auf “heidi.wordpress.ch”
Aufregende News für WordPress-Blogger und alle, die es werden wollen: Automattic, der Hersteller der bedienerfreundlichen Blogging-Software und Hoster für wordpress-Blogs, wird demnächst Subdomains auf wordpress.de und wordpress.at anbieten, dazu natürlich ein Ranking der deutschsprachigen Blogs und vieles mehr. Das hat mir gestern Toni Schneider, erfolgreicher Zürcher Expat in San Francisco, Autosammler und CEO von Automattic, beim Lunch verraten. Nur die Schweizer müssen sich noch etwas gedulden: Die Domain “wordpress.ch” ist von einem westschweizer Blogger-Kollegium besetzt, das laut Toni allen Bemühungen zum Trotz bisher nicht kontaktiert werden konnte – deren letzter Blog ist fünf Wochen alt, und die Seite besagt, dass das Team im “Urlaubs-Modus” ist.
Nebenbei habe ich gelernt, wie eine eine virtuelle Firma, die ihr Produkt auch noch in Form kostenloser Open-Source-Software verschenkt, Geld verdient. Mit Dienstleistungen, welche direkt aus der Software abgeleitet werden: WordPress.com ist inzwischen ein bedeutender Hoster von Blogs, sowohl unendgeltlich für Privatpersonen als auch gegen Geld für kommerziell erfolgreiche Blogger oder Firmen wie neuerdings LeMonde. Dabei hilft das Admin-Interface von WordPress, mit denjenigen Benutzern in Kontakt zu bleiben, welche die Software heruntergeladen haben und sie bisher auf einem andern Host betreiben: Weil darin eine Seite mit WordPress-News eingebettet ist, kann Automattic sie immer wieder über erweiterte Dienste informieren und zum eigenen Hostingservice zu locken versuchen.
Inzwischen ist Automattic einen zweistelligen Millionenbetrag wert – nicht schlecht für eine Firma, die physisch nicht existiert: Automattic besteht aus einem 12köpfigen, über die ganze Welt verstreuten Team und verfügt über keine Geschäftsräumlichkeiten (ausser Tonis Wohnung, seinem Büro bei der Venture-Kapital Firma TrueVenture und einer Reihe netter Restaurants in Downtown SF). Angesichst der Vernetzung via IM und Email scheint diese Organisationsform nur Vorteile zu haben: Keine Management-Overhead, keine Hierarchie, geringe Kosten. Den nötigsten Papierkram und juristische Fideleien lässt Automattic auswärts erledigen, mit den Kunden kommuniziert man praktisch ausschliesslich elektronisch, der Zahlungsverkehr läuft über Paypal und die Lokalisierung der Software übernehmen interessierte Freiweillige in den Zielländern, neustens beispielsweise in Lettland.
Das Kernteam kann sich dieweil auf die Verbesserung des Produkts, neue Features und damit eben das konzentrieren, was den Jungs Spass macht. Toni weiss, wovon er spricht, wenn er diese Arbeitsweise mit anderen vergleicht: Er war Gründer des Startups Oddpost, das ein interaktives Webmail-Frontend entwickelt hat, als Ajax noch keinen Namen hatte und in der Folge von Yahoo aufgekauft wurde (heute Yahoo Mail), worauf Toni als VP etwas mehr als ein Jahr bei Yahoo war und die (neue) Medienwelt von innen kennengelernt hat, bevor er zu Automattic wechselte. Umso mehr geniesse er die Arbeit von zu Hause aus, wo er zugleich viel mehr Zeit mit seiner Familie (und ich vermute mal, mit seinen Autos) verbringen kann.



















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