SanDisk Sansa e200 im Test – Teil 4:
Fazit

Im vierten und letzten Teil unseres SanDisk Sansa e200 Tests schauen wir, wie gut der MP3-Player unter dem Strich abschneidet.

Links zu Teil 1, Teil 2 und Teil 3 des Tests.

SanDisk Sansa e200In den vergangenen drei Teilen haben wir uns mit Musikübertragung und
-wiedergabe sowie mit Zusatz-funktionen wie Videowiedergabe oder Sprachaufzeichnung befasst. Alles in Allem ist der Sansa e200 sicherlich ein guter MP3-Player. Funktional gibt es nichts zu meckern – welcher Player dieser Preisklasse kann nebst Sounds auch Videos wiedergeben sowie Sounds aufzeichnen? Auch mit Kapazitäten zwischen 2GB und 8GB ist der Sansa e200 in der Kategorie der Flash-Speicher-Player absolut up to date. Aber so richtig will bei mir dennoch keine Freude aufkommen.

Beim SanDisk Sansa e200 sieht man einfach, dass ein guter Player alleine noch nicht ein gutes Musikerlebnis ausmacht. Wie bereits gesagt, was die Funktionen angeht, ist am Sansa e200 nichts auszusetzen und sowohl die Steuerung als auch die Menuführung sind intuitiv und unkompliziert. Was einem aber den Spass verdirbt ist der Transfer von Files auf den Player. Egal ob man die Files mit Windows Media Player, Musicmatch Jukebox oder einem beliebigen anderen Programm überträgt, an die Kombination iPod – iTunes (vor allem mit in Sachen Wiedergabelisten-Verwaltung) kommt so schnell einfach kein Programm und kein Player heran. Die Intergration von Musikshop, Musikfile-Verwaltung und Synchronisation ist (zur Zeit jedenfalls) unschlagbar. Da wäre meiner Meinung nach SanDisk mit einer eigenen und gut umgesetzten Software besser gefahren. So lange ich alle meine MP3-Files via Windows Media Player auf einen MP3-Player zwingen muss, ist das für mich ein Grund, das Gerät nicht zu kaufen.

SanDisk Sansa e200 - Closeup

Der Sansa e200 hat aber natürlich auch seine Sonnenseiten. Die Videowiedergabe finde ich z.B. absolut cool. Clever ist dabei, dass das Video automatisch um 90 Grad rotiert wird, wodurch man den 1.8 Zoll Bildschirm fast komplett ausnützen kann. Auch die Sprachaufnahmefunktion finde ich an sich gelungen. Wäre das Mikrofon etwas empfindlicher, wäre diese Funktion perfekt. Schade ist, dass in den europäischen Versionen das Radio und die damit verbundene Recording-Funktion entfernt bzw. gesperrt wurde. Direkt vom Radio auf den Player aufzunehmen wäre verzichtbar gewesen, aber das Radio hätte man meiner Meinung nach nicht sperren müssen.

Hier noch ein Kurzüberblick über die wichtigsten Eigenschaften des Sansa e200:

Kapazität: 2GB, 4GB, 6GB und 8GB (durch microSD erweiterbar)
Bildschirm: 1.8 Zoll TFT
Soundwiedergabe: MP3, WMA (inkl. PlayForSure)
Videowiedergabe: AVI, MPEG, MOV, ASF
Bildwiedergabe: JPG, GIF, PNG, TIFF, BMP
Akkulaufzeit: 20h (Hersteller), circa. 16h (Test)
Preis: zwischen ?88 und ?215

Würde ich den SanDisk Sansa e200 zum Kauf empfehlen? Wenn man seine Musikfiles noch gar nicht so richtig verwaltet oder den Windows Media Player schätzen gelernt hat: ja. Vor allem der niedrige Preis (immerhin ?35 gegenüber dem iPod nano 8GB) und die tolle Ausstattung sprechen hier für den Sansa e200. Wenn man aber seit geraumer Zeit mit iTunes arbeitet und sich daran gewöhnt hat, würde ich von einem Kauf eher abraten. Meiner Meinung nach kann der Player an sich noch so gut sein – wenn der Datentransfer mühsam ist, ist er einen Kauf nicht wert.

Unser Testgerät wurde uns von K55, dem MP3-Center in Zürich zur Verfügung gestellt und ist dort nebst vielen anderen MP3-Playern erhältlich.

Weiterführende Links:
SanDisk Sansa e200
K55

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10 Kommentare

  1. bertel
    schrieb am 26. Dezember 2006 um 17:05 Uhr (#)

    Verstehe dich nicht so ganz. Wieso ist die Synchronisierung so schwer? Entweder man nimmt direkt Drag&Drop, WMP, iTunes per iTunes Agent (Freeware) oder man holt sich kostenlos Media Monkey. Das Programm hat bis auf den Music Store ALLE Funktionen von iTunes, hat exakt den gleichen Bedienkomfort und kann mit ALLEN MP3-Playern synchronisiert werden. Ich würde soweit gehen und sagen, dass die Befüllung des Sansa sogar wesentlich BESSER ist als die des iPods. Nicht zuletzt wegen der geringen Systemanforderungen des Media Monkeys. Bei iTunes braucht man ja inzwischen schon fast nen DualCore :D

  2. Schreibt hier auf dem Blog Damian Amherd
    schrieb am 28. Dezember 2006 um 22:25 Uhr (#)

    Naja – Drag&Drop und Windows Media Player sind in Zusammenhang mit dem Sansa wirklich alles andere als bequem. Vor allem der Windows Media Player hat mit Playlisten seine liebe Mühe. Und Media Monkey kenne ich bislang noch nicht, schaue ich mir aber gleich mal an…

  3. bertel
    schrieb am 28. Dezember 2006 um 23:01 Uhr (#)

    …solltest du auch. Klar, man kann nicht erwarten, dass das Ding per Zwangssoftware komfortabel und unter Auslastung aller Systemressourcen mit kopiergeschützten Titeln aus dem eigenen Shop direkt und vollautomatisch befüllt wird. Aber das will man ja hoffentlich auch nicht.

    WMP war schon immer grottig, Media Monkey hingegen ist eine wunderbare iTunes-Alternative mit viel Freiheiten und ähnlich komfortabler Verwaltung. Ich würde soweit gehen und sagen, es klappt besser als beim iPod. Hier sehe ich genau, WOHIN ich WAS WIE übertrage. Und das geht mit JEDEM Player.

    Schönen Abend ;)

  4. bertel
    schrieb am 28. Dezember 2006 um 23:58 Uhr (#)

    Eine kleine Ergänzung: Beim Arbeiten mit Media Monkey bitte immer die ausgewählten Lieder/Playlisten per “Rechtsklick -> Synchronisieren mit sansa e270 ” auf den Sansa befördern, nicht einfach per Drag/Drop. Ist aber auch wesentlich sinnvoller, da man über das Kontextmenü eben diese ausgewählten Lieder auch brennen und an Playlisten senden kann ;)

  5. Donar
    schrieb am 25. Februar 2007 um 23:29 Uhr (#)

    Hey, Media Monkey ist echt ein cooles Programm, Danke!

  6. hm
    schrieb am 2. September 2007 um 14:16 Uhr (#)

    Kann man den Sansa E250 auch von Win98 mit Musik bespielen?

    gruß

  7. Thomas
    schrieb am 15. September 2007 um 21:28 Uhr (#)

    Ich kann das nicht nachvollziehen.

    “So lange ich alle meine MP3-Files via Windows Media Player auf einen MP3-Player zwingen muss, ist das für mich ein Grund, das Gerät nicht zu kaufen.”

    Stimmt doch gar nicht. Die mp3 bekommt man bequem per Drag&Drop als Wechsellaufwerk auf das Gerät. Da benötigt man keinen Mediaplayer.
    Und letztendlich, wie oft macht man das? Sicher nicht allzuoft. Man knallt sich den Player voll und dann reicht es ja erst mal eine ganze Weile.
    Ich kann das GErät nur empfehlen, für den Preis einfach unschlagbar!

  8. bertel
    schrieb am 18. September 2007 um 20:56 Uhr (#)

    Stimmt. Denn inzwischen gibt es ihn für wirklich unschlagbare 92? in der 8GB-Version. Der Nano kostet glatt das Doppelte…

  9. maxxx
    schrieb am 28. September 2008 um 09:33 Uhr (#)

    maxxx

    naja mitlerweile bekommt man die 8 gb version im saturn schon für 60 euro, nichts desto trotz empfehle ich ihn nicht da er bei einigen bekannten die sich dieses schnäppchen auch nicht entgehen lassen wollten von zeit zu zeit spinnt.
    das äusert sich darin, dass man ihn manchmal nihct anschalten kann, nicht aufladen kann oder das man nicht mehr bestimmen kann welches lied man hören will da er nur noch an und ausgeht…
    naja aber als datenträger für filme etc taugt er allemal noch xD

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