Handy im Flugzeug:
Kein Anschluss

Peter Sennhauser, 11. November 2006 11:05 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Lange kanns nicht mehr dauern, dann ist telefonieren mit dem eigenen Handy im Flugzeug erlaubt: Emirates ist gemäss diversen Meldungen die erste Luftgesellschaft, die dafür sorgen will, dass ihre Fluggäste in der Luft telefonieren können. Es gibt aber Hoffnung:

Zum Beispiel verhält es sich mit der Gesetzeslage hier etwa ähnlich wie mit dem Rauchverbot auf Schweizer Schienen: Massgebend ist die Regelung des Ziellandes, weshalb in DB-Zügen trotz Rauchabteil ab Basel nicht gequalmt werden darf (wie mir ein Kondukteur im ICE nach Zürich angesichts meines Touristen-Generalabos zuerst auf Englisch, dann auf Hochdeutsch und schliesslich angesichts meiner erbosten Dialekt-Anmerkung, dass dies doch bitte irgendwo angeschrieben werden möge, auf Unverschämt klar zu machen versuchte) und in Flugzeugen mit Zielort in Ländern mit einem Handy-Verbot nicht telefoniert werden darf.

Ein weiterer Hoffnungsschimmer für alle, die über den Wolken bereits genug unter Platznot, miesem Essen und schreienden Kleinkindern leiden, ist der Umstand, dass auf 10′000 Metern nur selten überhaupt eine Bodenstation erreicht werden kann. Ich habs - nicht weitersagen - auf den letzten Flügen mehrmals ausprobiert und kurz nach dem Abflug über der dicht besiedelten Bay Area, im Anflug auf Dallas, New York oder Miami genauso wenig ein Netz gefunden wie über der Wüste Nevadas.

Allerdings werden gesellschaften wie Emirates, Ryanair oder die Airfrance ihre Kisten mit Systemen ausstatten, welche die Verbindung generell ermöglichen sollen. Und dann gibts wohl kein halten mehr, auch wenn Emirates die Gäste angeblich in die Pflicht nehmen will, nicht mehr als ein halbes Dutzend Gespräche pro Flug zu führen.

Wenigstens wird die neue Regelungen das Upgrade in die Businessclass für Journalisten, Blogger und allgemein neugierige Menschen spannender machen….

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1 Kommentar zu diesem Artikel

  1. Peter Hogenkamp

    schrieb am 11. November 2006 um 11:49 Uhr (#)

    Letztens hat mein Sohn Ben (1.5) mal mit einem Namensvetter Ben (4) von Freunden gespielt. Der ältere klärte den jüngeren auf, was kleine Teile eines Bausatzes anging: “Wenn Du das hier schluckst, bist Du tot.” Seine Eltern hatten ihm offenbar ein sehr lineares Verhältnis von Ursache und Wirkung vermittelt.

    Genauso war es bisher mit Handy-auch-nur-einschalten im Flugzeug. Das war immer sowas von gefährlich, dass man sofort abgestürzt wäre. Genauso CD- oder DVD-Player mit diesen schlimmen Laserstrahlen. Von WLAN gar nicht zu reden.

    Wobei natürlich wahrscheinlich in jedem zweiten Flieger einer vergisst, sein Handy auszuschalten. Das von meinem Studienkollegen Stefan Otto hat mal genau beim Abheben laut in seiner Tasche geklingelt, was ihm böse Blicke eingebracht hat, aber abgestürzt sind sie auch nicht.

    Und jetzt (bzw. mit Connexion schon seit einiger Zeit) besteht plötzlich die Chance, dass die Airlines damit Geld verdienen, und zack, ist es nicht mehr gefährlich. Das lässt einen vermuten, dass bei dieser ganzen Sicherheit/Elektronik-Geschichte generell viel Voodoo im Spiel ist - man weiss es einfach nicht so genau. Und das wiederum ist doch nicht so beruhigend. Bei Swissair 111 ist der Kurzschluss auch in den kilometerlangen Kabeln der Unterhaltungselektronik entstanden.


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