SanDisk Sansa e200 im Test - Teil 1:
First Impression

Damian Amherd, 28. Oktober 2006 18:35 Uhr, 9 Kommentare Kommentare

Die MP3-Player der Sansa e200-Linie von SanDisk sind zwar nicht so bekannt wie die iPods. Einen Test sind sie aber allemal (oder gerade deswegen) wert.

CIMG2012Auch wenn viele Leute dies wohl erwarten würden: der iPod ist nicht der einzige MP3-Player auf dieser Welt. Der Speicherkarten-gigant SanDisk stellt unter dem Label Sansa ebenfalls MP3-Player her. Die Sansa e200-Linie umfasst total vier Geräte und wurde erst vor kurzem durch eine 8GB-Version erweitert. Somit sind die Sansa e200 in Kapazitäten von 2GB, 4GB, 6GB und 8GB zu haben. Wir testen einen Sansa e250 mit einer Kapzität von 2GB welcher wie alle Sansa e200 einen 1.8 Zoll TFT-Farbscreen eingebaut hat. Folgende Soundformate werden unterstützt: MP3, WMA und DRM-geschützte WMAs (sprich PlaysForSure-Files). Ferner kommt der Sansa auch mit Fotos (JPG, GIF, PNG, TIFF & BMP) und Videos (AVI, MPEG, MOV, ASF und WMV) klar. Diese müssen aber zwingenderweise mit der Software “Sansa Media Convertor” auf den Sansa übertragen werden. Soundfiles kann man (sofern man den Sansa entsprechend konfiguriert hat) auch per Drag&Drop direkt auf den Player kopieren.

Zusätzlich zu diesen heutzutage mehr oder weniger üblichen Funktionen verfügt der Sansa e200 über ein eingebautes Mikrofon für Sprachaufzeichnungen, was ich persönlich als äusserst nützliches Feature erachte. Im Gegensatz zu anderen Playern kann der Akku bei Bedarf relativ einfach ausgewechselt werden (allerdings geht dies dann doch nicht ganz so leicht wie z.B. der Austausch eines Laptop-Akkus). Sollte die Speicherkapazität nicht ausreichen, kann sie mittels micro-SD Slot (gibts inzwischen ja in Kapazitäten von bis zu 2GB) erweitert werden. Die Ausstattung macht jedenfalls schon mal einen sehr guten Eindruck.

CIMG1995

Schauen wir uns mal den Lieferumfang an. Nebst dem eigentlichen Player werden ein USB-Datenkabel, Kopfhörer, eine kleine Tasche, ein Trageriemen sowie eine CD mit der benötigten Software und einer PDF-Version des Handbuches (ach wie schön waren die Zeiten, als eine gedruckte Bedienungsanleitung fix zum Lieferumfang gehörte …) mitgeliefert. Auch hier gibts eigentlich nichts zu meckern. Dass der “Sansa Media Convertor” gleich auf CD beigelegt ist, finde ich doch äusserst positiv und heutzutage kriegt man ja fast nirgendwo mehr ein gedrucktes Handbuch (ich bin halt ein Nostalgiker).

Während die Rückseite aus Metall ist, ist die Vorderseite des Sansa e200 aus Kunststoff gefertigt. Mit einer Grösse von 9cm x 4.5cm und einer Dicke von 1.3cm ist der MP3-Player in etwa gleich gross wie ein iPod nano, wenn auch etwa doppelt so dick. Der schwarze Finish sieht wirklich edel aus, aber leider ist er auch sehr anfällig für Fingeabdrücke und andere ästhetische Störfaktoren. Für mich hat der Sansa e200 eine perfekte Grösse und ein optimales Gewicht (75g). Genug um zu wissen, dass man etwas in der Hand hält und nicht so gross, dass man den Player nicht mehr in der Hosentasche verstauen könnte.

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Gesteuert wird der Sansa e200 über ein Scrollrad und fünf Buttons (hmmm - ein ähnliches Konzept habe ich doch schon mal irgendwo gesehen …). Wenn der Sansa e200 eingeschaltet ist, leuchtet das Scrollrad blau auf, was äusserst cool aussieht. Das Scrollrad ist aber deutlich grobschlächtiger als das Clickwheel von Apple. Dies hängt nicht zuletzt auch damit zusammen, dass es sich beim Scrollrad um ein bewegliches Teil handelt (so weit ich das beurteilen kann, läuft es auf Kugeln oder so). Die vier um das Scrollrad angeordneten Buttons sind ziemlich selbsterklärend: Play/Pause, Vor, Zurück und ein Button für weitere Optionen. Der grosse runde Button in der Mitte des Scrollrades entspricht der Enter-Taste - sprich, dient der Auswahl von Optionen. Hält man die On/Off Taste unten links gedrückt, schaltet sich das Gerät ein und aus. Mit einmaligem Drücken gelangt man ins Hauptmenu zurück.

CIMG2007

Der Akku des Sansa e200 kann über das mitgelieferte USB-Kabel aufgeladen werden und hält im besten Fall 20h durch. Bis der Akku komplett aufgeladen ist, verstreichen gut 3.5h. Wem der Ladevorgang über USB zu mühsam ist, kann sich ein Ladegerät für die Steckdose oder den Zigarettenanzünder kaufen. Überhaupt - obwohl logischerweise nicht so viel Zubehör wie für den iPod erhältlich ist, findet sich doch das nötigste: Schutzhüllen, Ladegeräte, Radio-Transmitter fürs Autoradio, Docks etc.

CIMG2019

Wie bereits erwähnt, können Soundfiles direkt per Drag&Drop auf den Sansa e200 übertragen werden. Der Player versteht sich aber auch problemlos mit Windows Media Player (Version 10 und aufwärts). Wenn man also gedenkt, mit Wiedergabelisten zu arbeiten, empfiehlt es sich sehr, den Media Player zu benützen.

Die Geräte der Sansa e200 Serie kosten ?88 (2GB), ?119 (4GB), ?149 (6GB) und ?215 (8GB). Unser Testgerät wurde uns von K55, dem MP3-Center in Zürich zur Verfügung gestellt. In den nächsten Tagen werden wir den Sansa e200 auf Herz und Nieren testen und hier auf neuerdings von unseren Erkenntnissen berichten.

Weiterführende Links:
SanDisk Sansa e200
K55

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9 Kommentare zu diesem Artikel

  1. matze

    schrieb am 10. Februar 2007 um 16:49 Uhr (#)

    wo gibt es den sansa e250 denn für 88??? ich hab für so einen günstigen preis noch keinen gesehen!!

  2. Damian Amherd

    schrieb am 10. Februar 2007 um 18:10 Uhr (#)

    Ich habe keine Ahnung mehr, wo ich diesen Preis damals gefunden habe. Wenn ich jetzt etwas rumsuche, kostet der billigste etwas über ?100 - da hast du recht. Das war wohl evtl. eine Promotion oder so…

  3. Vera blumenthal

    schrieb am 22. März 2007 um 11:29 Uhr (#)

    Bitte kann mir jemand sagen wie ich den Sansa Lauter bekomme?

  4. me

    schrieb am 22. März 2007 um 11:37 Uhr (#)

    Moin “Vera blumenthal”

    Hast du schon mal nen Firmware-Update gemacht?

  5. Vera blumenthal

    schrieb am 22. März 2007 um 11:44 Uhr (#)

    nein habe ich nicht. Habe auch leider keinen Plan von dem ganzen Englich und würde mir wünschen das auch deutsche Anleitungen vorhanden wären. Habe nur vom Fachhädler erfahren dass es im Internet die Möglichkeit gibt den Sansa etwas lauter zu machen. Ich bin jetzt so weit wie vor 2 Monaten als ich ihn mir kaufte.

  6. me

    schrieb am 22. März 2007 um 12:41 Uhr (#)

    Ne deutsche Anleitung dürfte ja eigentlich bei deinem Sansa dabei gewesen sein!

    So hier ma der Link zum Sansa Firmware Updater (dummerweise auch auf Englisch):
    http://www.sandisk.de/Retail/Default.aspx?CatID=1376

  7. phil

    schrieb am 16. Juli 2007 um 12:06 Uhr (#)

    Hallo,

    ich habe mir gestern einen Sanse250 FM (mit Radio) gekauft.
    Das der Sansa auch mit Fotos im JPG Format klar kommt, halte ich ganz klar für ein Gerücht. Wie es mit den anderen Bildformaten ( z.B. GIF, PNG, TIFF) aussieht kann ich derzeit noch nicht sagen, aber ich vermute einfach auch einfach mal nein. Auch das der Sansa e250 Videos im MPG Format klar kommt, kann ich so nicht bestätigen. Wie es mit (AVI, ASF und WMV) Daten aussieht kann ich derzeit auch noch nicht sagen.

    Tja, nun frägt man sich bestimmt, warum behauptet/suggeriert wird, das der Sansa e250 dies kann. Ganz einfach, weil die Zusatzsoftware (Sansa Media Converter) die Dateien für den Media Player in ein Ihm bekanntes Format umwandelt.

    So wird z.B. aus einer schönen jpg Datei (komprimiertes Format) eine BMP Datei (unkomprimiert) erzeugt.

    Und dem nicht genug. Diese Datei wird dem Player dann noch entsprechend verkleinert (verringerte Aüflösung) . Weiterhin kann die nun generierte bmp Datei auch nicht mehr mit einem älteren Bildbetrachter (z.B. MS Piant) unter Windows98 angesehen werden, da diese Datei nun irgendwelchen neuen Formate enthält, mit denen nur ein neuerer Bildbetrachter (z.B. MS Paint unter XP) klar kommt. Nun gut, das bringt allerdings auch nicht sehr viel, da es keinen spass mehr macht, sich eine BMP Datei mit einer derart misserablen Äuflösung am PC anzusehen.

    Auch kann der Mediaplayer sich seine Miniaturansichten zu den Bildern nicht selbst erstellen, was heuzutage jedes Billiggerät hin bekommt.

    Somit kommt man nicht umher, die Bilder zwingend über den Sansa Media Converter auf das Gerät zu übertragen, mit dem Ergebnis, dass man die nun neu generierten Bilder wirklich nur noch für den Sansa Player gebrauchen kann.

    Ebenso wie mit den Bilddateien verhält es sich mit den Videodateien, nur das hier keine Miniaturansichten generiert werden müssen. Der Sansa Media Konverter konvertiert alles was er an Video-Dateien bekommt in das MOV Format um und dies in einer derart misserablen Auflösung, das die nun neu generierte Video Datei nicht mehr für die Betrachtung am PC taugt.

    Diese absolute schwäche des Player, das er selbst mit den meist gebräuchlichsten Formaten nicht klar kommt führt dann auch dazu, das man nicht einfach die Bilder seiner Digitalkamera mittels des MicroSD Kartenslots auf dem Player ansehen kann. Somit müssen die Bilder oder Videos immer zwingend über einen PC auf den Player “Importiert” werden. Das ist im Urlaub natürlich absolut lästig. Aber auch dieses absolut wünschenswertes Feature wird nicht nur darin gebremmst, das der Player mit den Bildformaten erst gar nicht klar kommt, sondern auch darin, das der Player keine Bilddateien und Videodateien von dem mircoSD Datenspeicher ausliest.

    Somit kann der MicroSD Kartenslot lediglich als Speicher für Musikdateien im MP3 Format genutzt werden, oder man legt dort anderweitige Dateien ab (Funktion als USB Stick für den PC) mit denen der Sansa e250 eh nichts anzufangen weis.

    Weiterhin finde ich es absolut unverständlich, warum es auf dem Gerät keine Funktion wie ein Dateimanager gibt, mit denen man Dateien, verschieben, kopieren umbenennen und löschen kann. Die einzigen Dateien, welche man mit dem Gerät löschen kann, sind die über das eingebaute Microfon oder Radio selbst aufgenommenen Dateien. Hier sei aber auch erwähnt, dass man beim speichern der Dateien keinen Namen für die selbst aufgenommenen Dateien auswählen kann. Somit gibt es demnach auch keine Möglichkeit ohne angeschlossenen PC Daten von der MicroSD Karte auf den internen Specher des Players zu verschieben.

    Auch einen Betrachter für einfache Textdateien kann das Gerät nicht vorweisen.

    Manchmal erscheint mir auch das Drehrad etwas zu hängen bzw. einfach einzelne Punkte im Menü zu überspringen, wenn man es in eine Richtung dreht. Hier kann man dann nur über die andere Drehrichtung an den übersprungenen Menüpunkt gelangen. Dies passiert bei mir mmeist dann, wenn nur drei Menüpunkte im aktuellen Verzeichnis vorhanden sind.

    Einen Treiber für Windows 98 bietet der Hersteller selbst wohl auch nicht an. Hier scheint sich allerdings bereits jemand anderes erbarmt zu haben einen Treiber zu schreiben, welcher unter Windows98 wenigsten ermöglicht auf den/die Speicher des Gerätes zuzugreifen (Meinen herzlichsten Dank an dieser Stelle). Die Sansa Media Konverter Software lässt sich zwar auf einem Windows 98 PC installieren, es knallt aber gehörig im Arbeitsspeicher, wenn man dann mit dieser Software unter Windows 98 arbeiten möchte (Probiert demnacvgh bitte keine Installation der Software unter Windows 98 aus.). Ich empfinde es als Trauerbeispiel, wenn jemand anderes als der Hersteller einen Treiber bereitstellen muss und wenn der Hersteller es weiterhin vesäumt einen Schutzmechanismus in seine Installationssoftware einzubauen, so dass man die Software erst gar nicht auf dem falschen Betriebssystem installieren kann. Abgesehen davon erscheint mir diese Media Konverter Software überhaupt nicht das gelbe vom Ei zu sein. Man ist also alles in allem mit seinem Media Player von einer nicht allzu sehr mit Featuren versehenen Software abhängig.

    Auch finde ich es als absoluten Schwachsinn, das sich der Firmware Update Agent des Herstellers selbst mit dem Internet verbinden muss, um einem das für sein Gerät passsende Firmwareupdate rauszusuchen. Hier wäre es von Vorteil, das der Hersteller auch einen manuellen download anbietet. Ich jedenfalss traue nicht jedem stückchen Software über den Weg, und schon dreimal nicht, wenn es eine verbindung in das Internet machen will.

    Bei mir gilt nämlich immer der folgende Grundsatz:
    Selbst wenn auch ein beliebiger Softwarehersteller nicht beabsichtigt andere Daten wie die Daten, mit welchen der Kunde rechnet (z.B. Firmwarestand, Geräte-ID, ….), vom PC abziehen möchte, so kann auch der Hersteller nie zu 100% aussagen, dass seine Software nicht angreifbar ist.
    Demnach gilt, je weniger Software Zugriff ins Internet hat, um so sicherer ist der eigene PC vor internen wie auch externen Angriffen.

    Mein Fazit zu diesem Player:
    Von der Hardware-Seite erscheint der Player einem wirklich genial zu sein, was er auch mit Sicherheit wäre.
    An der in dem Player eingebauten Softwarefeatures bzw. Firmware hapert es aber an allen Ecken, was den Player für meine Wünsche derzeit absolut unattraktiv/unbrauchbar erscheinen lässt.
    Das einergemaßen Gute an der Software/Firmware ist die Grundsätzliche intuitieve Bedienbarkeit des Gerätes.

    Meine Hoffnung für dieses Gerät ist, dass der Hersteller hier noch einmal Grundsätzlich die Firmware des Gerätes mit den oben genannten fehlenden Funktionen austattet, womit er ein wirklich geniales Gerät am Markt hätte.
    Aber, ob er das wirklich auch macht stelle ich in Frage, wenn es hierzu nicht genügend Anfragen von den Kunden gibt. Von daher hoffe ich, dass dieser Text möglichst viele erreicht, die einen Sansa e250 besitzen, oder besser noch, gerne erwerben würden, sich von der Warheit dieses Textes selbst überzeugen und Ihre Wünsche und Bitten an den Hersteller senden.

    Da ich mit Behauptungen und Vermutungen sehr vorsichtig bin, möchte ich darauf hinweisen das der von mir verfasste Text rein meine Erfahrungen und Eindrücke schildert, wobei ich nicht zu 100% ausschliessen kann, dass ich mich an der ein oder anderen Stelle auch irren kann. Von daher versteht sich dieser Text sowie dessen Information ohne jegliche Gewär.
    Bitte überzeugt Euch daher selbst hiervon.

  8. ESTAX

    schrieb am 8. Oktober 2007 um 10:25 Uhr (#)

    Hab ma ne Frage… wie kann ich den eine Wiedergabeliste auf dem Sansa erstellen?!

  9. Maja

    schrieb am 13. Februar 2008 um 08:50 Uhr (#)

    Also mich nervt das Ding!!
    Habe noch nach einem Jahr nicht den Durchblick, wie man auf einfache Weise Musik drauflädt, löscht, Titel ändert usw. Bin nicht soooo bewandert mit dem PC und habe noch niemanden gefunden, der sich die Zeit nimmt, sich um mich und das Ding hier zu kümmern. Ich finde, wenn man sich so ein Teil kauft, müsste es auch für Laien EINFACH zu bedienen sein. Ohne sich Software runterladen zu müssen. Weiß überhaupt nicht, wie man an so was kommt und welche man nehmen sollte…:o(((


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    (4. November 2006 17:23)
  3. neuerdings.com » Blog Archiv » SanDisk Sansa e200 im Test - Teil 4: Fazit
    (13. November 2006 00:45)
  4. ALEBAR.de » Blog Archive » Ipod Alternative?
    (29. Oktober 2007 12:46)

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