Externe Harddisk für Millionäre

Peter Sennhauser, 27. Oktober 2006 11:17 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Speicher gefällig? Na bitte: 1,5 Pentabyte im Container. Braucht etwas mehr als einen USB-Anschluss…

Cntanr 34open-2Darf’s ein bisschen mehr sein? Mit bis zu 1.5 Petabyte Speicherplatz (eineinhalb Millionen Gigabyte) löst die neuste Portable Harddisk des Server-Herstellers Sun Microsystems die Backupprobleme auch notorischer Musiksauger im Internet. Allerdings ist der Kasten namens “Project Blackbox”, den der charismatische Sun-CEO Jonathan Schwartz vorige Woche der Presse in Menlo Park vorstellte, kaum für den Heimbenutzer konzipiert. Es handelt sich um ein komplettes Datacenter in einem Standard-Container, das Firmen von der Stange kaufen und an jedem beliebigen Ort platzieren können.

Die Bereitstellung ausreichender Speicher- und Serverkapazitäten stellte bisher insbesondere für rasch wachsende Startup-Firmen ein gehöriges Problem dar, sowohl räumlich als auch finanziell (was beispielsweise Google in den Anfangsjahren mit Heerscharen selber aus Standard-Komponenten zusammengebastelter Server löste). Mit der transportablen Blackbox zeigt Sun ein völlig neues Konzept: Nachdem die gesamte Industrie angesichts explodierenden Datenaufkommens das Geschäft mit Rechner- und Speicherkapazität immer mehr als Dienstleistungssparte grosser Player ansah, bei denen sich “kleine Kunden” einmieteten, bietet Suns Lego-Prinzip eine bezahlbare Alternative, das Equipment zu kaufen, selber (kostengünstiger) zu betreiben sowie bei Bedarf beliebig auszubauen oder in Einzel-Containern wieder zu verkaufen. Angeblich soll der Preis für die Hochleistungs-Container ein Prozent der Kosten betragen, den der Aufbau eines äquivalenten Datencenters in festem Gemäuer verursachen dürfte. Bleibt eine Frage, die Gary Beach vom CIO Magazine aufwarf: Container können fast so leicht wie ein Notebook gestohlen werden. Beach drängt Sun deshalb darauf, Tracking-Geräte mit Satellitenempfängern in die Container einzubauen, wie sie zur Diebstahlsicherung von Personenwagen eingesetzt werden. Ansonsten droht in den Chefetagen eine neue Art von Horrormeldung: “Chef, unser Datencenter ist gestern Nacht geklaut worden.”

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2 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Kasimir

    schrieb am 28. Oktober 2006 um 21:38 Uhr (#)

    Endlich…die Alternative zum USB Stick:-)
    Ich habe mir die Fotos vom Innenleben auf http://www.sun.com/emrkt/blackbox/index.jsp
    angesehen! Über den Preis schweigt SUN

  2. Holger

    schrieb am 2. Februar 2007 um 00:28 Uhr (#)

    Das Backup dauert sicher ein wenig. Ich hoffe die haben auch ein Dixi da drin eingebaut.


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