La Fonera im Test

Damian Amherd, 24. Oktober 2006 22:25 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

La Fonera - der von FON entwickelte WLAN-Router - ist seit neuestem gratis erhältlich. neuerdings hat den Router getestet.

CIMG1911Viele Leute die ich kenne, sind der Meinung, dass die Einrichtung eines WLANs nur etwas für Profis sei. FON hat es sich zum Ziel gestzt, einen einfach zu installierenden Wireless-Router zu äusserst günstigen Konditionen anzubieten (je nach dem, wo man wohnt, zwischen ?0 und ?15). Einzige Bedingung: das Signal muss für andere FON-User offen sein. Die Idee: wenn dies wirklich jeder FON-User macht, hat man eine weltweite Wireless-Community, was z.B. auf Reisen äusserst praktisch sein kann. Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie einfach die Installation von La Fonera von statten geht.

Nebst dem eigentlichen Wireless-Router sind im Lieferumfang eine Installationsanleitung, eine CD, ein Netzteil und (äusserst praktisch) ein Netzwerkkabel enthalten. Vor allem letzteres gefällt mir sehr - wie oft musste ich doch schon separat ein Kabel kaufen, um die eben erst erworbene Hardware auch betreiben zu können.

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La Fonera ist äusserst simpel aufgebaut. Auf der Vorderseite informieren drei LEDs über den Zustand des WLAN-Signals, des Inputs und ob La Fonera auch wirklich Saft hat. Auf der Rückseite finden sich Anschlüsse für das Inputsignal, Strom und die mitgelieferte Antenne.

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Nun gilt es, La Fonera via Netwerkkabel mit dem ADSL-Modem (bzw. Cable-Modem) zu verbinden. Dies sieht in etwa so aus:

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Nun muss man nur noch La Fonera mit Strom versorgen und schauen, dass das ADSL-Modem wieder korrekt angeschlossen wird. Hatte man vorher noch kein WLAN, ist nun an Stelle des Netwerkkabels vom Computer zum Modem das Netzwerkkabel vom Modem zu La Fonera. Aktualisiert man nun die Anzeige der drahtlosen Netzwerkverbindungen, sollte ein Accesspoint namens FON_AP auftauchen:

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Mit diesem verbindet man sich und startet dann den Browser (Internet Explorer, Firefox …). Nun sollte man automatisch auf die Loginpage von FON gelangen.

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Oben rechts gibt man seine E-Mail Adresse und sein Passwort ein (hat man ja bereits eingerichtet, als man La Fonera bestellt hat) und loggt sich ein. Auf der nächsten Seite gibt man seine Daten ein und schon ist die Registration abgeschlossen. Wählt man nun im Hauptmenu den Punkt “My FON Social Router” aus, kann man Details wie z.B. den genauen Standort des Routers oder dessen SSIDs definieren:

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La Fonera sendet automatisch zwei SSIDs: das öffentliche FON_AP Signal und das private Myplace-Signal (siehe Screenshot weiter oben). Die Idee dahinter: andere FON-User surfen auf dem öffentlichen Signal (wessen Bandbreite limitierbar ist), während man selber über das WEP-verschlüsselte MyPlace-Signal surft. Da man im persönlichen Profil auf der FON-Page immer sehen kann, wer gerade über La Fonera (genauer gesagt über das FON_AP-Signal) am surfen ist und man selbst über das MyPlace-Signal ins Internet geht, muss man auch keine Angst haben, dass plötzlich die Polizei vor der Tür steht und wissen will, wieso man irgendwelche illegalen Sachen runtergeladen hat. Jedoch ist es so, dass (in Deutschland) der Betreiber des WLANs eventuell eine Mithaftung trägt, wenn jemand den FON-Accesspoint benützt und aufgrund mangelnder Logs nicht mehr identifiziert werden kann. Die beiden SSIDs kann man übrigens auch ändern - einzige Bedingung ist, dass das FON-Signal mit “FON_” beginnen muss. Ebenfalls veränderbar ist der WEP-Schlüssel für das private Signal.

Die Installation an sich gestaltet sich wirklich einfach. Man muss nur La Fonera korrekt mit dem Modem verkabeln und schon steht das WLAN. Alles Nötige ist bereits voreingestellt und funktioniert so auch. Wer will, kann Details wie z.B. die SSID noch seinen persönlichen Wünschen anpassen, aber auch wenn man dies nicht tut, steht dem Wireless-Spass nichts mehr im Weg. Dass La Fonera etwas spartanisch eingerichtet ist, stört mich persönlich nicht. Bei einem Gerät für ?15 kann man einfach nicht einen 4-Port-Switch und Konfigurationsmöglichkeiten ohne Ende etwarten. Bei mir hatte La Fonera jedoch etwas Probleme, wenn das Wireless-Signal in der Liste “Drahtlose Netzwerkverbindungen” nicht zuoberst war. Und auch sonst wurde ich immer wieder rausgekickt. Auf dem Computer meiner Mitbewohnerin (genau gleiches Modell) hatte ich jedoch keine Probleme damit. Deshalb wäre es vermessen, die Schuld kategorisch FON in die Schuhe zu schieben.

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Zu beachten ist jedoch: das öffentliche FON-Signal ist unverschlüsselt. Sollte man also darauf surfen, können andere die Signale abfangen und den Datenstrom “belauschen”. Beim reinen Surfen ist dies nicht so problematisch, wenn jedoch Passwörter oder Kreditkarteninformationen ins Spiel gelangen, kann dies schnell böse Folgen haben. Wie bereits oben beschrieben, gehen deutsche Gerichte teilweise davon aus, dass der Betreiber eines offenen Hotspots (und zwar nicht nur FON-Hotspots) Verantwortung für denselben trägt (vgl. Bericht im c’t). In der Schweiz gibt es zur Zeit noch keine Urteile. Die gesamte Situation ist noch etwas diffus und sehrwahrscheinlich ist es zur Zeit noch so, dass im Zweifelsfall wohl nicht zugunsten des Angeklagten entschieden wird. Ich glaube aber, dass da in nächster Zeit Klarheit geschaffen wird. Sobald die Situation geklärt ist, überwiegen für mich eindeutig die Vorurteile der FON-Idee. Von den x-Megabit-Leitungen braucht man selten die volle Bandbreite und wenn man mal in einer anderen Stadt oder im Urlaub ist, kommt gratis Internet über WLAN immer gelegen. Die Diskussion ist eröffnet.

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2 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Shark

    schrieb am 25. Oktober 2006 um 21:23 Uhr (#)

    Du erwähnst ständig WEB, womit Du gleich auf “Verschlüsselung” verzichten könntest… ich nehme an, La Fonera unterstützt auch zeitgemässe Methoden wie WPA2?

  2. Damian Amherd

    schrieb am 26. Oktober 2006 um 11:30 Uhr (#)

    Jawohl, WPA und WPA2 werden auch unterstützt


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    (6. November 2006 15:05)
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    (21. Januar 2008 12:10)

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