Noch mehr iPod Gerüchte

Gemäss einem gestern eingereichten Patent-Antrag soll der iPod in Zukunft Radiosignale empfangen können.

Was auf den ersten Blick überhaupt nicht spannend tönt, hat aber etwas wirklich verlockendendes. Gemäss Antrag sollen über mehrere Quellen (Radio, DAB, Wireless) Signale (sprich: Musik) empfangen werden können. Der iPod kann dann das Lied identifizieren und der User kann es gleich zum Kauf markieren. Bei der nächsten Synchronisation wird das Lied dann automatisch gekauft. Ebenfalls möglich: die Songs, die man auf dem Autoradio hört, werden vom iPod identifiziert (in dem kurze Ausschnitte analysiert werden) und können dann ebenfalls auf die Einkaufsliste gesetzt werden. Ob und wann diese Funktionalität in die iPods eingebaut wird, steht noch in den Sternen. Die Idee ist aber sicherlich gut und dürfte auch die Musikindustrie beruhigen.

apple

Weiterführende Links:
Patent-Antrag (bei Orbitcast)

[via TechDigest]

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5 Kommentare

  1. Patrik
    schrieb am 22. Oktober 2006 um 22:54 Uhr (#)

    “Nicht spannend”? Vielleicht, weil Du die Dinge etwas durcheinander bringst… Der iPod erkennt selber nix, er nimmt nur auf. Dieses Sample geht beim nächsten Syncen zur Zentrale und wird dort ge-matcht / erkannt. Siehe auch
    http://infam.antville.org/stories/1496211/

  2. Schreibt hier auf dem Blog Damian Amherd
    schrieb am 22. Oktober 2006 um 23:28 Uhr (#)

    Hallo Patrik

    Besten Dank für deine Korrektur. So wie dus beschreibst, ists zur Zeit sicherlich am realistischten (und erhält im Patentantrag auch am meisten Gewicht). Dennoch schreibt Apple im Patentantrag:
    “Alternately, in another embodiment, the portable media device can send the audio samples directly to the media identification server, either by a physical connection to the data network (e.g. a network cable) or by using wireless network (not shown)…” Womit wir beide ein Stück weit Recht haben dürften. Der iPod selber erkennt in Tat und Wahrheit nichts, aber es ist auch ohne Verbindung zum Computer möglich, Songs zu identifizieren.
    Sollte der iPod wirklich mit WiFi ausgerüstet werden (und in Anbetracht des Zunes, wird das wohl nicht mehr so lange dauern), wäre es ja schliesslich schade, wenn man diese Möglichkeit nicht ausnützen würde.
    Aber ehrlich gesagt finde ich das immer noch nicht so spannend. Die Idee ist sicher cool, aber ich persönlich wäre jetzt nicht bereit, für solch ein Feature mehr zu bezahlen.

  3. Patrik
    schrieb am 23. Oktober 2006 um 00:01 Uhr (#)

    Zugegeben, so en Détail hab ich den Antrag nicht gelesen, sondern mehr auf die Grafiken geschaut…
    Spannend find ich das Ding an und für sich auch nur bedingt; wirklich Wunder nimmt mich tatsächlich mehr, wie Apple das Problem löst, den gehörten Song zu erkennen. Fällt mir grad ein: Gab’s da nicht mal einen strukturell ähnlichen Dienst bei einem Handy-Provider? Im Sinne von: “Ruf uns an, halt Dein Handy an die Boxen und wir schicken Dir per SMS wie der Song heisst.” Ist eigentlich letztlich dasselbe, wie das Applepatent. Irgendwie. Ob das schon als “prior art” durchgehen würde und das Patent nichtig machen könnte? Wohl nicht ganz. Seh grad, das gibt’s sogar gratis:
    http://tinyurl.com/sb5rp

  4. Schreibt hier auf dem Blog Damian Amherd
    schrieb am 23. Oktober 2006 um 00:27 Uhr (#)

    In der Schweiz hat Sunrise zusammen mit Citydisc mal sowas angeboten. Als es auf den Markt kam, war es aber ziemlich teuer (einige Franken oder so pro “Auskunft”). Wies jetzt aussieht, konnte ich auf die Schnelle nicht herausfinden.

  5. Schreibt hier auf dem Blog Peter Hogenkamp
    schrieb am 23. Oktober 2006 um 18:58 Uhr (#)

    Sunrise musicfinder.
    Habe mich auch schon mal totgesucht nach dem Dienst, weil ich nicht mehr wusste, wie er heisst, hatte ihn damals selbst auf der sunrise-Website nicht gefunden, als ich nur die Nummer suchte (076 333 66 33).

    War im April dieses Jahres bei einem Anlass Mobile Technologien und Dienste, die die User wirklich wollen, bei dem dieser Dienst intensiv besprochen wurde; seitdem weiss ich es wieder für ein paar Monate.
    Der Dienst wurde entwickelt von der englischen Firma Shazam und wurde an verschiedene Mobilfunkanbieter lizenziert.
    Ich habe übrigens erheblich bessere Erfahrungen gemacht als Heise in einem Test 2004, als die Software nur 4 von 10 Titeln erkannte. Inzwischen habe ich das Ding auch schon mehrfach richtig produktiv genutzt, z.B. um ein Stück in der Serie “Lost” zu erkennen. Fünf Minuten später hatte ich es dann gekauft und heruntergeladen – die seltenen Sternstunden der neuen IT-Welt, für die wir den ganzen anderen Scheiss auf uns nehmen.

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