Deonet Tapeless Backup System im Test - Teil 3:
Fazit
Im dritten und letzten Teil unseres Tests ziehen wir Bilanz und betrachten die Vor- und Nachteile des Deonet Tapeless Backup Systems.
Im Blogwerk-Büro haben wir nun einige Wochen lang das Tapeless Backup System von Deonet getestet. Nun ist es an der Zeit, das Backup System wieder auszubauen und Bilanz zu ziehen. Qualitativ ist sicherlich nichts auszusetzen - das System war rasch eingebaut und funktionierte tadellos. Ebenso die Recovery Box: die Installation war kinderleicht und die Box arbeitete absolut zuverlässig. Dem Anspruch, auch im laufenden Betrieb Festplatten zu entfernen und einzulegen, wurde das Tapeless Backup System absolut gerecht. Festplatten können mit dem Backup System fast wie USB-Sticks reingesteckt und rausgezogen werden.
Im System per se gibt es eigentlich keine grossen Schwächen. Einzig die Bedienungsanleitung könnte a) auf Papier sein - wenn man den PC zwecks Installation öffnen muss, will ich nicht zuerst booten und dann das User’s Manual asdrucken müssen und b) ausführlicher formuliert sein - ich wusste erst nach der Inbetriebnahme der Recovery Box, was man überhaupt damit machen kann.
Will man wirklich mit dem Tapeless Backup System arbeiten, muss man sich jedoch ernsthaft Gedanken bezüglich Sicherheit machen. Verwendet man - wie empfohlen - für jeden Arbeitstag eine andere Festplatte, muss man sich genau überlegen, wo man die gerade nicht eingelegten Harddisks aufbewahrt. Sonst macht man es nämlich allfälligen Einbrechern mehr als leicht, an sensible Firmendaten zu gelangen.
Ferner muss man beachten, dass man (wie es der Produktname vermuten lässt) die Daten nicht archiviert sondern ein Backup macht. Sollten Daten mal versehentlich gelöscht werden oder eine Festplatte kaputt gehen, hat man jederzeit Ersatz zur Hand - man kann aber nicht Daten von vergangenem Januar wiederherstellen zumal man nach einer Woche wieder eine “angebrauchte” HD verwendet. Insofern ist das Tapeless Backup System eher als System für Notfälle zu empfehlen.
Preislich scheint das Tapeless Backup System auf den ersten Blick absolut billg. Kauft man aber die interne Version des Backup Systems mit einer Festplatte pro Tag, sieht die Einkaufsliste wie folgt aus:
- Deonet Tapeless Backup System (intern): CHF 369.-
- Recovery Box: CHF 139.-
- Zusätzliche HD-Schubladen: CHF 250.-
- 7 Festplatten (160GB): CHF 700.-
Macht total knapp CHF 1′500.- (circa ?950). Für dieses Geld kriegt man problemlos ein DAT-Laufwerk inkl. Speichermedien. Dieses ist aber a) in Sachen Datentransfer deutlich langsamer und b) sind die Kapazitäten recht beschränkt. Ferner ist ein DAT-Laufwerk auch eher zur Archivierung geeignet. Das Tapeless Backup System ist da sicherlich unkomplizierter und einfacher in der Handhabung.
Fazit: das Deonet Tapeless Backup System ist via RAID 1 sicherlich eine gute Alternative zu herkömmlichen Backup-Lösungen. Es ist einfach zu handhaben und arbeitet sehr zuverlässig. Dank SATA werden Daten mit bis zu 300MB/s übertragen - aber auch wenn es langsamer wäre, würde es nichts ausmachen, da der Mirroring-Prozess vollständig im Hintergrund abläuft und man ganz normal weiterarbeiten kann. Fraglich ist nur, wer solch ein System benötigt. Für das private Heim-Backup wäre es von der Bedienung her perfekt, aber zu teuer. Und im Profisegment dürfte wohl eher Archivieren gefragt sein. Dennoch: eine Überlegung ists allemal wert.
Das Deonet Tapeless Backup System wurde uns freundlicherweise von Brack Electronics zur Verfügung gestellt.
Weiterführende Links:
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