Deonet Tapeless Backup System im Test - Teil 2:
die Recovery Box

Damian Amherd, 5. Oktober 2006 21:08 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Im zweiten Teil unseres Tests schliessen wir die Recovery Box an das Deonet Tapeless Backup System an.

Links zu Teil 1 und Teil 3.

CIMG1819Da wir das Tapeless Backup System von Deonet wirklich komplett testen wollen, habe ich heute die (separat erhältliche) Recovery Box an unser Testsystem angeschlossen. Ehrlich gesagt, wusste ich lange Zeit nicht, was man genau mit dieser Recovery Box machen kann, denn die Erklärungen auf der Homepage von Deonet und das User’s Manual (welches nur auf CD vorhanden ist) waren mehr als dürftig. Also habe ich zuerst mal eine halbe Stunde recherchiert und rumgeschraubt.

Da auch die Recovery Box für die bereits im ersten Teil beschriebenen HD-Schubladen ausgelegt ist, habe ich zuerst mal wieder eine Festplatte in eine Schublade geschraubt:

CIMG1803

Da die Festplatte, die in die Recovery Box gesteckt wird, eigentlich eine HD sein müsste, welche bereits Daten enthält (mehr zum User Case weiter unten), habe ich etwas gemogelt und einfach eine der beiden HDs genommen, welche bereits im Backup System eingelegt war (die beiden eingelegten Festplatten enthalten ja immer die genau gleichen Daten –> RAID 1) und die noch leere Festplatte in das Backup System eingelegt. Dadurch wurde der Festplatteninhalt der bereits vorhandenen HD auf die gerade eingelegte HD kopiert bzw. gespiegelt. Die soeben entfernte Festplatte habe ich dann in die Recovery Box eingeführt:

CIMG1806

Die Recovery Box kann entweder über eSATA (300MB/s) oder via USB 2.0 (60MB/s) an den Computer angeschlossen werden und bezieht den Strom stinknormal über eine Steckdose:

CIMG1810

Ich habe mich für den USB Anschluss entschieden, da ich nicht gross Lust hatte, am Computer rumzuschrauben, so lange ich nicht wusste, was die Recovery Box eigentlich kann. Nachdem ich alles angeschlossen hatte, kam der Moment der Wahrheit und ich schaltete die Recovery Box ein. Auf der Oberseite blinkte eine LED gefährlich rot, aber wie sich herausstellte, ist dies normal. Windows hat dann automatisch ein externes Laufwerk erkannt und mir gemeldet, dass dieses nun betriebsbereit sei. Ein Click auf den Arbeitsplatz genügte um mir aufzuzeigen, was Sinn und Zweck der Recovery Box ist:

screenshot recoverybox

Da die Recovery Box als normales externes Laufwerk erkannt wird, kann man bequem Daten per Drag&Drop auf die eingebaute HD übertragen. Die Recovery Box ist also sozusagen ein gigantischer USB-Stick. Stellen wir uns folgendes Szenario vor: für jeden Wochentag hat man eine HD, welche man in das Deonet Tapeless Backup System steckt. Tut man dies morgens, werden automatisch alle Daten des Vortages auf die neu eingeführte HD übertragen. Sobald dies abgeschlossen ist, werden alle Operationen, also auch Lösch-Befehle, automatisch auf beiden Festplatten durchgeführt. Realisiert man nun am Donnerstag, dass jemand am Dienstag einen Ordner unwiderruflich gelöscht hat, gibt es zwei Möglichkeiten: man schaltet den Rechner aus und entfernt beide Festplatten aus dem Backup System. Dann legt man die HD vom Montag ein (wo der Ordner ja noch vorhanden ist) und bootet nur mit dieser. Sobald der Rechnern wieder läuft, legt man eine zweite Fesplatte ein und der Mirroring-Vorgang startet wieder wie oben beschrieben. Dies hat zwei Nachteile: erstens will man den Computer (wenn es ein Server ist) so wenig wie möglich ausschalten müssen und zweitens fehlen bei dieser Methode alle Dateien, welche zwischen Dienstag und Donnerstag angelegt wurden. Diese Probleme hat man mit der Recovery Box nicht: man steckt einfach die Fesplatte vom Montag in die Recovery Box (ohne den Rechner herunterzufahren) und kann dann einfach den gelöschten Ordner auf die im Tapeless Backup System eingelegten Festplatten ziehen. So kann man Daten wiederherstellen, ohne auf die aktuellsten Dateien verzichten zu müssen.

CIMG1817

Alles in allem ist die Recovery Box eine gute Idee und rundet die Funktionalität des Tapeless Backup Systems ab. Wünschenswert (und auch marketing-technisch sinnvoll) wäre es aber gewesen, wenn man die Recovery Box nicht zuerst ausprobieren müsste, um zu begreifen, was ihr Sinn und Zweck ist.

Im dritten und letzten Teil werden wir Bilanz ziehen und schauen, für wen sich der Kauf eines Deonet Tapeless Backup Systems lohnen könnte.

Das Deonet Tapeless Backup System wurde uns freundlicherweise von Brack Electronics zur Verfügung gestellt und ist dort für CHF 369.- erhältlich. Die Recovery Box kostet CHF 139.-

Weiterführende Links:
1. Teil des Tests

Deonet Backup
Brack Electronics

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  1. neuerdings.com » Blog Archiv » Deonet Tapeless Backup System im Test - Teil 1: Auspacken und Installation
    (16. Oktober 2006 21:45)
  2. neuerdings.com » Blog Archiv » Deonet Tapeless Backup System im Test - Teil 3: Fazit
    (13. November 2006 01:35)

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