Im Test:
Synology DiskStation DS-106e - Teil I

Peter Hogenkamp, 5. Juni 2006 15:59 Uhr, 22 Kommentare Kommentare

Wie schon verschiedentlich angekündigt, wollten wir schon seit einiger Zeit die Synology DiskStation DS-106e (US-Site, abgespeckte CH-Produktwebsite) testen. Die DS-106e ist von Haus aus eigentlich ein “NAS” (Network Attached Storage), also ein Nur-Speicherlaufwerk, das direkt im Netzwerk hängt und nicht einen ganzen Server dranhängen hat, den man eigentlich nur als Festplatte nutzt. Aufgrund der vielen Features der DS-106e ist sie aber eigentlich doch wieder so etwas wie ein richtiger Server für zuhaus oder fürs KMU-Büro - nur sieht sie nicht so aus und kostet auch nicht soviel (ab 230 Euro plus Festplatte).

Habe sie heute ausgepackt und angeschlossen. Das ganze war eine Sache von unter 15 Minuten, daher ist es auch hier schnell im Wort und vor allem Bild nachgestellt.

Noch eingepackt.

Ausgepackt. Soweit recht übersichtlich.

Von vorn: 4 LEDs, ein USB-Anschluss mit einer “Copy”-Taste; zuunterst der Ein-/Aus-Schalter

Von hinten: Anschluss für eine weitere Platte, 2 x USB, Netzwerk, Strom.

Eigentliche Treiber braucht es nicht, die DiskStation ist nach dem Einschalten sofort im Netz, aber natürlich gibt es trotzdem viel zu konfigurieren. Nach Einlegen der CD startet daher eine Software.

In drei Schritten wird noch einmal gezeigt, wie die DiskStation anzuschliessen war, denn laut beiliegender Bedienungsanleirung musste man das schon vorher machen:

Sinnvolle Rückfrage, nachdem die Software offenbar die Firewall erkannt hat.

Nach kurzer Suche wird die DiskStation im Netz gefunden:

“1 DiskStation gefunden” ganz unten ist die wichtige Information. “Das System wurde deinstalliert” ist etwas missverständlich, denn es war ja noch kein System installiert.

Man kann zwischen “Setup per Mausklick” (soll wohl “Quick Setup” oder so heissen, also dass die Defaults übernommen werden) und “Schrittweises Setup” entscheiden. Wir nehmen schrittweise:

Gerätename

Admin-Passwort

DHCP (automatisches Beziehen einer dynamischen IP-Adresse, in diesem Fall vom DSL-Router)

Zeit und Zeitzone

Zusammenfassung

Soweit die Voreinstellungen, die offenbar noch lokal stattfanden. Nun werden sie übertragen, und die Festplatte wird formatiert. Das Tool hält uns gut auf dem Laufenden, was es gerade macht:

Bingo:

Z: ist schon “gemapt” (d.h. ist als Windows-Laufwerk so benannt für den Zugriff auf die neue Festplatte). 300 leere GB gähnen einen an und wollen gefüllt werden. Verdoppelung der Speicherkapazität im Haushalt in einer Viertelstunde. Ein gutes Gefühl.

Fazit: Prima, einfacher geht es wirklich nicht. Bis auf ein paar Grammatik-Fehler bei den Übersetzungen perfekt.

Das war allerdings nur die NAS-Funktion. Den eigentlichen Appeal des Geräts machen ja die sexy Features wie Webserver, FTP-Server, automatisches Backup lokaler Festplatten, Zugriff via extern, MySQL, PHP (eigentlich müsste man auch einen WordPress-Blog unmittelbar aufsetzen können) etc. etc. aus, und die sind alle noch nicht konfiguriert. Dazu mehr im nächsten Teil.

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22 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Dirk

    schrieb am 5. Juni 2006 um 18:46 Uhr (#)

    Sehr interessant, der Artikel! Würde gern noch anmerken, dass das Teil auch mit Mac OS zu laufen scheint. In den Spezifikationen steht’s auf jeden Fall als “suported client”. Bleibt nur die Frage, ob man die DiskStation auch ohne Windows Computer im Haushalt einrichten kann. Hat jemand dazu näheres?

  2. Peter Hogenkamp

    schrieb am 5. Juni 2006 um 19:31 Uhr (#)

    Hallo Dirk,
    danke für den Kommentar. Für mich als Mac-Outsider sieht’s eindeutig so aus, als könntest Du das Ding auch ohne Windows-PC zum Laufen kriegen. Nicht nur wegen des Mac-Klebers auf der Packung, sondern vor allem wegen des Inhalts der Installations-CD:

    Und sobald mal der Client mit dem Setup durchgelaufen ist, ist ja eh alles TCP/IP und HTTP.
    Gruss, Peter

  3. Dirk

    schrieb am 8. Juni 2006 um 11:29 Uhr (#)

    Aha, das sieht gut aus! Vielen Dank!

  4. Pascal

    schrieb am 8. Juni 2006 um 20:16 Uhr (#)

    Hallo Dirk

    Ich habs mal für einen Kunden in einer gemischten Umgebung aufgesetzt. Installiert hab ichs zwar unter Windows, aber die Shares sind auch unter Mac zu erreichen. Und die CD läuft auch im Mac, wie es der Inhalt vermuten lässt.

  5. Gottardo Pestalozzi

    schrieb am 19. Juni 2006 um 11:14 Uhr (#)

    Als Importeur der Synology-Produktelinie können wir bestätigen, dass es keinen Windows-PC braucht, um die Disk Station aufzusetzen. Das einzige, was nicht unter Mac läuft, ist das mitgelieferte Backup-Programm (DS Data Replicator).

  6. rst

    schrieb am 19. Juni 2006 um 13:13 Uhr (#)

    Wollte das Gerät nach Anleitung zurücksetzen, also 2 x innerhalb von 10 sek Resetknopf. Nach dem zweiten Reset kommt aber nicht wie vorgegeben 3x Signalton sondern nur einmal und es erfolgt auch kein Reset. Kann mir jemand helfen. Möchte den Werkzustand zurücksetzen und meine gespeicherten Dateien erhalten, im Gegensatz zum Softreset im Assistenten.

    viele Grüße und Danke

    RST

  7. Peter Hogenkamp

    schrieb am 19. Juni 2006 um 19:05 Uhr (#)

    Hallo RST
    Ich habe mich leider seit dem Aufsetzen noch nicht näher mit dem Gerät befasst. Muss das dringend mal machen und werde dann auch wieder posten. Deine Frage kann ich aber leider nicht beantworten.
    Gruss, Peter

  8. rst

    schrieb am 20. Juni 2006 um 15:25 Uhr (#)

    Hallo Peter,

    danke für die Info, hab komplett zurückgesetzt. Dadurch natürlich alle Dateien gelöscht.

    Andere Frage, habe testweise meine HP in den WEB-Ordner gestellt, die Freigabe für Guest auf “nur lesen” gestellt. Ich kann von meinen PCs aus über die Internetadresse zugreifen. Fremde PCs aber nicht. Vermute noch ein Freigabeproblem, aber wo? Bin für jeden Tip dankbar. Ich habe das DS 106 ohne “e” ist eigentlich ein Traum…

    Gruß und Danke

  9. rst

    schrieb am 25. Juni 2006 um 06:57 Uhr (#)

    hat sich erledigt, war ein Freigabeproblem.

  10. ferrari3003

    schrieb am 26. Juli 2006 um 07:41 Uhr (#)

    Hallo,
    welchen Port musstest du denn Freischalten bzw. Mappen?
    DAnke im Voraus.

    Gruß

  11. dolby

    schrieb am 1. August 2006 um 12:59 Uhr (#)

    Interessanter Artikel, nur schade ist, dass keine Geschwindigkeitsmessung gemacht wurde, denn dies ist für mich ein relevanter Punkt für ein Kauf eines solchen Produkts. Trotzdem Danke für Deine Bemühungen.

  12. Shark

    schrieb am 7. Dezember 2006 um 08:01 Uhr (#)

    Wo findet sich Teil 2?

  13. Peter Hogenkamp

    schrieb am 7. Dezember 2006 um 08:07 Uhr (#)

    Shark: Den hab ich eben nie gemacht. Bisher.

  14. TomTom

    schrieb am 11. Dezember 2006 um 12:35 Uhr (#)

    Hallo Peter,
    ich will die Synology DiskStation 106e oder 106j als kleine Backup-Lösung für unser Büro anschaffen, schwanke aber zwischen den beiden wegen des Lüfters bei 106e. Mein Grundsatz: Jeder Lüfter macht Krach und nervt!
    Wie sind deine Erfahrungen mit dem “Lüfterbelasteten” 106e. Stört bzw. nervt der oder handelt es sich bei dem Exemplar eher um einen “Leisebläser”, der sich auch nur bei Bedarf flüsternd einschaltet?

  15. danny

    schrieb am 17. Februar 2007 um 12:20 Uhr (#)

    Betreffend Backuplösung auf dem Mac könnte man auch ein Script basteln oder einfacher mit Automator =)

    Ich habe mal irgendwo gelesen das man den Lüfter auch wechseln kann, dazu muss aber das Teil halt geöffnet werden. Allgemein ist es ja so: Je kleiner der Lüster, desto mehr Krach macht er =(

  16. Nam

    schrieb am 25. Februar 2007 um 16:05 Uhr (#)

    kommt irgendwann auch noch ein TEIL 2?

  17. Peter Hogenkamp

    schrieb am 26. Februar 2007 um 04:17 Uhr (#)

    Ähm. Ja. Gute Idee.
    Bin gerade in den Ferien, aber dann mache ich mal was.

  18. Nam

    schrieb am 26. Februar 2007 um 18:03 Uhr (#)

    lss dir ruhig Zeit…
    keine Hektik
    mich würden vorallem seine Torrent Eigenschaften und Streaming Fähigkeit interessieren

  19. Peter Hogenkamp

    schrieb am 7. März 2007 um 05:16 Uhr (#)

    Puh, da muss ich mich aber sicher anstrengen…

  20. Nam

    schrieb am 7. März 2007 um 19:53 Uhr (#)

    lass dir ruhig zeit^^

  21. David

    schrieb am 16. April 2007 um 16:42 Uhr (#)

    hab mir nun auch die synology DS-106e gekauft (ca. 165? in Hong Kong beim offiziellen Synology Vertreter - auch wenn der Verkaufsladen nicht umbedingt danach aussah), und ohne Probleme in die Schweiz importiert :)

    die Photostation (mit neuster firm-ware) ist wirklich ein traum! funktioniert tadellos und auch übers internet schön schnell.

    frage an euch:
    wenn ich meine musik auf dem internet zugänglich machen möchte, damit ich z.B. auch vom Büro aus auf meine Songs zugreifen kann, wie muss ich das machen? einfach das FTP in der DS konfigurieren und port-forwarding von port 21 im router? oder geht das auch anders? könnte ich nicht einfach einen freigegebenen ordner (z.B. “music”) von irgendwo her als netzwerklaufwerk mounten / verbinden?

    Danke!

    übrigens:
    der BT-Download Client funktioniert auch wie geschmiert :)

  22. David

    schrieb am 16. April 2007 um 16:47 Uhr (#)

    übrigens:
    benutze die station mit meinem macbook pro.

    im büro habe ich einen windoof-pc

    aber das sollte ja keine rolle spielen, denke ich


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