Small is beautiful:
Neuer Kleinst-PC von Sony

Andreas Göldi, 20. Mai 2006 18:30 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Der PC-Branche scheint es derzeit sehr ernst zu sein mit der Mobilität: Alle bauen immer noch kleinere Geräte. Erst gab es zur CeBIT den inzwischen verrauchten Hype um die bisher wenig gelungenen UMPCs, gleichzeitig bringen viele Hersteller ständig neue Subnotebooks auf den Markt.

Und jetzt kommt Sony mit einem neuen Rekordversuch. Dem möglicherweise kleinsten vollwertigen Windows-XP-PC. Inhaber dieses Titels war bisher der hier schon ausführlich getestete OQO, und man kann davon ausgehen, dass man sich im Hause OQO nicht freuen wird über das neuste Sony-Produkt.

Der neue Vaio UX Micro-PC bietet nämlich in einem kleinen Gehäuse enorm viel: 512 MB RAM, 30 GB Harddisk, vernünftige Grafikhardware und ein 4.5-Zoll-Screen mit einer Auflösung von 1024×600 Pixeln. Der Prozessor ist je nach Ausführung ein Intel Core Solo mit 1.2 oder 1.06 GHz. Damit lässt der kleine Sony den OQO und auch sämtliche UMPCs zumindest in Hinblick auf die Prozessorleistung deutlich hinter sich. Je nach Version ist ausserdem auch noch Datenfunk per EDGE eingebaut, WLAN und Bluetooth gibt es natürlich in allen Modellen.

Schon von den Fotos und Spezifkationen her kann man feststellen, dass Sony ein paar clevere Ideen verwirklicht hat. Deutlich erkennbar sind Zoom-Tasten, mit denen man auf dem winzigen Bildschirm trotz der vergleichsweise hohen Auflösung für lesbare Schrift sorgen kann. Die Tastatur scheint winzig, aber vollständig zu sein, was in unserer Erfahrung für die Brauchbarkeit unterwegs essentiell ist. Windows-Anwendungen ganz ohne Tastatur zu bedienen ist beinahe ein Ding der Unmöglichkeit, und daher werden sich wohl auch die tatstaturlosen UMPCs weiterhin schwer tun im Markt. Klar, wie auch beim OQO wird man mit dem kleinen Sony keine längeren Texte verfassen, aber für ein paar kurze Mails unterwegs reicht es sicher. Ausserdem gibt es einen Touchscreen (vernünftig in diesem kleinen Format) und einen Fingerabdruck-Leser, zudem zwei eingebaute Kameras.

Die Batterielebensdauer wird mit drei Stunden angebenen, was für den praktischen Einsatz eher an der unteren Grenze liegt, da der Zweck eines solchen Kleinst-PCs ja gerade sein sollte, möglichst lange netzunabhängig arbeiten zu können. Überhaupt stellt sich bei diesem winzigen Form-Faktor natürlich immer die Frage, was ein sinnvoller Einsatzzweck ist, denn kaum jemand wird so einen Zwerg-PC als primären Arbeitscomputer nutzen. So wie der Sony UX ausgestattet ist, zielt er jedenfalls klar auf den Gadget-Freak-Markt und weniger auf den Bereich der branchenspezifischen “vertikalen” Profi-Applikationen.

Wie es mit der Verfügbarkeit der neuen UX-Serie in Europa aussieht, ist bisher noch nicht bekannt. In den USA können die verschiedenen Modelle bereits vorbestellt werden. Preislich muss man etwa mit $1800 rechnen.

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1 Kommentar zu diesem Artikel

  1. CorpXpress

    schrieb am 7. Juni 2006 um 20:37 Uhr (#)

    Very nive


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