Im Test:
Swisscom Mobile Unlimited 5-in-1, Teil 1:
Installation
Nun ist sie seit etwa fünf Wochen zu haben, die neue Swisscom Mobile Unlimited 5-in-1.
(Zur Aussprache: Ich wäre eigentlich davon ausgegangen, wenn schon “Mobile” und “Unlimited” eindeutig Englisch ist, dass man auch “five-in-one” sagt, aber der Pressesprecher von Swisscom Mobile nannte sie am Telefon “fünf-in-eins”, also bitte auch so lesen.)
Werde hier in einer voraussichtlich vierteiligen Serie über meine Erfahrungen berichten: Installation, Client, Betrieb, Troubeshooting. Parallel habe ich mir überlegt, dass das schon meine fünfte “Datenkarte” in den letzten drei Jahren ist, und ich könnte mal eine kleine Geschichte derselben schreiben. Diese beginnt hier.
Nun aber zur 5-in-1, zur Installation. Das Prozedere wurde seit der ersten Version von 2004 nur leicht modifiziert, aber an entscheidenden Stellen.
Der eigentliche Client wie auch der Installationsclient sind konsequent in diesem Wölkchen-Design umgesetzt. Das fängt schon bei der Sprachauswahl an:

Es folgt etwas Willkommensbla:
Dann kommt die obligate, aber wichtige Aufforderung, die Karte nicht sofort, sondern erst bei Aufforderung einzustecken (erfahrungsgemäss ist es an dieser Stelle oft schon zu spät, weil viele User erst das Gerät anschliessen und dann erst die CD einlegen) und darunter ein Hinweis zur Microsoft-Zertifizierung:
Die beiden Informationen hätten wohl zwei getrennte Screens verdient, der obere hätte zum Beispiel ergänzt werden können mit einer Grafik einer drastisch rot durchgestrichenen eingeschobenen Karte (wäre dann vermutlich nicht mehr CI/CD-konform gewesen).
Der Microsoft-Dialog sagt einigermassen konsequent das Gegenteil aus von dem, was er eigentlich meint. Vorgeschichte: Bei der Installation von Treibersoftware gibt es ja manchmal diese Meldungen, die sinngemäss so lauten: “Achtung. Ihre Software ist nicht für die Zusammenarbeit mit Windows XP zertifiziert. Wir empfehlen, den Vorgang abzubrechen. Oder sind Sie ganz, ganz sicher, dass Sie ihn doch fortsetzn wollen?” Offenbar muss man einen zeit- und kostenintensiven Prozess mit Microsoft durchlaufen, damit diese Meldung nicht kommt. Bei der ersten Version habe ich noch gedacht, Swisscom Mobile hat das zeitlich nicht geschafft, aber offenbar hatten sie keine Lust, denn sonst wäre es wohl inzwischen mal passiert.
Bei den Vorgängerversionen stand an dieser Stelle derselbe Text wie oben, man konnte aber auswählen, ob man die Microsoft-Meldungen anzeigen oder unterdrücken will. Wenn man “anzeigen” wählte, kam etwa 15 mal der beschriebene Warnhinweis; wenn man sich “unterdrücken” entschied, flackerte das Fenster nur ganz kurz auf. Es darf vermutet werden, dass der Prozess mit dieser Auswahl für Swisscom Mobile immer noch zu zuviel Supportaufwand führte, so dass man sich nun entschieden hat, dem Kunden die Entscheidung abzunehmen und die Meldungen immer zu unterdrücken.
Es folgen vier Screens, ein nutzloser Willkommensgruss und zwei Abfragen zu Lizenzbedingungen und Speicherort und eine Abfrage, ob ein VPN-Client (VPN = Virtual Private Network, eine sichere verschlüsselte Verbindung zum Heimnetzwerk durch das “unsichere” Internet) installiert ist und direkt aus der Applikation verlinkt werden soll:
Ob mit dieser Frage jeder etwas anfangen kann, sei dahingestellt, eine Hilfe gibt es nicht. US-Entwickler machen das oft besser mit dem saloppen Hinweis: “Wenn Sie nicht wissen, was VPN ist, klicken Sie auf Weiter.” Aber auch ich weiss ehrlich gesagt bis heute nicht, warum ich meinen VPN-Client hier verbinden sollte. Ich kann ihn prima später selbst starten, wenn ich ihn brauche.
Nach einem weiteren nutzlosen Screen (”Klicken Sie auf “Installieren”, um die Installation zu starten”) folgt der entscheidende Moment, zumindest wenn man bei einem vorhergehenden Installationsversuch Probleme hatte. Eine Dialogbox sagt, es sei noch eine alte halbe Installation des Vorgängerclients vorhanden, die die jetzige Installation gern wegputzen würde, wenn sie soll:

Hurra. An dieser Stelle habe ich mit Troubleshooting von Installationsversuchen der Vorgängerversionen schon mehrere Stunden meines Lebens verschwendet, indem ich in einen Teufelskreis geraten war: Um eine neue Version zu installieren, muss man zuerst die alte deinstallieren. Beim Deinstallieren brach der Prozess aber manchmal (bei mir fast immer) mit einer Fehlermeldung ab, der Prozess könne nicht abgeschlossen werden. Wenn man dann wieder neu installieren wollte, hiess es, es sei aber eine alte Installation noch nicht vollständig, man sollte doch diese bitte zuert abschliessen. Dann konnte man das wieder versuchen, zwischendurch jedes Mal booten etc. Niemand, der das nie mitgemacht hat, kann die Freude angesichts der schlichten kleinen Dialogbox oben ermessen, auch wenn der Text nicht ganz eindeutig ist.
Es folgen diverse Screens mit zu erwartenden Meldungen:
Und irgendwann darf man dann auch endlich die Karte einschieben:
Unlimited-0015.gif
Es folgen weitere Screens, bei denen die Treiber installiert werden, und dann ist es schon fertig:

Natürlich soll man neu booten, was ich immer erstmal ignoriere, und auch hier klappte es auch ohne.
Fazit der Installation. Swisscom Mobile scheint bei der Weiterentwicklung der Software seine Supportleute zu fragen, was typische Probleme in der Praxis sind. Das klingt banal, aber diesen Eindruck bekommt man leider nicht bei jeder Software. Es gibt noch kleine Verbesserungsmöglichkeiten in der Darstellung der Informationen, aber insgesamt macht das ganze jetzt einen soliden Eindruck.
Im nächsten Teil: der Client.
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1 Kommentar zu diesem Artikel
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Pesche Zinsli
Danke für diese story…..aber ich muss nun mal vermerken, dass diese karte ein absoluter bullshit ist……mit einer schwachen flächendeckung switcht sie zwischen allen verschieden netzwerken hin und her und gewährleistet wohl nur das minimum an bandbreite…..meiner meinung nach ein flop. zb. hat man beim skypen ein regelmässiger unterbruch alle 20 sekunden wieder und wenn er auf GSM switcht hört man nur noch störsignal…..hände weg. besser an public hotspots connecten.