Live von der CeBIT:
Linux-Smartphone aus der Schweiz
Der Smartphone-Markt teilt sich ja schon seit einiger Zeit primär in die Lager Windows Mobile, Symbian (Nokia, SonyEricsson) und Palm auf. Andere Systeme sind kaum mehr zu finden.
Da ist es doch schön und auch mutig, wenn sich eine Firma mit einem Alternativprodukt auf den Markt traut, nämlich einem Linux-basierten Smartphone. Und noch schöner ist, dass die Firma ImCoSys aus Zug in der Innerschweiz stammt — einer Gegend, die sonst nicht gerade als Brennpunkt der globalen Gadget-Industrie bekannt ist, sondern eher als Steuerparadies (was vermutlich bei der Standortwahl kein Hindernis war…).
Das Produkt, das gleich heisst wie die Firma und auf der CeBIT erstmals vorgestellt wurde, verfügt über einen TI OMAP 730 als CPU, 64 MB Flash-Speicher und 64 MB RAM sowie einen Touchscreen mit 240×320 Pixeln. Gefunkt wird mit Quadband-GSM, Bluetooth 1.2 und WiFi 802.11b. Zusätzlich ist auch noch ein GPS-Empfänger eingebaut, womit der ImCoSys auch als Navigationssystem verwendet werden kann. Als Betriebssystem läuft Embedded Linux, basierend auf dem 2.4.20-Kernel, die Bedienungsoberfläche ist selbstentwickelt.
Der angegebene Preis von 298 Euro ist für diese Leistungsklasse sehr attraktiv. Vergleichbare Windows-Geräte wie der HP w6515 kosten locker ein Mehrfaches.
Lustig ist auch die eingebaute Übertragungstechnologie Skinplex der Firma Ident Technology. Dabei erfolgt Datenübertragung über die Haut. Wofür man das ganz genau in einem Smartphone braucht, wurde uns ehrlich gesagt noch nicht klar (vom Hersteller wurde irgendwas von Security und Authentication erzählt), aber welcher echte Gadgetfreak wollte nicht schon immer mal als Anschlusskabel für sein Telefon dienen?















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