OQO im Test:
Einsatz in der Praxis

Und hier Teil 4 unseres OQO-Tests (Links: Teil 1, Teil 2, Teil 3).

Die wesentlichste Frage rund um den OQO ist natürlich: Braucht man wirklich einen so kleinen PC, und wozu ist er tatsächlich gut?

Nun, um es vorwegzunehmen: Wer kein Problem damit hat, sein Notebook überall hin mitzuschleppen und/oder bisher wunderbar ohne PDA ausgekommen ist, wird kaum zur Zielgruppe des OQO gehören. Potentielle OQO-Kunden sind am ehesten Leute, die optimale Computer-Mobilität wollen, aber mit ihrem PDA nicht glücklich sind.

Was kann der OQO, was mit einem High-End-PDA nicht möglich ist? Nun, natürlich eine ganze Menge. Es gibt halt immer noch sehr viele Anwendungsbereiche, für die die typische PDA-Software längst nicht ausreichend ist.

Beispiel Bloggen: Wer schon einmal versucht hat, auf einem PDA (egal ob Windows Mobile, Symbian oder Palm) einen etwas komplexeren Blog-Eintrag zu verfassen (bisschen Text, ein paar Links, ein paar Bilder) wird mir vermutlich zustimmen: Das ist beinahe ein Ding der Unmöglichkeit. Ähnlich sieht es aus mit Web-Browsen, Textverarbeitung, Präsentationssoftware oder e-Mail: Die PDA-Versionen dieser Programme sind bestenfalls als Notnagel gut, aber kaum zum ernsthaften Arbeiten geeignet. Der OQO mit seiner voll ausgebauten Windows-XP-Funktionalität spielt da in einer ganz anderen Liga.

Der OQO hat eigentlich drei typische Einsatzformen:

1. Unterwegs im Kompaktformat, Bedienung mit Stift oder der eingebauten Tastatur. Dabei hat man so das typische PDA-Feeling, aber halt mit mehr Leistung. Als vollwertiger Tablet-PC taugt der Kleine hingegen kaum, dazu ist die Screenfläche zu klein und der Stift zu ungenau.


Der OQO in seiner natürlichen Umgebung (Foto nachgestellt)

2. In einem semimobilen Umfeld (z.B. im Zug oder am Flughafen) kann man eine Reisetastatur und Maus anhängen und dann mit dem OQO arbeiten wie mit einem Notebook, vom kleinen Bildschirm mal abgesehen.


Der OQO mit Bluetooth-Tastatur von ThinkOutside sowie externer Maus.

3. Zu Hause oder im Büro in der Dockingstation mit externem Bildschirm und Full-Size-Tastatur. Da ist der OQO dann von einem normalen PC nur noch aufgrund seiner etwas geringeren Geschwindigkeit zu unterscheiden.


OQO im gedockten Zustand

Laut Hersteller hat der OQO den Anspruch, potentiell der einzige Computer zu sein, den man braucht. Unterwegs im kompakten Mini-Format, im Büro an der Dockingstation, so soll man den OQO den ganzen Tag lang einsetzen. Das ist zwar durchaus möglich, aber ich kann mir nur schlecht vorstellen, dass die meisten Leute mit den doch begrenzten Leistungsmerkmalen des OQO wirklich in allen Situationen zufrieden wären. Typischerweise wird der OQO wohl eher ein Zweitcomputer sein, den man neben einem Desktop-PC oder leistungsfähigen Laptop einsetzt.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, kürzere Geschäftsreisen oder sonstige Ausflüge nur mit dem OQO zu machen. Man braucht auf keine Funktionalität zu verzichten und hat doch erheblich weniger zu schleppen als mit einem ausgewachsenen Notebook. Auch als Mini-Tablet fürs bequeme Surfen zwischendurch, als e-Book-Reader oder mobile Blogging-Station ist der OQO hervorragend geeignet. Für die tägliche Arbeit hingegen ist aber etwas mehr Power schon schöner.

Nächste Folge: Der OQO an der CeBIT.

 

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2 Kommentare

  1. Hallo allerseits! Einige Fragen zu dem OQO Model 01+ hätte ich schon Und zwar:
    Gibt es diesen Rechner auch mit Deutschsprachigen Betriebssystem mit entsprechender QWERTZ Tastatur?
    Kann man damit auch mobil telefonieren? Ist ein Handykartenslot vorhanden?
    Navigation? GPS?

  2. @Konrad: Der OQO ist nicht mehr das aktuelle Modell und wird nicht mehr verkauft. Auf der Homepage von OQO (http://www.oqo.com) findet man das aktuelle Modell.

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