Origami:
Erste Enttäuschung und Tippen im Kreis
Das ging aber schnell: Noch bevor Microsofts Origami-Projekt offiziell angekündigt ist, bevor wir also wissen, was das Ding denn nun wirklich ist/macht/kann/soll sind schon alle enttäuscht. Eigentlich kein Wunder, nachdem die Gadget-Blogger wochenlang die Erwartungen in luftige Höhen getrieben haben. Da musste mal ein Absturz kommen.

Die bisher bekanntgewordenen Leistungsdaten der ersten Origami-Geräte sind tatsächlich nicht besonders beeindruckend. Zunehmend werden aber auch noch andere Details bekannt, die zunächst vor allem zu Stirnrunzeln führen: Auf einer CeBIT-Website ist gestern ein Bild aufgetaucht, das eine kreisförmige Bildschirmtastatur zeigt. Mit den Daumen kann man so direkt auf dem Touchscreen tippen. Vorausgesetzt natürlich, dass man erstmal die Bedienung dieser komplett anders geformten Bildschirmtastatur erlernen will. Da freut sich der Ergonomieexperte.
Mal abgesehen von solchen Überlegungen haben virtuelle Bildschirm-Tastaturen in der Praxis noch ein ganz anderes, viel banaleres Problem: Fettige Fingerabdrücke. Vor Jahren habe ich mich mal mit dem Pacebook (sozusagen einem frühen Origami-Vorläufer im Geiste) herumgeschlagen, das auch so ein Screen-Keyboard anbot. Nach dem Tippen auch schon kürzerer Texte sah das Display dann meistens aus, als ob es jemand mit Bratfett imprägniert hätte. Der Hersteller lieferte vernünftigerweise ein High-Tech-Putztuch gleich mit. Einziger Workaround: vor jedem Tippen erstmal die Hände waschen oder Handschuhe tragen.
Das sind so die kleinen Details, die die Freude an einem ansonsten hübschen Gadget stark dämpfen können. Eins ist darum klar: Für Vielschreiber sind die Origami-Geräte garantiert nicht gedacht.
















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(9. März 2006 18:46)
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