Live von der CeBIT:
Die grosse Navi-Welle

Andreas Göldi, 9. März 2006 12:39 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Bis vor kurzem noch waren Navigationssysteme relativ exotische Sonderausstattung für die Bessergestellten unter den Autofahrern. Das hat sich inzwischen tüchtig geändert, seit sich die GPS-Geräte vom Auto-Cockpit gelöst haben und tragbar geworden sind. An der CeBIT ist eine kaum mehr überschaubare Zahl von Navi-Modellen zu sehen; das Thema füllt eine ganze Halle.

TomTom, einer der Marktführer, zeigt sein neues Flagschiff, das Modell 910. Dieses Device hat eine eingebaute 20-GB-Festplatte, auf der man auch seine MP3s ablegen kann, und für iPod-Fans gibt es zusätzlich eine iPod-Steuerung. Die Verbindung von Navigation und Unterhaltung wird also immer vielfältiger möglich. Die Vertreter von TomTom wunderten sich darüber, dass sie letztes Jahr noch gerade mal 10 Konkurrenten an der CeBIT antreffen konnten, dieses Jahr aber satte 40 Wettbewerber mit 150 Produkten.

Auch Volker Jantzen von der Zürcher Firma SVOX bestätigte diesen Trend: Während letztes Jahr die “Autobranche” an der CeBIT fast völlig fehlte, seien dieses Jahr wieder alle da, meinte Jantzen. SVOX stellt Sprachausgabesoftware für Navigationssysteme her, die beispielsweise Strassennamen ansagen oder Staumeldungen vorlesen kann. Die Zeiten der simplen “Jetzt links abbiegen”-Ansagen sind also bei den neusten Navigationssystemen bald vorbei.

Das Thema Navigation breitet sich auch auf andere Geräteklassen aus: Auch einige Handies und PDAs mit GPS-Empfängern sind zu sehen, und auch beim viel gehypten Origami-PC soll Navigation bald zum normalen Funktionsumfang gehören.

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